<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148</id><updated>2011-12-12T13:02:06.869+01:00</updated><title type='text'>Informationsethik</title><subtitle type='html'>Diskussionsplattform zu Fragen der Informationsethik in Österreich</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>40</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6250230264272320738</id><published>2011-12-12T12:49:00.001+01:00</published><updated>2011-12-12T13:02:06.880+01:00</updated><title type='text'>Katalog und / ?oder? Suchmaschine</title><content type='html'>&lt;strong&gt;bzw. Hinweise darauf, was schief gehen kann, wenn eine Suchmaschine ein Katalog sein möchte:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: #cc0000;"&gt;Eine Bibliothek definiert sich über ihren Katalog&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Haufen von Büchern ist keine Bibliothek – die Bücher oder Dokumente müssen auch zugänglich sein und zugänglich werden sie, indem sie nach einem oder mehreren Ordnungsprinzipien verzeichnet werden und diese Aufzeichnung mit dem Standort des Dokuments verknüpft wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Ein Bibliothekskatalog ist ein Verzeichnis von Publikationen (Medien) oder Sammlungen in einer Bibliothek. Traditionell sind vor allem Bücher verzeichnet. Zu unterscheiden sind der nach Verfassern und Elementen des Titels geordnete alphabetische Katalog, der systematisch oder nach Schlagwörtern geordnete Sachkatalog und der die Buchaufstellung verzeichnende Standortkatalog."&lt;/em&gt; (Wikipedia)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Katalog ist also ein Verzeichnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Katalog (altgr. &lt;em&gt;katálogos ‚Verzeichnis, Liste&lt;/em&gt;‘) bezeichnet&lt;br /&gt;• Katalog (Literatur), literarische Form der Faktendarstellung der Antike &lt;br /&gt;• Verzeichnis, allgemein eine systematische Zusammenstellung &lt;br /&gt;• Bibliothekskatalog, die Bestandsliste eines Schrifttumsarchivs &lt;br /&gt;• ... u.a.m.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wikipedia)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es handelt sich um &lt;em&gt;geordnete Listen&lt;/em&gt;, Nachschlageverzeichnisse, einen Überblick über den Bestand, ein nach einigen Kriterien - Autor, Titel, Impressum, Erscheinungsjahr, Schlagwort – geordnetes und durchsuchbares Verzeichnis, um eine ganz bestimmte definierte Einheit an ihrem Standort zu finden. Diese Einheit ist real, es handelt sich nicht um virtuelle im Raum kristallisierte Bilder als Zeichen, die gedeutet werden können, für etwas anderes. Es handelt sich (zumeist) um ein Buch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lesende Menschen der letzten Jahrhunderte sind in der Rezeption von linearen Texten geschult worden, das bedeutet, das Lesen ist – auf einer Zeitachse (man denke an die Romane von Dostojewski ;-)) - gleichzeitig ein Auslesen, ein Auswählen nach bestimmten Gesichtspunkten, um das Ganze zu erfassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wikipedia): &lt;em&gt;Linearität von Texten wie z. B. Büchern liegt vor, wenn diese in einer bestimmten, linearen Reihenfolge geschrieben und gelesen werden&lt;/em&gt;. Ausprägungen von Linearität bei Texten sind beispielsweise:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• von Seite zu Seite oder von Blatt zu Blatt, &lt;br /&gt;• von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne, &lt;br /&gt;• von Zeile zu Zeile oder von Spalte zu Spalte, &lt;br /&gt;• von links nach rechts oder von rechts nach links, &lt;br /&gt;• von oben nach unten oder von unten nach oben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Linearität des Textes folgt die Bewegungsrichtung der Augen des Autors bzw. Lesers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;em&gt;Das World Wide Web oder WWW aus dem Englischen für: „Weltweites Netz“) ist ein über das Internet abrufbarer Hypertext-Dienst, bestehend aus elektronischen Dokumenten, die durch Hyperlinks miteinander verknüpft sind.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Nutzung des World Wide Web wird ein Webbrowser benötigt, welcher die Daten vom Webserver holt und zum Beispiel auf dem Bildschirm anzeigt. Der Benutzer kann den Hyperlinks im Dokument folgen, die auf andere Dokumente verweisen, gleichgültig ob sie auf demselben Webserver oder einem anderen gespeichert sind. Dadurch ergibt sich ein weltweites Netz aus Webseiten. Das Verfolgen der Hyperlinks wird oft als Internetsurfen bezeichnet." (Wikipedia)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittels des Webbrowsers kann im weltweiten Netz der Webseiten "gesurft" werden – d.h. praktisch: Suchbegriffe werden in eine Suchmaschine eingegeben oder Adressen in die Adressenleiste einegegeben, die zu bestimmten Web-Seiten, nämlich Hypertexten, führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Wikipedia): "&lt;em&gt;Ein Hypertext ist ein Text, der mit einer netzartigen Struktur von Objekten Informationen durch Hyperlinks zwischen Hypertext-Knoten verknüpft&lt;/em&gt;. Hypertext wird in Auszeichnungssprachen geschrieben, die neben Format-Anweisungen auch Befehle für Hyperlinks beinhalten, die bekannteste ist die Hypertext Markup Language (HTML) für Internetdokumente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Problem beim Arbeiten mit Hypertext ist das &lt;em&gt;gezielte Auffinden von Informationen&lt;/em&gt;. Während literate Menschen über Jahrhunderte in der Rezeption von linearen Texten geschult worden sind, begann man erst mit der zunehmenden Verbreitung des World Wide Web seit Mitte der 1990er Jahre den Umgang mit komplexen Hypertexten zu erlernen. Hilfsmittel wie Suchmaschinen und Suchfunktionen auf den Webseiten unterstützen den Nutzer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Problem ist das &lt;em&gt;Navigieren in Hypertexten&lt;/em&gt;, da vor allem in den Anfangsjahren häufig eine vom Autor vorgegebene Lesestruktur fehlte. Heute verfügen Hypertexte in der Regel über eine ausgefeilte Navigation. Als Folge eines Übermaßes an Querverweisen kann ein sogenannter &lt;em&gt;Information Overload&lt;/em&gt;, die Überflutung mit ungeordneten Informationen und eine Desorientiertheit im weit verzweigten Netz von Texten entstehen. Die Lesegewohnheiten spielen hierbei eine wichtige Rolle. So haben online-affine Nutzer weniger Schwierigkeiten damit, das Lesen eines Textes zu unterbrechen, um einem Querverweis zu folgen." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;– diese Fähigkeit nützt allerdings nicht viel, wenn man auf der gezielten Suche nach einem bestimmten Dokument bis zur Bestellung des (endlich) gefundenen 5mal Verweisen folgen MUSS und am Ende der Querverweisreise nicht mehr weiß, welcher Band zu welchem Erscheinungs-Jahr gehört bzw. was man überhaupt eigentlich wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nun sieht man schon eher, worin das Problem besteht, auf gezielte Weise lineare Texte (Bücher) mittels einer Suchmaschine zu finden, die dafür konzipiert ist, komplexe Hypertexte zu durchforschen und darin zu navigieren.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Suchmaschine ist eben kein Katalog - das wissen Bibliotheken am besten. Deshalb haben auch die wissenschaftlichen Bibliotheken Österreichs – außer der ÖNB – NICHT darauf verzichtet, neben der Suchmaschine Primo noch die Verbindung zu ihren linearen Online–Katalogen aufrecht zu erhalten und ihren LeserInnen anzubieten. Die zwei Welten – lineare Texte, lineare Suche und mehrdimensionaler Raum gefüllt und durchdrungen von virtuellen Datennetzen – sind nicht einfach zu vermischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus:&lt;br /&gt;Zur Theorie der Bibliothekskataloge und Suchmaschinen:&lt;br /&gt;(Bernhard Eversberg, UB Braunschweig) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zettelkatalog&lt;/em&gt;: eine lineare, also eindimensionale Folge von Einträgen. Oft gibt es mehrere Katalogteile ("Alphabete") mit zeitlicher Schichtung und/oder eine Aufteilung in Formal- und Sachkataloge. Für jedes Dokument können mehrere Zettel an verschiedenen Stellen eingeordnet sein, einer davon ist die "Haupteintragung". Diese Stelle dient dazu, die Ausgaben eines Werkes und die Werke eines Verfassers zusammenzuführen. Diese Stelle dient aber auch dem zuverlässigen Auffinden: kennt man das Prinzip, kann man durch Nachsehen an einer einzigen Stelle herausfinden, ob das Gesuchte da ist oder nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regeln, nach denen in Österreichs, Deutschlands und schweizerischen wissenschaftlichen Bibliotheken nach wie vor katalogisiert wird, ist die RAK-WB, Format MAB2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Online-Katalog&lt;/em&gt;: im Prinzip eine ungeordnete Datenmenge. Die Software kann daraus aber mit Hilfe vieler formaler und sachlicher Kriterien Teilmengen extrahieren und dann in einer bestimmten Ordnung auflisten. Diese Kriterien: Namen, Titel, Nummern, Schlagwörter usw., können bei einer Suche beliebig miteinander kombiniert werden. Sie sind somit so etwas wie die Achsen eines mehrdimensionalen Raumes, in dem man sich bei der Suche in allen Richtungen bewegen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;RAK arbeitet nur formal, nicht sachlich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; &lt;em&gt;Die beiden Bereiche unterscheiden sich qualitativ in jeder Hinsicht so, wie sich das Kernobst Äpfel von Birnen unterscheidet. Suchergebnisse sind oft so inadäquat wie der Rat, sich auf der Suche nach einem bestimmten Apfel, einen Teil Birne abzuschneiden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: #cc0000;"&gt;Gegenüberstellung Katalog – Suchmaschine&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;bzw. Hinweise darauf, was schief gehen kann, wenn eine Suchmaschine ein Katalog sein möchte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Bestand &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- konkreter Dokumentenbestand, physisch vorhanden – &lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;weltweit verteilte Ressourcen, physisch real und virtuell &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Auswahl&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- genau definierte Ziele (RAK §101), wodurch es möglich ist, nach einem oder wenigen Versuchen so gut wie sicher zu sein, ob das Gesuchte da ist oder nicht, jedenfalls für bestimmte Arten von Fragestellungen, auch wenn die Schreibweisen der Wörter oder Namen in den Dokumenten unsicher sind – &lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="background-color: white; color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;Prinzipien für die Ziele einer Suchmaschine wären schwierig zu formulieren, jedenfalls in dem Sinne, klarzumachen, welche Art von Zugriffen Ergebnisse mit hoher Zuverlässigkeit oder Präzision erbringen würden. Kennt man zwei oder drei prägnante Wörter, die irgendwo im Text vorkommen müssen, so ist die AND-Suche recht zuverlässig.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Bestandmenge&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- Der Bestand ist kleiner als es nach der Vorstellung der meisten Nutzer wünschenswert wäre, jedoch bemühen sich die Bibliotheken um eine qualitätvolle und ausgewogene Auswahl von Dokumenten mit längerfristiger Bedeutung. –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;--&amp;gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Die indexierte Menge ist u.U. viel größer, als ein Nutzer es sich vorstellt, aber wertvolle Ressourcen stehen undifferenziert inmitten Massen ephemeren, wissenschaftlich unbedeutenden Materials. Es wird aber versucht, mit formalen Kriterien eine Gewichtung (sog. "relevance ranking") durchzuführen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Transparenz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- Grundsätzlich kann ein interessierter Nutzer alles über die Funktionsweise des Katalogs erfahren und somit auch das Zustandekommen eines Suchergebnisses durchschauen. Vor allem, wenn es um wissenschaftliche Information geht, ist es unabdingbar notwendig, Endnutzern eine Einschätzung der Zuverlässigkeit und Vollständigkeit von Ergebnissen zu ermöglichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Die Bibliothek braucht nichts geheimzuhalten, denn sie hat vollständige Kontrolle über den Katalog, kein Nutzer kann seine Daten und Funktionen beeinflussen.) – &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; Suchmaschinenbetreiber können die Arbeitsweise ihrer Software nicht vollständig offenlegen, weil die sog. "Suchmaschinen-Optimierer" dieses Wissen dann ausnutzen, um durch geeignete Gestaltung von Texten und Metadaten ein hohes "Ranking" zu erzielen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Das Zustandekommen von Ergebnissen, das Ranking, die Zuverlässigkeit und Vollständigkeit sind deshalb für den Endnutzer mindestens teilweise undurchschaubar. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Außerdem ist es wegen der enormen Datenmengen notwendig, in der Suchsoftware Kompromisse zwischen Präzision und Geschwindigkeit zu machen. So sind die Trefferzahlen i.d.R. nur Schätzungen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Art der Daten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- bestehen aus normierten Kurzbeschreibungen (Titelaufnahmen), die nach festgelegten Regeln einheitlich angefertigt werden. Die meistverwendeten Regeln sind AACR und RAK. Für jedes Dokument gibt es einen strukturierten Datensatz mit genau definerten Feldern. Die Feldstruktur entspricht einem Datenformat. Die meistverwendeten Formate sind MARC und MAB. Die Feldinhalte entsprechen dem verwendeten Regelwerk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Objekte (Dokumente) haben typischerweise einige formal definierte Teile (z.B. Haupttitelseite), von denen sich Metadaten in formaler Weise ableiten lassen. Dies ist wichtig für die Austauschbarkeit der Daten und z.B. virtuelle Kataloge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Datenformat und Regelwerk sind zwei ganz verschiedene, sich jedoch ergänzende Gebilde. –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;--&amp;gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; Es gibt keine normierten Beschreibungen der Dokumente, die Datenbank besteht eigentlich nur aus großen Indexdateien, die aus den Dokumenten direkt abgeleitet sind. Die Indexdateien werden als solche nicht gezeigt, denn sie sind nicht als schlichte alphabetische Listen organisiert. Einheitlichkeit ist nicht möglich, weil das Material in keiner Hinsicht standardisiert ist. Nur wenige Objekte haben Metadaten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Datenbank&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Volltexte selbst liegen i.d.R. auf Papier vor, d.h. sie stehen nicht für eine automatisierte Auswertung zur Verfügung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beschreibungen beruhen im Wesentlichen auf einer Titelseite oder einem Äquivalent und umfassen keine weiteren Teile des Inhalts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Struktur ist an den früheren Katalogkarten orientiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Automatisches Katalogisieren (Titelblätter scannen usw.) ist nicht möglich, die Beschreibungen müssen intellektuell-manuell angefertigt werden. –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;--&amp;gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; In den Indexdateien ist meist das gesamte Wortmaterial der Volltexte (!) aufbereitet. So etwas wie Titelseiten, ja sogar Titel gibt es oft gar nicht. Deshalb wird per Software versucht, die jeweils entscheidenden Zeilen eines Dokuments für die Anzeige aufzubereiten, um den Kontext der gefundenen Wörter sichtbar zu machen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Die Daten werden vollautomatisch aus den online vorliegenden Dokumenten gewonnen und für die Suche aufbereitet. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Abfrage&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- Abfragen können nach mehreren verschiedenen Kriterien und auch Kombinationen davon erfolgen: Namen, Titelwörter, Titelanfänge, Schlagwörter u.a., oft gibt es auch einen "Basic Index", der alle diese Elemente in sich vereinigt und jedes Einzelwort zugänglich macht. (Keine Tiefenerschließung ). –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; Abfragen werden meistens durch Volltextsuche im gesamten Bestand erledigt, wofür ein einzelnes Eingabefeld genügt. Es sind meist auch gewisse Differenzierungen der Abfrage möglich, doch z.B. nicht nach Namen / Stichwörtern / Titeln / Schlagwörtern / Jahreszahlen, weil es dazu keine Datenfelder gibt. Eine Tiefenerschließung ergibt sich wie von selbst, weil der gesamte Text indexiert ist. Für die "Relevanz"-Bewertung zählt i.d.R. aber mehr, was am Anfang des Dokuments steht. Volltext-Indexierung liefert andererseits viele irrelevante Nachweise.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Browsing&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- statt einer direkten Abfrage kann auch über das Blättern in diversen Registern gesucht werden. Dies wird von Praktikern für unverzichtbar gehalten, erleichtert doch das Browsing in den Registern oft das Auffinden, wenn man die genaue Schreibweise nicht kennt, oder nicht an flektierte Formen des Suchworts denkt (Plural, Genitiv u.a.) Denn die Wörter sind nur in der Form auffindbar, wie sie tatsächlich im Titel stehen! –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; Suchmaschinen haben keine Register zum Blättern. Dies wird zwar selten bemängelt, aber gerade wegen der völlig fehlenden Normierung der Datenelemente könnten solche Register gelegentlich sehr helfen. Die gewaltigen Datenmengen und die Art der Daten- und Indexorganisation (die Daten haben keine sehr differenzierte Feldstruktur!) erlaubt aber solche Register wohl nicht. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Ranking&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- die Ordnung von Ergebnislisten erfolgt traditionell ganz formal nach dem Alphabet der Verfasser oder Titel, oder nach dem Erscheinungsjahr. Manche Systeme erlauben eine Auswahl verschiedener Ordnungen. – &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; Die Ordnung der Ergebnisse wird nach sehr unterschiedlichen Kriterien vorgenommen, die selten direkt nachvollziehbar sind. Wenn von "Relevanz" die Rede ist, dann ist zu bedenken: Relevanz kann grundsätzlich nicht von Maschinen klassifiziert werden - sie ist subjektiv. Eine Suchmaschine kann jedoch Kritierien heranziehen, für die es in Katalogdaten keine Parallele gibt, wie z.B. die Bewertungskriterien bei Google: hier wird u.a. ausgewertet, wieviele andere Web- Dokumente auf das zu indexierende verweisen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;Normierung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;- es gibt Normierungen (engl. "authority control", "controlled vocabulary") für die wichtigsten Datenelemente (Namen, Einheitstitel, Schlagwörter). Daher kann man in manchen, wichtigen Fällen sicher sein, ein recht präzises Ergebnis zu erhalten, aber durchaus nicht in allen Fällen, die dem Nutzer wichtig sind, z.B. eben gerade nicht bei thematischer Suche. Denn nicht jedes Thema, das in einem Buch behandelt wird, kann bei der Schlagwortvergabe berücksichtigt werden. Doch für die wichtigen Fälle "Werke eines Verfassers" und "Ausgaben eines Werkes" ( collocation search ) leistet ein Katalog gute Dienste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Konzept "Werk" dient dazu, unterschiedliche Versionen und Ausgaben, die inhaltlich aber identisch sind, zusammenzuführen. – &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="color: blue;"&gt;&lt;strong&gt;--&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; Es gibt keine Normierungen , denn Erfassung und Indexierung erfolgen vollautomatisch, und die Dokumente selbst sind nicht hinreichend standardisiert. Manuell / intellektuell wären die Mengen nicht zu bewältigen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Der Mangel an Normierungen ermöglicht präzise Ergebnisse nur dann, wenn bestimmte Namen/Wörter mit Sicherheit in einer ganz bestimmten Schreibweise in den gesuchten Dokumenten vorkommen und man dies vorher weiß. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Ein collocation search ist deshalb nicht möglich. Das Konzept "Werk" gibt es nicht: unterschiedliche Dateiversionen desselben Inhalts können selten automatisch erkannt werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;Eine Feststellung auf Nichtvorhandensein eines bestimmten Dokuments kann schwierig sein.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;[Die einzelnen Vergleichs-Kategorien mit den nachfolgenden Inhalts-Texten wurden etwas gekürzt aus: Zur Theorie der Bibliothekskataloge und Suchmaschinen&lt;br /&gt;von Bernhard Eversberg, UB Braunschweig übernommen]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenstellung: Eva Kumar&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6250230264272320738?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6250230264272320738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6250230264272320738&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6250230264272320738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6250230264272320738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/12/katalog-und-oder-suchmaschine.html' title='Katalog und / ?oder? Suchmaschine'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-4229887848274321879</id><published>2011-06-03T20:05:00.003+02:00</published><updated>2011-06-03T20:11:05.609+02:00</updated><title type='text'>Veranstaltung eBooks on Demand an der UBW</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-size: 10.0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;NIG, Freitag, 27. Mai 2011&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="mso-bidi-font-size: 10.0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;&lt;strong&gt;Tagesordnung:&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; E-Books on Demand &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Book-Importer &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; juristische Fragen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seyavash Amini vom &lt;a href="http://www.ip.mpg.de/ww/de/pub/aktuelles.cfm"&gt;Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, München&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;informiert über&amp;nbsp;juristische Fragen&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.fnm-austria.at/Home/Home/"&gt;Forum neue Medien Austria&lt;/a&gt;&amp;nbsp;- eine Arbeitsgruppe arbeitet an einer Erweiterung des UrhG&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://books2ebooks.eu/"&gt;EOD&lt;/a&gt;: eine Kooperation von 27 Bibliotheken europaweit &lt;br /&gt;&lt;a href="http://search.books2ebooks.eu/"&gt;gemeinsame Suchmaschine&lt;/a&gt; für eBooks:&lt;br /&gt;(Dokumente auch in Google zu finden)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag. Pamela Stückler&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;E-Books on Demand an der UB Wien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die E-Books werden im Rahmen des EOD Services der Universitätsbibliothek Wien erzeugt. Urheberrechtsfreie Bestände der Bibliothek werden im Zuge dieses Services digitalisiert und – wenn möglich – mit Bilderkennungssoftware überarbeitet. Am Ende steht ein PDF, das nach einer Sperrfrist über Phaidra weltweit zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. Susanne Blumesberger&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Book-Importer&lt;/strong&gt; – ein Tool mit vielen Möglichkeiten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Phaidra-Book-Importer ermöglicht die eigene Erstellung eines Buches, eines Heftes, einer Broschüre, einer Zeitschrift usw. Sie können somit selbst ein Buch virtuell „binden“ und „herausgeben“, d. h. mit permanenter Signatur im Internet publizieren. Mittels Phaidra-Book-Viewer können anschließend die publizierten Werke durchgeblättert, durchsucht oder ausgedruckt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dipl.-Jur. Seyavash Amini&lt;br /&gt;Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Juristische Fragen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Einsatz von digitalen Objekten in der universitären Lehre ergeben sich manchmal rechtliche Fragen, die das Urheberrecht oder das Verwertungsrecht betreffen. Der Jurist Dipl.-Jur. Seyavash Amini leitete diesen Workshop-Teil leiten und stand für Fragen zur Verfügung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;eBooks&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt;&amp;nbsp;Bestellung – 20% sind öffentliche Aufträge aus dem Ausland und Inland&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Formular: ein Kostenvoranschlag wird erstellt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Katalogisierung des Werkes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;gt; Scannen, Share (mit UB Innsbruck)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Weiterbearbeitung &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Auslieferung (als Download, CDR, per Versand, mit Mail oder Abholung...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Phaidra Import&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Mapping von bibliographischen Metadaten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Permalink im Katalog&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&amp;gt; Nachbearbeitung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Phaidra arbeitet in Kooperation mit 27 Bibliotheken in Europa, gemeinsame Suchmaschine:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://search.books2ebooks.eu/"&gt;http://search.books2ebooks.eu/&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;in Google zu finden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Recht: freie Publikationen &lt;br /&gt;Gesperrte: nur mit Genehmigung des Verlags&lt;br /&gt;Orphan Works – EU Projekt: ein eigenes Repositorium soll dafür gebaut werden.&lt;br /&gt;(EBLIDA: die Europäische Union hat letzte Woche einen Vorschlag für eine &lt;a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/orphan-works/proposal_de.pdf"&gt;"Richtlinie über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke" &lt;/a&gt;veröffentlicht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Book Importer&lt;/strong&gt; – Tool&lt;br /&gt;Verwendung für die Erstellung eines virtuellen Buches: Bibliografien, Konferenz-, Projekt-, Ausstellungs-, usw. –Berichte, für vergriffene Zeitungen&amp;nbsp;u.a. Werke&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seyavash Amini - Max-Planck-Institut&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Urheberrechtliche Aspekte&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitat John Perry Barlow – Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace 1996&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;..... Der Cyberspace besteht aus Beziehungen, Transaktionen und dem Denken selbst, positioniert wie eine stehende Welle im Netz der Kommunikation. Unsere Welt ist überall und nirgends, und sie ist nicht dort, wo Körper leben. &lt;br /&gt;Wir erschaffen eine Welt, die alle betreten können ohne Bevorzugung oder Vorurteil bezüglich Rasse, Wohlstand, militärischer Macht und Herkunft. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Wir erschaffen eine Welt, in der jeder Einzelnen an jedem Ort seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, wie individuell sie auch sind, ohne Angst davor, im Schweigen der Konformität aufgehen zu müssen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Eure Rechtsvorstellungen von Eigentum, Redefreiheit, Persönlichkeit, Freizügigkeit und Kontext treffen auf uns nicht zu. Sie alle basieren auf der Gegenständlichkeit der materiellen Welt. Es gibt im Cyberspace keine Materie. .....&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/tp/artikel/1/1028/1.html"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt; - John Perry Barlow &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Vision vor 15 Jahren zur heutigen Realität: eLearning&amp;nbsp;hat mit DSG - Datenschutzgesetz, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Urheberrecht, Marken- und Titelschutz, Studienrecht usw. zu tun &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Forum Neue Medien Austria arbeitet an einer Erweiterung und Adaption des Urheber-Gesetzes!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uni Wien ist Provider – bei Hochschulschriften: Universität ist aber nicht der Urheber, kann aber Verwertungsrechte übertragen bekommen (vertraglich)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verwertungsrechte: UrhG § 14, 15, 18a, 41a, 42&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fall Harper Collins&lt;/strong&gt;: der neuerliche Erwerb der Lizenz für Lehrbücher, die als eBooks an Bibliotheken verkauft worden waren wurde erforderlich, sobald das eBook 27-mal heruntergeladen (gelesen) wurde.&amp;nbsp;Harper-Collins ging davon aus, dass ein 27-maliges Herunterladen gleichbedeutend wäre mit 27-maliger Ausleihe, was in der Vision des Verlages den&amp;nbsp;Verschleiß des Buches mit nachfolgendem Neukauf bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Das Lesen war bisher keine urheberrechtlich relevante Handlung. Bei eBooks bedeutet aber lesen vervielfältigen, deshalb kommt hier das Urheberrecht zum Tragen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;UrhG: Es besteht Vervielfältigungsfreiheit für eigene Werke und im Interesse der eigenen Forschungen.&lt;br /&gt;(Damit wurde auch gegen&amp;nbsp;Harper-Collins argumentiert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-4229887848274321879?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='https://fedora.phaidra.univie.ac.at/fedora/get/o:63893/bdef:Asset/view' title='Veranstaltung eBooks on Demand an der UBW'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/4229887848274321879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=4229887848274321879&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4229887848274321879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4229887848274321879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/06/veranstaltung-ebooks-on-demand-der-ubw.html' title='Veranstaltung eBooks on Demand an der UBW'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3547529641956707573</id><published>2011-06-03T19:13:00.001+02:00</published><updated>2011-06-03T19:18:16.358+02:00</updated><title type='text'>Datenschutzseminar für Betriebsrätinnen und Betriebsräte</title><content type='html'>12. und 13. Jänner 2011, Wien (Veranstalter: GÖD)&lt;br /&gt;Referent: Thomas Riesenecker-Caba&lt;br /&gt;mailto:riesenecker@forba.at &lt;br /&gt;Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA)&lt;br /&gt;http://www.forba.at&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im täglichen Leben fallen bei nahezu jedem Schritt, den man tut, sei es privat oder an der Arbeitsstelle, Daten an, die mit der Person verbunden sind und ihrem Inhalt nach Auskunft über Bewegungsmodi, Arbeitstempo, Kommunikation, äußere Erscheinung, Fehler usw. Auskunft geben und da sie gespeichert werden, auch im nachhinein abrufbar sind, bzw. mit anderen Daten abgeglichen werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zu erkennende Trends aus der Betriebsräte-Beratung&lt;/b&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle betrieblichen Bereiche werden von Informationstechnologien durchdrungen und dadurch kommt es zu vermehrter Speicherung personenbezogener MitarbeiterInnendaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine globale und lokale Zusammenführung von personenbezogenen MitarbeiterInnendaten aus unterschiedlichen IT-Systemen ist möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daten mobiler Services werden in betriebliche Systeme und Prozesse integriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Auslagerung von Daten – z.B. an ein Rechenzentrum oder an Personalverwaltungsagenturen ist es für Betriebsräte schwierig zu überprüfen, was genau damit gemacht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem DSG gelten auch die Daten von juristischen Personen (also Vereinen, Körperschaften) als personenbezogene Daten und sind damit schützenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Daten dürfen verwendet werden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Verwendung" heißt: in Bezug auf Daten verarbeiten und übermitteln.&lt;br /&gt;Es kommen das &lt;a href="http://www.jusline.at/Arbeitsverfassungsgesetz_(ArbVG).html"&gt;ArbVG&lt;/a&gt; und das &lt;a href="http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10001597"&gt;DSG 2000&lt;/a&gt; zur Anwendung.&lt;br /&gt;§6 DSG 2000 regelt Grundsätze der Verwendung von Daten – die gelindesten Mittel sind anzuwenden und / oder die Zustimmung des Betriebsrats ist erforderlich&lt;br /&gt;§7 betrifft die Zulässigkeit der Verwendung von Daten&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dsk.gv.at/"&gt;http://www.dsk.gv.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Wahrung der Menschenwürde ist der Kontrolldichte gegenüber zu stellen. Je intensiver die Kontrolle ist, desto mehr leidet die Menschenwürde.&lt;br /&gt;§96 ArbVG.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Eine Zustimmung des Betriebsrats zur Verwendung personenbezogener Daten ist nicht erforderlich, soweit die tatsächliche oder vorgesehene Verwendung dieser Daten über die Erfüllung von Verpflichtungen nicht hinausgeht, die sich aus Gesetz, oder Arbeitsvertrag ergeben.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Für die Frage der „vorgesehenen Verwendung“ ist der Leistungsumfang des konkret eingesetzten Programmpakets entscheidend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beurteilung hat daher anhand des gesamten installierten Systems zu erfolgen, dessen Grundlagen dem Betriebsrat offen zu legen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie erfahre ich, was verwendet wird&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.jusline.at/91_Allgemeine_Information_ArbVG.html"&gt;ArbVG §91 (2) &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://www.argedaten.at/recht/dsg226__.htm"&gt;DSG §26&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Vor Aufnahme einer Datenanwendung hat der Auftraggeber eine Meldung an die Datenschutzkommission (1010 Wien, Hohenstaufengasse) zu machen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ausnahmen: Standardanwendungen (DSG §17 (2))&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Welche Systeme verwenden personenbezogene Daten?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;3 Bereiche:&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Personenverwaltung&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Leistungserfassung- und Kontrolle&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kommunikationssysteme&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Wie soll der Betriebsrat mit der Datenvielfalt umgehen – vor allem wenn es um SAP geht – eine Anwendungssoftware, die quer durch alle betrieblichen Erfordernisse in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten personenbezogene Daten verwaltet und unbegrenzte Möglichkeiten der Auswertung verfügt.&lt;br /&gt;Zitat Wikipedia:&lt;br /&gt;„SAP ERP ist das Hauptprodukt des deutschen Software-Unternehmens SAP AG, das es seit 1993 vertreibt. ERP steht für Enterprise-Resource-Planning oder Unternehmens-Informationssystem, womit alle geschäftsrelevanten Bereiche eines Unternehmens im Zusammenhang betrachtet werden können.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Einer der größten Vorteile von SAP liegt in der zentralen Datenbank, die den Zugriff und Austausch von Informationen zwischen verschiedenen betrieblichen Bereichen massiv erleichtert. Aber durch die Vielzahl der in diesem System vorhandenen Anwendungsgebiete ist es schwierig, eine umfassende Übersicht über alle personenbezogenen Daten zu erhalten.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Wie soll der Betriebsrat mit der Datenvielfalt umgehen?&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Personenbezogene Daten können vorerst in Kategorien geordnet werden&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kategorie A&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; – allgemeine Daten zur Person&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kategorie B&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; – Daten zur Person, die aus Gesetz […] oder Arbeitsvertrag für einen eindeutigen Zweck verwendet werden müssen&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Kategorie C&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;- schutzwürdige Daten sowie Daten für die keine gesetzliche Grundlage zur Verwendung besteht&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Kategorie D&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; – sensible Daten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Betriebsrat kann eine Regelung der Verwendung durch eine Betriebsvereinbarung anstreben.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Daten der Kategorien A und B – der Betriebsrat muss informiert werden&lt;br /&gt;Daten der Kategorien C und D – vor der Verwendung muss der Betriebsrat einbezogen werden und zustimmen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In einer etwaigen Betriebsvereinbarung sollen erfasst und geregelt werden&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;Verwendungszwecke &lt;br /&gt;Module&lt;br /&gt;Datenarten inkl. Kategorisierung&lt;br /&gt;Auswertungen&lt;br /&gt;Berechtigungskonzept (-&amp;gt; im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit)&lt;br /&gt;Schnittstellen und mögliche Dienstleister&lt;/blockquote&gt;Personalakten werden heute praktisch nur mehr in digitaler Form oder doppelt, in digitaler und Papier-Form geführt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Vorteil der Digitalisierung ist natürlich, dass alle Inhalte leicht zu speichern, abzurufen, zu ergänzen, zu vervielfältigen und zu übermitteln sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es entstehen allerdings die Fragen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Wer hat Zugriff?&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Dürfen Dokumente kopiert werden?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Im Falle von Zugriff, Kopien, Übermittlung – bekommen Betroffene Auskunft?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Wann wird gelöscht?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Biometrische Daten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;Deren Ergebung dient der Leistungserfassung und der Kontrolle – Beispiel Call-Center: &lt;br /&gt;Einerseits: das System routet den Kunden, es kann zurückgerufen werden und Daten des Kunden könne erfasst werden, ohne dass der Kunde davon weiß oder sein Einverständnis erklärt – andrerseits: der Mitarbeiter des Callcenters wird kontrolliert hinsichtlich Gesprächsdauer, Kooperation, Kompetenz usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Videokontrolle&lt;/strong&gt; – im &lt;a href="http://www.jusline.at/50_Informationsverbundsysteme_DSG.html"&gt;DSG §§50a bis 50e&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Es gilt Meldepflicht an die Datenschutzkommission – dort – nämlich bei der Geschäftsstelle der Datenschutzkommission in der Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien – &lt;/div&gt;kann man sich nach den Überwachungsgeräten im eigenen Betrieb erkundigen und erhält eine Liste der Standorte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Löschung nach 72 Stunden&lt;/div&gt;Videoüberwachung zur Mitarbeiterinnenkontrolle ist untersagt! &lt;a href="http://www.argedaten.at/recht/dsg250a_.htm"&gt;(§50a, Abs. 5)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Kommunikationssysteme – eMail, Telefon, Handy, Voice over IP&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;strong&gt;E-Mail&lt;/strong&gt; – zu beachten ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;-&amp;nbsp;betriebliche Erwartungen (z.B. schnell zu antworten)&lt;br /&gt;- eine Privatnutzung ist möglich, die Mails sollen aber in einem als „Privat“ gekennzeichneten Ordner abgelegt werden. &lt;br /&gt;- was passiert bei Krankheit, im Urlaub&lt;br /&gt;- welche Kontrollen laufen im Hintergrund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Soziale Netzwerke&lt;/strong&gt; werden auch von Betrieben oder Betriebsräten genutzt, es fallen aber im Internet sehr viele persönliche Daten an,&lt;/div&gt;&lt;span style="color: #cc0000;"&gt;VORSICHT &lt;/span&gt;– jede Veröffentlichung im Internet stellt ein Datenschutzproblem dar, da auch juristische Personen durch das DSG geschützt sind.&lt;br /&gt;Im Intranet bleiben die Regelungen des Datenschutzgesetzes jedoch gewahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Eine Unternehmensbefragung (BRD 2009) zeigte, dass Unternehmen bei Bewerbungen das Internet als Entscheidungshilfe nutzen. &lt;/div&gt;Zwar beschränkte sich damals noch die Mehrzahl der Unternehmen auf allgemein zugängliche Informationen, aber immerhin ein Drittel bezog auch schon soziale Netzwerke mit ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Auch für &lt;strong&gt;Telefon und Handy&lt;/strong&gt; gilt: Privatnutzung ist begrenzt möglich – weitergehend über Abrechnung. &lt;/div&gt;Für &lt;strong&gt;Voice over IP (Skype)&lt;/strong&gt; gilt:&lt;br /&gt;Videokonferenzen, Austausch von Textmeldungen im Chat, gemeinsames Arbeiten an Dokumenten können zu Arbeitsintensivierung und Veränderung der Arbeitsinhalte führen.&lt;br /&gt;Parallel dazu können die Arbeitsvorgänge protokolliert werden und bieten somit Möglichkeiten zur Kontrolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Datentransfer ins Ausland&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Übermittlung und Überlassung in das Ausland ist ohne Beschränkungen im EU-Raum möglich (gleiches Datenschutz-Niveau)&lt;/div&gt;- für Drittstaaten mit angemessenem Datenschutz ist eine Genehmigung durch die Datenschutzkommission erforderlich&lt;br /&gt;- in die USA über diese Seite http://www.export.gov/safeharbor/ - &lt;br /&gt;sie bietet sichere Rahmenbedingungen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Abschließend gilt, dass die Datenlage im eigenen Betrieb laufend beobachtet werden sollte und bei entstehendem Regelungsbedarf eine Betriebsvereinbarung erarbeitet werden muss. Die Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) bietet dabei Unterstützung und Hilfe an.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3547529641956707573?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.forba.at' title='Datenschutzseminar für Betriebsrätinnen und Betriebsräte'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3547529641956707573/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3547529641956707573&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3547529641956707573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3547529641956707573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/06/datenschutzseminar-fur-betriebsratinnen.html' title='Datenschutzseminar für Betriebsrätinnen und Betriebsräte'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6173280007316692395</id><published>2011-01-11T16:36:00.005+01:00</published><updated>2011-01-11T16:42:14.225+01:00</updated><title type='text'>Internationales Rechtsinformatik Symposion IRIS 2011 in Salzburg</title><content type='html'>Das Internationale Rechtsinformatik Symposion IRIS findet 2011 bereits zum 14. Mal statt und hat sich als größte und bedeutendste wissenschaftliche Tagung in Österreich und Mitteleuropa auf dem Gebiet der Rechtsinformatik einen festen Platz erobert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IRIS Konferenz ist bekannt für ihre interdisziplinäre Ausrichtung als auch die Einbeziehung der Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter anderem sind Workshops&amp;nbsp;zu den Themen E-Learning, Datenschutz,&amp;nbsp;Urheberrecht, Science Fiction und Utopien, LEFIS (LEgal Framework for the Information Society), Legal and technological questions of the Information Society, Elektronische Rechtsetzung,&amp;nbsp;IT-Sicherheitsrecht&amp;nbsp;uvm. vorgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorträge wie dieser:&lt;br /&gt;"1000 Mitarbeiter&lt;/span&gt; = 1000 Pressesprecher - wenn Mitarbeiter in sozialen Netzen aktiv werden" von Heidi Schuster&lt;br /&gt;oder&lt;br /&gt;"Effizienz durch Agilität und Flexibilität in serviceorientierten Architekturen" von Karl Flieder&lt;br /&gt;oder&lt;br /&gt;"SOZDOK - die Dokumentation des Österreichischen Sozialversicherungsrechts - Neuerungen" - Beate Glück, Martin Zach&lt;br /&gt;oder etwa die Vorträge zum Thema "Suchtechnologien" sind sicher auch für Bibliothekarinnen und Bibliothekare sehr interessant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Das Symposium findet vom 24. - 26 Februar in Salzburg statt!&lt;br /&gt;Rechtswissenschaftliche Fakultät, &lt;br /&gt;Universität Salzburg, &lt;br /&gt;Churfürststraße 1, &lt;br /&gt;5010 Salzburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Website:&amp;nbsp; &lt;a href="http://www.univie.ac.at/RI/IRIS2011"&gt;IRIS 2011&lt;/a&gt; (Uni Wien)&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6173280007316692395?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.univie.ac.at/RI/IRIS2011/' title='Internationales Rechtsinformatik Symposion IRIS 2011 in Salzburg'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6173280007316692395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6173280007316692395&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6173280007316692395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6173280007316692395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/01/internationales-rechtsinformatik.html' title='Internationales Rechtsinformatik Symposion IRIS 2011 in Salzburg'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-8632218659637818795</id><published>2011-01-10T17:23:00.001+01:00</published><updated>2011-01-10T17:24:42.398+01:00</updated><title type='text'>Geistiges Eigentum zwischen Geniemythos &amp; digitaler Produktion</title><content type='html'>&lt;strong&gt;19. Jänner 2011 - Juridicum - Schottenbastei 10-16, 1010 Wien&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; &lt;span style="font-size: x-small;"&gt;(Zeitpunkt wird noch eruiert!)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Buchpräsentation: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geistiges Eigentum und Originalität &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zur Politik der Wissens- und Kulturproduktion &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Podiumsdiskussion &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Geistiges Eigentum zwischen Geniemythos &amp;amp; digitaler Produktion &lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;Sandra Csillag &lt;br /&gt;Direktorin der LiterarMechana, Wien &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volker Grassmuck &lt;br /&gt;Medienwissenschaftler, Berlin &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Odin Kroeger &lt;br /&gt;Herausgeber, Wien &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eberhard Ortland &lt;br /&gt;Herausgeber, Hildesheim &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christina Nemec &lt;br /&gt;Musikerin &amp;amp; Labelbetreiberin, Wien&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-8632218659637818795?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.univie.ac.at/iwk/index.html' title='Geistiges Eigentum zwischen Geniemythos &amp; digitaler Produktion'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/8632218659637818795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=8632218659637818795&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8632218659637818795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8632218659637818795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/01/geistiges-eigentum-zwischen-geniemythos.html' title='Geistiges Eigentum zwischen Geniemythos &amp; digitaler Produktion'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-20075059574358554</id><published>2011-01-10T17:09:00.000+01:00</published><updated>2011-01-10T17:09:53.479+01:00</updated><title type='text'>Bürgerrechte in der digitalen Aera</title><content type='html'>In der Reihe Public Lecture Series "Human Rights in the European Context" veranstaltet die Universität Wien eine Diskussion zum Thema&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;The Rights of Digital Citizens. Facebook, Google and Cyber Crimes: New Challenges to EU Fundamental Rights in the Digital Era&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;am Mittwoch, dem 19.01.2011&amp;nbsp;um 19:00 Uhr&lt;/blockquote&gt;Bei der Veranstaltung diskutieren Peter Hustinx (Datenschutzbeauftragter der EU), &lt;br /&gt;Hannes Tretter (Datenschutzexperte, Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Menschenrechte, Stv. Vorsitzender des Verwaltungsrats der EU Agentur für Grundrechte) und &lt;br /&gt;Waltraut Kotschy (Datenschutzexpertin, ehem. Leiterin der österreichischen Datenschutzkommission, Projektleiterin des TWINNING Projekts zum Aufbau einer Datenschutzbehörde in Montenegro); &lt;br /&gt;moderiert wird die Diskussion von Sonja Bettel (ORF). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Veranstaltung findet auf englisch statt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anmeldungen bitte an &lt;a href="mailto:publiclecture.human-rights@univie.ac.at"&gt;publiclecture.human-rights@univie.ac.at&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Österreichische Akademie der Wissenschaften&lt;br /&gt;Theatersaal&lt;br /&gt;Sonnenfelsgasse 19&lt;br /&gt;1010 Wien &lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-20075059574358554?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://human-rights.univie.ac.at/veranstaltungsreihen/public-lecture-series/' title='Bürgerrechte in der digitalen Aera'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/20075059574358554/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=20075059574358554&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/20075059574358554'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/20075059574358554'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2011/01/burgerrechte-in-der-digitalen-aera.html' title='Bürgerrechte in der digitalen Aera'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6691197086452424169</id><published>2010-12-07T11:58:00.013+01:00</published><updated>2010-12-09T16:28:44.048+01:00</updated><title type='text'>Leben und Arbeiten 2.0</title><content type='html'>Anfangs gab es Wikipedia - mit bislang Millionen von Nutzern weltweit, in allen Sprachen -&amp;nbsp;dann Facebook, Wikis, Blogs, Open Source Tools, Twitter, RSS-Feeds, ... die eine Parallelwelt zum Netz der Institutionen und Firmen bildeten. Die Parallelwelt scheint aber zur Hauptsache zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man konnte sie eine Zeit lang als uninteressanten Nebeneffekt ignorieren und die Beteiligten als schrullige Nerds abtun, die mit der Zeit dazu erzogen werden konnten, sich an Regeln zu halten, die von einem sich heraus(zu)bildenden i-government, einer Welt-Internet-Regierung, erlassen werden würden -&amp;gt; s. a. &lt;a href="http://www.intgovforum.org/cms/aboutigf"&gt;Internet Governance Forum &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;Seit einiger Zeit lässt sich das Web 2.0 aber nicht mehr ignorieren und abtun, im Gegenteil: es ist im Mainstream angekommen. Überall bewegt sich praktisch jede/r darin. Kaum ist mehr die&amp;nbsp;&lt;span style="mso-ansi-language: DE; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: DE;"&gt;Rede von Sucht-, Gefahren- oder Krankheits-Potential für &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Jugendliche, eher Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes gelangen ins aktuelle Interesse. Die Frage, ob überhaupt jemand das Web 2.0 braucht, hat sich erledigt &lt;/span&gt;– selbstverständlich muss jede/r drin sein – die Frage ist nur, wie und in welchem Umfang.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tim O’Reilly (1) hat 2005 im Vergleich zum Web 1.0 einige Beispiele für die Parallelwelt des Web 2.0 gegeben: &lt;a href="http://oreilly.com/web2/archive/what-is-web-20.html"&gt;What is Web 2.0&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Web 1.0&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Web 2.0&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;DoubleClick&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Google AdSense &lt;br /&gt;Ofoto&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Flickr&lt;br /&gt;Akamai&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;BitTorrent&lt;br /&gt;mp3.com&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Napster&lt;br /&gt;Britannica Online&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Wikipedia&lt;br /&gt;personal websites&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;blogging&lt;br /&gt;evite&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;upcoming.org and EVDB&lt;br /&gt;domain name speculation&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;search engine optimization&lt;br /&gt;page views&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; cost per click&lt;br /&gt;screen scraping&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;web services&lt;br /&gt;publishing&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;participation&lt;br /&gt;content management systems&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;wikis&lt;br /&gt;directories (taxonomy)&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;tagging ("folksonomy")&lt;br /&gt;stickiness&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;--&amp;gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;syndication&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;und formulierte einige Prinzipien zum &lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;freien Arbeiten im Freien Netz&lt;/b&gt;:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• strategische Nutzung des Netzes als Plattform&lt;br /&gt;• ich kontrolliere meine eigenen Daten als Basis und nutze die der anderen als Ressource&lt;br /&gt;• Service-Pakete statt kommerzielle Software-Produkte&lt;br /&gt;• Architektur der Partizipation - Nutzung der kollektiven Intelligenz&lt;br /&gt;• kosteneffektive Skalierbarkeit der Programme (Erweiterbarkeit)&lt;br /&gt;• Daten sind remixable! – also untereinander kombinierbare und transformierbare Quelldaten und Datenquellen&lt;br /&gt;• einfache Bereitstellung von Daten aus verschiedenen Quellen durch Kommunikation von verschiedenen Programmen und Prozessen über http-Schnittstellen&lt;br /&gt;• Integration aller mobilen Endgeräte (Handy, ...)&lt;br /&gt;• einfache interaktive Benutzerführung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das soziale Netz ist immersiv – seine Teilnehmer tauchen darin ein: es ist interaktiv, es ist emanzipatorisch, demokratisch. Der ungeschriebene Hauptsatz seiner Ethik ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;- Kompetenz und Eigen- Verantwortung versus Paternalismus –&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;nämlich die informelle (freier Zugang zu freien Inhalten), informationelle (was ich an Information freigebe) und kommunikative Selbstbestimmung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Das Web 2.0 ist in der Bibliothek angekommen. &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Aus dem „Archiv der Aufklärung“, von der der Hüterin und Wächterin, Zuteilerin von Wissen wird die Bibliothek selbst zum sozialen Netzwerk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Berufsbild Bibliothekar_in ändert sich, sie/er wird Vermittler/in von Information, technischen Fertigkeiten, Bewerter_in von Information.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Die Bibliothek 2.0 ist nutzerorientiert und nutzerbetrieben. &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Das Gefälle zwischen wissendem Bibliothekar zum suchenden und ratlosen, auf Hilfe angewiesenem Leser verschwindet, die Kommunikation ist egalitär, beide lernen voneinander und erarbeiten Fragen und Lösungen gemeinsam – es geht von der "read only" Kultur in die Richtung einer neuen "read/write" multimedialen Kultur des Austauschs und cultural remix (des Neu-Zusammenmischens, der Wiederaufbereitung).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;Das Soziale Web ist die neue Öffentlichkeit&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Öffentlichkeit kann gesehen werden als Umschlagplatz gesellschaftlicher Erfahrung (nach &lt;a href="http://carta.info/34778/oeffentlichkeit-demokratie-oskar-negt-und-das-autonome-selbst-im-informationsnetz/"&gt;Negt&lt;/a&gt;), im Vergleich zu Gegenöffentlichkeit (&lt;a href="http://www.linksnet.de/de/autorin/Spehr_Christoph"&gt;Spehr &lt;/a&gt;)(2), als zu schaffender Raum demokratischer Kommunikationsbedingungen (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas#Strukturwandel_der_.C3.96ffentlichkeit"&gt;Habermas&lt;/a&gt;) (3) oder als von Medien erzeugter Raum (Luhmann) ( 4). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie spiegelt / verfälscht jedenfalls bestehende Machtverhältnisse und unterliegt historischem Wandel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die "public sphere" in der Gegenwart ausmacht, wie sie funktioniert, ist jedenfalls höchst vielfältig:&lt;br /&gt;Die neue vernetzte "public sphere" wird modelliert, designed: ..."sie ist aber nicht aus bestimmten Werkzeugen gemacht, sondern entsteht durch soziale Praktiken, die durch diese Werkzeuge ermöglicht werden" (Benkler 2006) ( 5)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neue Kultur ist konnexionistisch – sie funktioniert wie ein neurales Netzwerk mit flachen Verzweigungen und Schnittstellen, sie hat eine offene dynamische Struktur – d.h. sie verändert sich laufend, indem sie sich entwickelt und Inhalte und Prozesse integriert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Teilnehmer_innen sind prinzipiell gleich – sie haben die selben Chancen und selbst, wenn sie sich sehr passiv oder spezialisiert verhalten, haben ihre wenigen Meldungen doch noch mehr Chance von denen wahrgenommen zu werden, die genau in den Raster der Spezialisierung fallen – als außerhalb des Netzwerks. (s. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Long_Tail"&gt;long tail – short tail distribution&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neuen Held_innen dieser Kultur sind mobil, polyvalent, flexibel, globalisiert, wach, aufmerksam, multi-tasking, schnell reagierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso wie der Begriff Öffentlichkeit sich neu definiert, erlebt auch der Begriff der Persönlichkeit, "Charakter",&amp;nbsp;"Ich" im Social Web neue Dimensionen von "Identitätsmanagement" - Ich-findungen, Ich-konstruktionen, modeling und design in lebenslangen Prozessen der Identitätspolitik. Man managt Ich-Projekte und betreibt Beziehungsmanagement – schafft sich seine persönliche Öffentlichkeit -&lt;br /&gt;es entstehen also nicht nur viele fragmentierte Öffentlichkeiten, sondern auch mehrere Aspekte einer Identität, mehrere Ichs eines "Akteurs" oder users – je nachdem in welchem Fragment des Web 2.0 oder des realen Lebens sich der Mensch betätigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;strong&gt;ARBEIT 2.0&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht lange her, vielleicht 30, 40 Jahre, dass Arbeit in festen, meist lebenslangen Arbeitsverhältnissen stattgefunden hat. Wohl entfremdet durch arbeitsteilige Organisation, hierarchisch geordnet –&amp;nbsp;als Preis für soziale Sicherheit, Kontinuität, Vorhersehbarkeit und garantierte Freiräume im Privaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neue Arbeit findet innerhalb der elektronischen Dienstleistungsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Informationsgesellschaft statt – jedenfalls haben sich die wirtschaftlichen Aspekte der Industrie-Gesellschaften von der Produktion weg auf Dienstleistungen und deren Vermittlung verlagert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unternehmen und Institutionen entdecken die Vorteile des Social Web, das ab nun gar nicht mehr so sozial erscheint, für sich. &lt;br /&gt;Interne Netze also interaktive Intranets entstehen bzw. werden installiert und sollen die Kommunikation erleichtern, die kollektive Intelligenz akkumulieren, Spielwiese für Ideen und Spaß am Arbeitsplatz sein und - vielleicht - ganz nebenbei zusätzliche&amp;nbsp;Mitarbeiter-Informationen liefern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibliothek, seit den Zeiten der Aufklärung dem öffentlichen Raum zugerechnet, als Wirtschaftsfaktor bisher eher nur Kostenverursacher, wird nun wirtschaftlicher Akteur: sie&amp;nbsp;hat zu verwertende (digitalisierbare und zu vervielfältigende) Produkte anzubieten, so wie sie auch Anbieter von Dienstleistungen wird – und zugleich Objekt und Subjekt ist in Bezug auf Information und Kommunikation:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• als Objekt des Verlangens nach Informationsträgern bzw. NutzerInnen-Daten &lt;br /&gt;• als Nutzerin und Erfinderin bzw. Mitentwicklerin von Suchmaschinen und Data mining ("&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Knowledge_Discovery_in_Databases"&gt;Knowledge Discovery in Databases“)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;• als Subjekt wird sie Internet-Provider – Anbieterin digitaler Objekte und Dienste,&amp;nbsp;Verwerterin von&amp;nbsp;Inhalten oder technischen Leistungen, die für die Nutzung oder den Betrieb von Inhalten und Diensten im Internet erforderlich sind &lt;br /&gt;• überwachendes Subjekt ist sie durch die Entlehnsysteme, Mediensicherung, Videoüberwachung, Filtern von Websites, …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die grundlegende Änderung des Berufsbildes der Bibliothekar_innen hat innerhalb der letzten 20 Jahre stattgefunden. Sie geht schnell vor sich, ist tiefgreifend und lässt keine Wahl. Schon gar nicht Zeit und Kompetenzerarbeitung, um die Änderungen kritisch mitzuvollziehen bzw. Einfluss zu nehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Wunder, dass die Beglückung durch immer wieder neue Tools und Software-Versionen, die die letzten Freiräume persönlicher Wahlmöglichkeiten am Arbeitsplatz noch mehr einschränken, enden wollend ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die jeweiligen Intranets in Bibliotheken, die das Bedürfnis sowohl nach interner Kommunikation als auch privater Neben-Betätigung in sozialen Netzen auffangen und befriedigen sollen, wird trotz einiger gepriesener Eigenschaften des Web 2.0 nicht in dem Ausmaß freudig begrüßt und genutzt, wie vorgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt da einige Punkte, die dabei eine Rolle spielen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Content Management System CMS, das samt Installation und Service gekauft wird, verlangt eine Ausschreibung mit Eckpunkten, die in der Realität wohl eher vom Auftraggeber als von den Mitarbeiter_innen bestimmt werden. Wer bezahlt, bestimmt, und über Nutzungs-Modalitäten und Bedürfnisse wird spekuliert, ohne die Betroffenen einzubeziehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das System wird also etabliert, es gibt Einschulungen und Aufforderungen an die Mitarbeiter, das Intranet und seine Angebote interaktiv zu nutzen. Vielleicht verschwinden auch die Instrumente der internen Kommunikation, die bisher in Gebrauch waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Intranet wird demnach als vorgegeben, als verordnet erlebt und die wesentlichen Eigenschaften des Web 2.0, die die Teilnahme so interessant machen – Egalität in der Kommunikation, Eigenverantwortung, Selbstkompetenz – werden hier vermisst. Noch vielmehr, wenn die Nutzung mit Barrieren wie Zugangscodes, hierarchischen Berechtigungspyramiden und der Notwendigkeit aufwendiger Schulungen verbunden ist und gemessen am Zeit und Energie-Aufwand wenig Benefit (für die Nutzer_innen) zu erkennen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank den Vortragenden der Brainpoolkurse&lt;br /&gt;"Recherche im Web 2.0" – Mark Buzinkay - am 9.11.2010&lt;br /&gt;und&lt;br /&gt;"Aktuelle Fragen der Informationsethik" – Fritz Betz - am 22.11.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1) sehr aktiver Softwareentwickler im Bereich freier Software und maßgeblich an der Entwicklung der Skriptsprache Perl beteiligt. 1975 schloss er sein Studium der Klassischen Altertumswissenschaften mit summa cum laude an der Harvard University ab. O’Reilly ist ebenfalls Autor mehrerer Bücher, die er in seinem eigenen Verlag vertreibt. Mit seinem Artikel über das Web 2.0 trug er maßgeblich zur Popularisierung dieses Schlagwortes bei (Zitat: Wikipedia) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2) Gegenöffentlichkeit entsteht, wo die festgesetzten, ungeschriebenen oder faktischen Regeln herrschender Öffentlichkeit überschritten werden, um sagbar zu machen, was in der herrschenden Öffentlichkeit nicht sagbar ist, oder was dort &amp;gt;durch die Form ..., was die Verwendbarkeit betrifft, neutralisiert&amp;lt; ist (Brecht 1926, 20) – Christoph Spehr: Entwicklung und Bedeutung des Begriffs "Gegenöffentlichkeit"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3) Um die kritische Funktion von Öffentlichkeit in der Gegenwart wieder herzustellen, müssen „die in der politischen Öffentlichkeit agierenden Mächte dem demokratischen Öffentlichkeitsgebot effektiv unterworfen werden“ (Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 339–342.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(4) Dabei versteht Luhmann Öffentlichkeit weiter als selbstreferentielles System mit "Spiegelfunktion". Die öffentliche Meinung ist ein Spiegel, bei dem es darum geht, zu beobachten, wie der Beobachter selbst und andere in der Öffentlichkeit abgebildet werden. (&lt;a href="http://www.kontexte-agentur.de/text_pr/oeffentlichkeit.html"&gt;Kontexte)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(5) "The Wealth of Networks - How Social Production Transforms Markets and Freedom" - Yochai Benkler&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6691197086452424169?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Software' title='Leben und Arbeiten 2.0'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6691197086452424169/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6691197086452424169&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6691197086452424169'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6691197086452424169'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/12/leben-und-arbeiten-20.html' title='Leben und Arbeiten 2.0'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-8397356978986446217</id><published>2010-07-07T16:02:00.000+02:00</published><updated>2010-07-07T16:02:02.145+02:00</updated><title type='text'>Bibliothek 2.0-Stammtisch</title><content type='html'>Der erste Wiener Bibliothek 2.0-Stammtisch soll der Vernetzung der Community von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren dienen, die an diesen neuen Technologien interessiert sind. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch, was funktioniert, wo es Schwierigkeiten gibt oder auch nur welche Tools wie eingesetzt werden. Unser Vorbild ist der erfolgreiche &lt;a href="http://www.bibliothek2null.de/2007/06/20/berliner-bibliothek-20-stammtisch-voller-erfolg/"&gt;Berliner Bibliothek 2.0-Stammtisch&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;Übrigens: WM gilt nicht als Ausrede, dieser Tag ist – extra für uns – matchfrei!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ort und Zeit: &lt;a href="http://www.hollerei.at/kontakt"&gt;Hollerei,&lt;/a&gt; Hollergasse 9, 1150 Wien, Donnerstag, 8. Juli, 19 – ca. 22 Uhr (erreichbar mit U4 Schönbrunn bzw. 57A Hollergasse)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte um Anmeldung bei &lt;a href="mailto:patrick.danowski@gmail.com"&gt;Patrick Danowski&lt;/a&gt; oder &lt;a href="mailto:monika.bargmann@gmail.com"&gt;Monika Bargmann&lt;/a&gt;, um das Lokal nicht in die eine oder andere Richtung völlig zu überraschen (“vielleicht” ist auch okay)! Anmeldung auch über Facebook auf &lt;a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=133890376631390"&gt;http://www.facebook.com/event.php?eid=133890376631390&lt;/a&gt; &amp;nbsp;- als Kommentar im VÖB-Blog &lt;a href="http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6869"&gt;http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6869&lt;/a&gt; - oder sonstigen Web 2.0-Tools&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-8397356978986446217?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6869' title='Bibliothek 2.0-Stammtisch'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/8397356978986446217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=8397356978986446217&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8397356978986446217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8397356978986446217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/07/bibliothek-20-stammtisch.html' title='Bibliothek 2.0-Stammtisch'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6265109364398865037</id><published>2010-07-03T12:26:00.001+02:00</published><updated>2010-07-03T12:27:50.494+02:00</updated><title type='text'>Zeit für ein neues Urheberrecht</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;strong&gt;"Ein Zeitalter ist weniger gekennzeichnet durch Ideen, die erörtert werden, als vielmehr durch Ideen, die stillschweigend als selbstverständlich vorausgesetzt werden." Das sagt der US-Schriftsteller Jonathan Lethem und er meint damit das Urheberrecht. Im Band Copy.Right.Now! der Heinrich-Böll-Stiftung fordern Lethem und andere Autoren ein neues Urheberrecht für das 21. Jahrhundert.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Das Thema Urheberrecht gewinnt wieder an Brisanz: 39 Staaten haben im April den Entwurf eines 'Anti-Counterfeiting Trade Agreement' &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement"&gt;(ACTA)&lt;/a&gt; vorgelegt. Das Abkommen soll nach Angaben der Verfasser "Urheberrechte, Warenzeichen, industrielles Design und Patente" schützen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Und zwar mit einem ganzen Katalog von Sanktionen. Wer sich geschädigt fühlt, soll nach dem Entwurf hohe Strafen und Kompensationen für entgangene Umsätze fordern dürfen. Bestraft werden auch alle, die Mittel für die Verletzung der Urheberrechte und Patente zur Verfügung stellen. Von Internet Service Providern wird verlangt, Raubkopien nicht zu verbreiten, sonst sind sie für Schäden haftbar. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Für die Copy.Right.Now!-Autoren ist ACTA ein Sympton dafür, dass die Entwicklung des Urheberrechts derzeit nur einen Fokus hat: Die Bekämpfung von "Piraterie" im Interesse der Verwerter, der Film- und Musikindustrie, von Software-Unternehmen und Verlagen. Die Industrie wolle das Urheberrecht so erweitern, dass es ihr helfe, die Informationsgüter so lange wie möglich zu kontrollieren, um sie als knappe Güter an private Konsumenten zu verkaufen, heißt es im Vorwort von Dr. Andreas Poltermann, Leiter der Abteilung 'Politische Bildung Inland' der Heinrich-Böll-Stiftung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Dabei komme es jedoch darauf an, das Urheberrecht grundlegend zu reformieren. "Wenn … nur ACTA vorangetrieben wird, nicht aber die Frage nach dem Urheberrecht in der Informationsgesellschaft von Grund auf bearbeitet und über notwendige Anpassungen nachgedacht wird, nutzt das den Kreativen vermutlich wenig", schreibt die Journalistin Monika Ermert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Damit, das "Urheberrecht in der Informationsgesellschaft von Grund zu bearbeiten", befasst sich vor allem der Beitrag 'Den gordischen Knoten durchschlagen – Ideen für ein neues Urheberrechtskonzept' von Dr. Till Kreutzer. Kreutzer fordert eine "grundsätzliche Debatte über Regelungsalternativen zum heutigen System, die auch vor der Überprüfung wesentlicher Prinzipien des Urheberrechts nicht haltmacht." &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;&lt;a href="http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41532862-2,00/das+waere+das+bessere+urheberrecht.htm"&gt;&lt;strong&gt;weiterlesen ---&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;&lt;a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/mitarbeiter/dr-till-kreutzer"&gt;Dr. Till Kreutzer&lt;/a&gt; - Literaturhinweise:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;„Reform des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft - Bildungsfreundliches Urheberrecht durch Zweiten und/oder Dritten Korb?“, Vortrag von T. Kreutzer bei der Campus Innovation am 21. November 2008 in Hamburg.&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;„Copyright in the Digital Domain“, Workshop von T. Kreutzer beim Club Transmediale am 28. Januar 2009 in Berlin. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;„Urheberrecht und digitale Archivierung – Ein Spannungsfeld im Überblick“, Vortrag von T. Kreutzer beim Symposium "Zwischen technischem Können und rechtlichem Dürfen” der Deutschen Kinemathek, am 11. September 2008 in Berlin. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;„Open Source und Urheberrecht – wer beeinflusst wen?“, Vortrag von T. Kreutzer beim 8. @kit-Kongress: „IT-Compliance – IT und öffentliche Sicherheit – Open Source“ am 30. Mai 2008 in Berlin (Tagungsbericht). &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Google Book Search - und zukünftige Geschäftsmodelle für Autoren und Verlage“, Vortrag von T. Kreutzer beim „Branchenhearing Buchmarkt“ des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ am 25. Februar 2008 in Frankfurt/Main (zusammen mit M. Spielkamp). &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6265109364398865037?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.silicon.de/cio/b2b/0,39038988,41532862,00/das+waere+das+bessere+urheberrecht.htm' title='Zeit für ein neues Urheberrecht'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6265109364398865037/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6265109364398865037&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6265109364398865037'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6265109364398865037'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/07/zeit-fur-ein-neues-urheberrecht.html' title='Zeit für ein neues Urheberrecht'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5759477596246389380</id><published>2010-07-03T10:43:00.000+02:00</published><updated>2010-07-03T10:43:50.771+02:00</updated><title type='text'>Geistiges Eigentum: Das Micky-Maus-Monopoly</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;Zur Person:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;James Boyle unterrichtet an der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina Rechtswissenschaft. Er ist Mitbegründer der Creative Commons und Science Commons, beides Plattformen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Informationen, Daten und Wissen im Netz benutzbar und möglichst vielen zugänglich zu machen. James Boyle setzt sich mit Urheberrechten, geistigem Eigentum und Software-Patenten auseinander.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: x-small;"&gt;&lt;a href="http://www.law.duke.edu/boylesite/"&gt;Die Website von James Boyle&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana; font-size: x-small;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Während Unterhändler aus USA und EU im Rahmen der Verhandlungen über das Anti-Piraterie-Abkommen (ACTA) strengere Bestimmungen zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte fordern, werden zunehmend Stimmen laut, die das bestehende Copyright auf den Prüfstand hieven wollen. Eine davon gehört dem US-Juristen James Boyle. Er wirft den Copyright-Verschärfern die Unterstützung monopolistischer Strukturen vor.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana; font-size: x-small;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Boyle machte vor einiger Zeit in Wien auf sich aufmerksam, als er bei einer Veranstaltung der Information Retrieval Facility (IRF) behauptete: "Wissenschaftsvermittlung im Netz funktioniert nicht." Das Netz arbeite nicht mehr für die Wissenschaft, sondern sei nur noch eine Plattform für kommerzielle Aktivitäten. Seiner Ansicht nach prägen Missverständnisse, Paradoxien und überholte Konzepte die Diskussion über geistiges Eigentum im Netz.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/Boyle%20machte%20vor%20einiger%20Zeit%20in%20Wien%20auf%20sich%20aufmerksam,%20als%20er%20bei%20einer%20Veranstaltung%20der%20Information%20Retrieval%20Facility%20(IRF)%20behauptete:%20%22Wissenschaftsvermittlung%20im%20Netz%20funktioniert%20nicht.%22%20Das%20Netz%20arbeite%20nicht%20mehr%20für%20die%20Wissenschaft,%20sondern%20sei%20nur%20noch%20eine%20Plattform%20für%20kommerzielle%20Aktivitäten.%20Seiner%20Ansicht%20nach%20prägen%20Missverständnisse,%20Paradoxien%20und%20überholte%20Konzepte%20die%20Diskussion%20über%20geistiges%20Eigentum%20im%20Netz."&gt;&lt;strong&gt;Weiterlesen ---&amp;gt;&amp;gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5759477596246389380?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://futurezone.orf.at/stories/1651339/' title='Geistiges Eigentum: Das Micky-Maus-Monopoly'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5759477596246389380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5759477596246389380&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5759477596246389380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5759477596246389380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/07/geistiges-eigentum-das-micky-maus.html' title='Geistiges Eigentum: Das Micky-Maus-Monopoly'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3885723051662985677</id><published>2010-04-07T17:58:00.002+02:00</published><updated>2010-04-07T18:07:47.283+02:00</updated><title type='text'>Treffen AG Informationsethik – ASI, Austrian Standards Institute</title><content type='html'>Am Dienstag - 30.3.10 - Treffen von Eva Kumar (ÖNB) mit Frau Seitl (Österr. Normungsinstitut – Austrian Standards Institute) auf Vorschlag von Frau Seitl an die VÖB-AG Informationsethik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Normungsinstitut ist ein gemeinnütziger privater Verein, nicht gewinnorientiert, - eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bietet die unparteiische Plattform für die Schaffung von Normen und Regelwerken an&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es agiert innerhalb des gesetzlicher Rahmens des Normengesetzes 1971&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuständig für das Bibliothekswesen in Österreich ist das „Komitee 069“.&lt;br /&gt;In diesem Komitee sind einige Bibliotheken Österreichs – nicht alle - durch einzelne Mitglieder vertreten – die ÖNB z.B. durch Frau Mag. B. Kann.&lt;br /&gt;Sitzungen finden jedes Quartal mindestens einmal statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es werden formale oder themenspezifische Merkmale genormt, z.B. Bibliothekskürzel, Länderzeichen, Währungscodes, ISBN, bzw. ISSN, Zitierregeln…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Es könnte auch eine Norm für Ethik im Bibliothekswesen geben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Das Verfahren für die Entwicklung einer Norm:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;----&gt; ON-Regel –&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;ON-Regeln sind rasch verfügbare normative Dokumente, die in ihrem Entwicklungsprozess nicht alle Anforderungen an eine "klassische" Norm erfüllen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf europäischer und internationaler Ebene haben sich "Workshop Agreements" (CEN, ISO) und "Publicly Available Specifications" (ISO) etabliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Austrian Standards Institute bietet für diese Form des Konsensmanagements die ON-Regel, kurz ONR, als Lösung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine ONR bietet sich an,&lt;br /&gt;-&gt; wenn der Stand einer neuen, sich schnell verändernden Entwicklung dokumentiert werden soll und/oder&lt;br /&gt;-&gt; wenn die Lösung eines Problems rasch verfügbar sein soll und dabei die Einhaltung aller Grundprinzipien der Normung nicht erforderlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.as-institute.at/development/normen-entwickeln/loesungen-bieten/on-regel/wie-entsteht-eine-onr/"&gt;Entstehung einer ONR&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Möglich wäre also die Erstellung einer „ON-Regel“ für Informationsethik. Dieses Verfahren ist auch von außerhalb des Gremiums möglich, sobald sich mindestens 2 Beteiligte finden und ein Konzept innerhalb eines Workshops entwickeln. Das Konzept für die Regel muss allerdings vom zuständigen Gremium genehmigt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;----&gt; Norm -&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Entwicklung einer nationalen ÖNORM&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Antrag, eine neue ÖNORM zu entwickeln oder eine bestehende Norm zu überarbeiten, kann jede Person - unter Nennung von Gründen - stellen.&lt;br /&gt;Gibt es zu dem Themenbereich ein &lt;a title="Opens internal link in current window" href="http://www.as-institute.at/development/normen-entwickeln/normungsgremien/" target="_self"&gt;Komitee&lt;/a&gt; (Im Fall einer Bibliotheksnorm das Komitee 069) bei Austrian Standards Institute, so übernimmt dieses die Aufgabe, gemeinsam mit dem Antragsteller den Vorschlag für die Neuentwicklung / Überarbeitung zu bewerten. Sobald das Komitee den Vorschlag zur nationalen Entwicklung einer ÖNORM angenommen hat, werden Öffentlichkeit und mögliche konkrete &lt;a title="Opens internal link in current window" href="http://www.as-institute.at/development/normen-anwenden/normen-wozu/wer-macht-normen/" target="_self"&gt;Interessenten&lt;/a&gt; über das &lt;a title="Opens internal link in current window" href="http://www.as-institute.at/development/normen-entwickeln/norm-projekte/" target="_self"&gt;Norm-Projekt&lt;/a&gt; und die Möglichkeit zur &lt;a title="Opens internal link in current window" href="http://www.as-institute.at/development/normen-entwickeln/teilnehmen/experte-werden/" target="_self"&gt;Mitarbeit&lt;/a&gt; informiert. Außerdem wird das Projekt gegenüber den anderen &lt;a title="Opens internal link in current window" href="http://www.as-institute.at/themencenter/glossar/cen/" target="_self"&gt;CEN&lt;/a&gt;-Mitgliedern (Comité Européen de Normalisation) gemeldet ("notifiziert").&lt;br /&gt;Eine verbindliche Norm kann also nur innerhalb des Komitees 069 (Bibliothekswesen) erarbeitet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein informelles Treffen der Arbeits-Gruppe Informationsethik, um diese Fragen im Rahmen eines Workshops zu besprechen, wäre im Institut möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mitgliedschaft im Gremium als Delegierte(r) einer Bibliothek ist mit der einmaligen Zahlung eines Mitgliedbeitrags von 420 € möglich.&lt;br /&gt;Im Vorfeld wäre eine einmalige kostenlose Teilnahme als Gast bei einer Sitzung des Komitees, um Einblick in dessen Arbeit zu gewinnen, anzuraten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3885723051662985677?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.as-institute.at/' title='Treffen AG Informationsethik – ASI, Austrian Standards Institute'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3885723051662985677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3885723051662985677&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3885723051662985677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3885723051662985677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/04/treffen-ag-informationsethik-asi.html' title='Treffen AG Informationsethik – ASI, Austrian Standards Institute'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3570716229596957898</id><published>2010-04-07T16:29:00.005+02:00</published><updated>2010-04-07T17:45:06.051+02:00</updated><title type='text'>Open Access Informationstag</title><content type='html'>25. März 2010 an der Universität Wien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Organisation durch:&lt;br /&gt;• &lt;a href="http://openaccess.univie.ac.at/service1/"&gt;Open Access Team der Universität Wien &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;• &lt;a href="http://www.qs.univie.ac.at/"&gt;Qualitätssicherung der Universität Wien &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;• &lt;a href="http://bibliometrie.univie.ac.at/"&gt;Team Bibliometrie der UB Wien &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;• &lt;a href="http://www.firmenabc.at/informatio-consultatio-eu_EFBZ"&gt;Informatio &amp;amp; Consultatio e.U.&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorträge:&lt;br /&gt;Paul Ayris – UCL, University College London&lt;br /&gt;Alma Swan – University of Southampton School of Electronics &amp;amp; Computer Science&lt;br /&gt;Tim Brody – University of Southampton&lt;br /&gt;Inge van Nieuwerburgh – Gent University&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Podiumsdiskussion: Open Access - Quo vadis Austria:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter Michor – Fak. für Mathematik, Univ. Wien&lt;br /&gt;Günter Mühlberger – &lt;a href="http://www.reko.ac.at/"&gt;uniko&lt;/a&gt;, Forum Forschung&lt;br /&gt;Michael Nentwich – ÖAW&lt;br /&gt;Falk Reckling - &lt;a href="http://www.fwf.ac.at/"&gt;FWF &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Maria Seissl – UB Wien&lt;br /&gt;Peter Seitz – BMWF&lt;br /&gt;Mod.: Christian Gumpenberger&lt;br /&gt;_________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Open Access (englisch offener Zugang) wird der freie Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet bezeichnet. Ein wissenschaftliches Dokument unter Open-Access-Bedingungen zu publizieren gibt jedermann die Erlaubnis, dieses Dokument lesen, herunterladen, speichern, es verlinken, drucken und damit entgeltfrei nutzen zu können. Darüber hinaus können über Freie Lizenzen den Nutzern weitere Nutzungsrechte eingeräumt werden, welche die freie Nach- und Weiternutzung, Vervielfältigung, Verbreitung oder auch Veränderung der Dokumente ermöglichen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;2003 Berlin:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/berlindeclaration.html"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://oa.mpg.de/openaccess-berlin/Berliner_Erklaerung_dt_Version_07-2006.pdf"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Berliner Erklärung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;a href="http://www.dart-europe.eu/basic-search.php"&gt;&lt;br /&gt;DART&lt;/a&gt; ist das europäische Portal für eletronische Volltexte von Hochschulschriften&lt;br /&gt;es enthält bereits Schriften von 233 Universitäten aus 16 Ländern (– Österreich ist nicht dabei -)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Plattform existiert schon seit einigen Jahren basierend auf der freien Kommunikation von Akademikern untereinander und diese erleichternd. Freiwilligkeit ist Voraussetzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der offene Zugang zu wissenschaftlichen Texten ist nicht nur für Universitäten interessant, sondern auch für Institutionen außerhalb Europas und für Forscher an nichtuniversitären Einrichtungen – z.B. Wirtschaftsforscher an Zentralbanken ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dart-europe.eu/basic-search.php"&gt;DART&lt;/a&gt; wird gefüllt mit Texten, die mit Links zu: Current Research Information System -&lt;a href="http://cwf.uvm.edu/cris/aboutus.html"&gt;CRIS&lt;/a&gt; verweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zahl der downloads 2009: 305.462&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;strong&gt;Was ist ein Repositorium?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;es ist ein Verwalteter Ort zur Aufbewahrung von geordneten Dokumenten,&lt;br /&gt;die öffentlich und allgemein zugänglich sind. Das digitale Repositorium dient der&lt;br /&gt;Speicherung von Daten und Dokumenten in EDV und Internet&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;Es gibt in ganz Europa bereits mehrere Repositorien für&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Zeitschriftenartikel&lt;br /&gt;Dissertationen u.a. Hochschulschriften&lt;br /&gt;Graue&lt;br /&gt;Literatur&lt;br /&gt;Bücher und deren Inhalt&lt;br /&gt;Multimedia-Daten&lt;br /&gt;Verwaiste&lt;br /&gt;Publikationen&lt;br /&gt;Konferenzbeiträge&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="left"&gt;Open Access wird empfohlen und gefördert von &lt;a href="http://www.eua.be/about-eua/"&gt;EUA – European University Association&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.leru.org/"&gt;LERU - League of European Research Universities&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Haupt-Vorteil des Veröffentlichens von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten in Open Access Repositorien besteht in der Steigerung der Bekanntheit des Forschers, sowie seiner Institution durch den rapiden Anstieg der Zitierungen!&lt;br /&gt;Allein die Zahlen, die sich auf die Universität Wien beziehen, zeigen den großen Vorteil: &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Im Jahr 2009 hatte die Univ. Wien 4396 Veröffentlichungen und diese Veröffentlichungen wurden 4084 mal zitiert. Durch Open Access Publishing kann man eine Steigerung der Citations um 50% annehmen – also würde sich die Zahl auf 6130 erhöhen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;Keine Frage, dass sich die Bekanntheit, die positive Bewertung und der Marktwert von Forschern und Institutionen damit erhöht – was eine wesentliche Rolle für die Höhe des Budgets und den Erhalt von Fördermitteln spielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Open Access Repositories ermöglichen schnellen uneingeschränkten Zugang zu wissenschaftlicher (peer-reviewed) Literatur weltweit, unabhängige Kommunikation und Partnerschaften zwischen den Akademikern, sowie den Austausch ihrer Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch neben der (eben nicht mehr) hermetischen Kommunikation von Akademikern unter sich ermöglichen sie Bewahrung und Zugang zu Texten und anderen Dokumenten von frei Schaffenden und Forschenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;strong&gt;Die sieben Milleniumsprobleme der Mathematik&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Grigoriy Perelman, einem Mathematiker aus St. Petersburg, gelang es - wie letzte Woche auf dem Blog des Clay Mathematics Institute of Cambridge, Massachusetts (CMI) - verlautbart, das erste der 7 Millenium Prize Problems - (Poincaré Conjecture), die seit 2000 der Welt und ihren Mathematikern gestellt sind - zu lösen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Am 18.3.10 – also letzte Woche - wurde sein Beweis auf die Seite&lt;br /&gt;des Clay Institus gestellt und kann so von der kleinen weit zerstreuten Gemeinde&lt;br /&gt;der Mathematiker auf der ganzen Welt nachvollzogen werden. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Hier ist es offenbar, wie langsam und schwierig die Verbreitung der Neuigkeit&lt;br /&gt;auf dem bisher üblichen Weg, nämlich der Publikation in einer der wenigen – von&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;wenigen Verlagen monopolisierten teuren mathematischen Fachzeitschriften – vor&lt;br /&gt;sich gehen würde.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Repositorien – institutionell oder subjekt-basiert schaffen neue Aufgaben für Bibliothekspersonal:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;-&gt;Durch Hinweise auf das offene Publizieren und den offenen Zugang in und zu&lt;br /&gt;Repositorien Verbindungen zu anderen Forschern herstellen oder fördern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&gt;Hinweise auf Fach-Communities und Partnerschaften von Forschern und Akademikern&lt;/p&gt;&lt;p&gt;-&gt;Beratung betreffend IPR (Intellectual Property Rights)&lt;br /&gt;-&gt;Beratung betreffend Open Access und Rechtsprechung Gesamteuropa bzw. Mitgliedsstaaten&lt;br /&gt;-&gt;Welches ist das beste Repositorium für einen bestimmten Text eines bestimmten Fachs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&gt;Auskunft: Wer ist für die Wartung der Daten verantwortlich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&gt;Über die Vorteile des Teilen und Mitteilens von Informationen informieren, die Abneigung von Forschern gegen das Teilen von Daten überwinden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&gt;und vor allem:&lt;br /&gt;aus dem Würgegriff der Verlage zu befreien &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Seite zum Nachschlagen für das Selbst Publizieren, Copyright-check:&lt;br /&gt;Publisher copyright policies &amp;amp; self-archiving - &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.sherpa.ac.uk/romeo/"&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;strong&gt;Sherpa/Romeo&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Einige Repositorien:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.oasis-open.org/committees/tc_home.php?wg_abbrev=regrep"&gt;OASIS&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="hhttp://www.openscholarship.org/jcms/j_6/home"&gt;EOS&lt;br /&gt;EurOpenScholar&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://scholar.google.at/"&gt;Google&lt;br /&gt;Scholar&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.openaire.eu/"&gt;OpenAIRE&lt;/a&gt; - Kontakt in Österreich: &lt;a href="mailto:susanne.blumesberger@univie.ac.at"&gt;susanne.blumesberger@univie.ac.at&lt;/a&gt; &lt;a href="https://phaidra.univie.ac.at/"&gt;(PHAIDRA)&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Situation In Österreich:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Rektorenkonferenz (uniko) empfiehlt den Universitäten (in einem Papier von Januar 2010) die Errichtung von Repositorien und das elektronisches Publizieren und Archivieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zuge des Nachweises von akademischen Leistungen "Wissensbilanz" – von deren Ergebnis das zugeteilte Budget einer Universität abhängt, ist die Einrichtung eines Open Access Repositoriums anzuraten, denn die Daten dafür sind praktisch die Metadaten für die "Wissensbilanz".&lt;br /&gt;Angedacht wurde ein zentrales Repositorium für Österreich, gehostet von OBVSG&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der FWF verfolgt seit 2004 eine Open Access Strategie&lt;br /&gt;Die ÖAW verfügt über ein Repositorium &lt;a href="http://epub.oeaw.ac.at/"&gt;http://epub.oeaw.ac.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die UB Wien bietet ein Repositorium, hat ihre Ziele formuliert und bereitet eine Publikation darüber vor, sie verfügt über ein Open Access Team und bietet Beratung frei an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Gegen ein zentrales – nationales - Repositorium gibt es Bedenken, da Vielfalt und Redundanz in Hinsicht auf Sicherheit, Mehrfachkopien und Langzeitarchivierung Vorteile sind.&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;&lt;p&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Durch die Autonomie der Universitäten und Bibliotheken und die Tatsache, dass es keinen zentralen Geldgeber gibt, hinkt die Entwicklung in Österreich im Bereich Open Access und Teilnahme bei weltweiten Initiativen nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zitate der einzelnen Vortragenden und TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• "... make their learning and research more visible to the citizen"...&lt;br /&gt;• "free knowledge – free scholarship"&lt;br /&gt;• Aufgabe der Universitäten ist es, Wissen zu verbreiten und öffentlich zu machen&lt;br /&gt;• "Information muss frei sein!"&lt;br /&gt;• So können Leute wenigstens mehr über das herausfinden, worüber andere Leute gearbeitet haben&lt;br /&gt;• "Das Ziel ist nicht, öffentliche Gelder an die shareholder (Verlage ...) zu liefern, sondern damit Wissen - für alle frei zugänglich - zu generieren"&lt;br /&gt;• Monopolisierung von Wissen und Daten bei Verlegern führt zu hohen Preisen &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3570716229596957898?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://openaccess.univie.ac.at/' title='Open Access Informationstag'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3570716229596957898/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3570716229596957898&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3570716229596957898'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3570716229596957898'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/04/open-access-informationstag.html' title='Open Access Informationstag'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6706152352644335100</id><published>2010-03-05T15:45:00.003+01:00</published><updated>2010-03-05T15:57:57.448+01:00</updated><title type='text'>Welttag gegen Internetzensur</title><content type='html'>Vor wenigen Jahren wurde der Welttag gegen Internetzensur von Reporter ohne Grenzen ins Leben gerufen. Angesichts der immer weiter um sich greifenden Zensur- und Überwachungsmaßnahmen nimmt FsA dies zum Anlaß, aktuelle Themen zu Informationsfreiheit und Privatsphäre zu erörtern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Plattform &lt;a href="http://www.freiheit-statt-angst.org/"&gt;FsA (Freiheit statt Angst, Österreich)&lt;/a&gt; lädt zu folgendem Vortrag ein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;C. Czeczil:&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;           "Privatsphäre und Informationsfreiheit - Die Sicherung unserer digitalen Grundrechte"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Datum: 12.3.2010, Beginn 18.30 Uhr&lt;br /&gt;Ort: Metalab, Rathausstr. 6 (Souterrain), 1010 Wien&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Inhalt:&lt;br /&gt;Im Internet gehen Zensur und Überwachung Hand in Hand, weshalb der Vortragende sich zuerst mit Gefahren für Anonymität undPrivatsphäre beim Surfen beschäftigen wird. Hierbei werden die Probleme des Exhibitionismus a la Facebook und staatliche Kontrollmaßnahmen der Internetverbindungen sowie Zugangserschwernisse mittels DNS-Sperren genauso angesprochen wie die hierzu unterstützende sog. Vorratsdatenspeicherung (verdachtlose Verbindungsdatenaufzeichnung).&lt;br /&gt;Hernach werden Methoden aufgeführt, welche helfen können, einem Zensurwahn zu begegnen als auch Privatheit zu erhalten oder wieder zurück zugewinnen --- insbes. Proxy- und Verschlüsselungstechniken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freiheit statt Angst, Österreich&lt;br /&gt;info@freiheit-statt-angst.org&lt;br /&gt;http://www.freiheit-statt-angst.org&lt;br /&gt;Postfach 139&lt;br /&gt;1013 Wien&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6706152352644335100?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.reporter-ohne-grenzen.de/internet-freedom-day/welttag-gegen-internetzensur.html' title='Welttag gegen Internetzensur'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6706152352644335100/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6706152352644335100&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6706152352644335100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6706152352644335100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/03/welttag-gegen-internetzensur.html' title='Welttag gegen Internetzensur'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5372966172276623978</id><published>2010-03-02T14:01:00.002+01:00</published><updated>2010-03-02T14:10:56.270+01:00</updated><title type='text'>Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung</title><content type='html'>BRD:&lt;br /&gt;"Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen die Vorratsdatenspeicherung fordert der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung einen Stopp der flächendeckenden Überwachung in ganz Europa. "Die verdachtslose Erfassung vertraulicher Verbindungen und Bewegungen der gesamten Bevölkerung muss jetzt von der Politik schnellstens zurückgenommen werden", fordert Florian Altherr vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. "Die Bundesregierung kann bei einem entsprechenden Vorstoß auf die Unterstützung vieler Staaten wie Österreich, Schweden und Rumänien zählen, die sich der Vorratsdatenspeicherung bis heute verweigern."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auszug aus einem Artikel auf &lt;a href="http://www.heise.de/"&gt;Heise online &lt;/a&gt;vom 2. März 1010 anlässlich des Urteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe desselben Tages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----&gt; hier gehts &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Karlsruhe-kippt-Vorratsdatenspeicherung-2-Update-943695.html"&gt;weiter zum Artikel &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und nun will auch die EU wieder tätig werden:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-will-Pflicht-zur-Vorratsdatenspeicherung-neu-pruefen-942207.html"&gt;EU will Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung neu prüfen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Justizkommissarin Viviane Reding kündigt an, die zugrunde liegende EU-Richtlinie grundlegend zu überprüfen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Sie werde sich für das "richtige Gleichgewicht" zwischen der Terrorismusbekämpfung und der Achtung der Privatsphäre einsetzen und die Richtlinie "noch in diesem Jahr auf den Prüfstand stellen", so die neue Vizepräsidentin der EU-Kommission... ---&gt; &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-will-Pflicht-zur-Vorratsdatenspeicherung-neu-pruefen-942207.html"&gt;weiter&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5372966172276623978?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.heise.de/newsticker/meldung/Karlsruhe-kippt-Vorratsdatenspeicherung-2-Update-943695.html' title='Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5372966172276623978/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5372966172276623978&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5372966172276623978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5372966172276623978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/03/karlsruhe-kippt-vorratsdatenspeicherung.html' title='Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-853644434871974631</id><published>2010-03-02T13:55:00.003+01:00</published><updated>2010-03-02T14:00:55.718+01:00</updated><title type='text'>BRD: Richter stoppen Vorratsdatenspeicherung</title><content type='html'>BRD: Die Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen die Verfassung, ist aber nicht generell unzulässig. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden. Die Speicherung ist nur unter strengen verfassungsrechtlichen Anforderungen zulässig, die bisher gespeicherten Daten müssen unverzüglich gelöscht werden. ---&gt; hier gehts weiter, zu einem Artikel auf &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html"&gt;FAZ.net &lt;/a&gt;von Reinhard Müller: &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE7C259587FE84E7386196C3E7FECBC02~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt;Richter stoppen Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-853644434871974631?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE7C259587FE84E7386196C3E7FECBC02~ATpl~Ecommon~Scontent.html' title='BRD: Richter stoppen Vorratsdatenspeicherung'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/853644434871974631/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=853644434871974631&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/853644434871974631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/853644434871974631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/03/brd-richter-stoppen-vorratsdatenspeiche.html' title='BRD: Richter stoppen Vorratsdatenspeicherung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-1527603570315029646</id><published>2010-03-02T13:35:00.005+01:00</published><updated>2010-03-02T13:53:59.693+01:00</updated><title type='text'>"alles speichern und den Zugang regulieren ..."</title><content type='html'>Hier gehts zu --&gt; &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt;&lt;strong&gt;Du kannst dich nicht mehr verstecken&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;- einem Artikel über Vorratsdatenspeicherung von Franz Rieger, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Artikel basiert auf fundiertem Wissen, präsentiert Fakten und Argumente mit großer Fachkenntnis. Er ist lang und ausführlich, bringt aber dafür das Thema wirklich spannend und hautnah! Alles, was es zur trockenen Materie zu sagen gibt und was man darüber wissen kann - sehr lesbar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frankfurter Allgemeine:  &lt;a href="http://www.faz.net/s/homepage.html"&gt;FAZ.net&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://linkarena.com/bookmarks/addlink/?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;title=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://www.furl.net/storeIt.jsp?u=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;keywords=&amp;amp;t=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://www.oneview.de/quickadd/neu/addBookmark.jsf?URL=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;title=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://yigg.de/neu?exturl=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;exttitle=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://www.webnews.de/einstellen?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;title=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;t=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://www.mister-wong.de/index.php?action=addurl&amp;amp;bm_url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;bm_description=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://del.icio.us/post?url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;title=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a class="extraLinks" href="http://digg.com/submit?phase=2&amp;amp;url=http%3a%2f%2fwww.faz.net%2fs%2fRubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1%2fDoc%7eE2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F%7eATpl%7eEcommon%7eScontent.html&amp;amp;title=Vorratsdatenspeicherung%3a+Du+kannst+dich+nicht+mehr+verstecken+-+Aktuell+-+FAZ.NET" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-1527603570315029646?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D244869BE7984590CB6AC1/Doc~E2DB28F0A1D814E61BD8AE675DE76A85F~ATpl~Ecommon~Scontent.html' title='&quot;alles speichern und den Zugang regulieren ...&quot;'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/1527603570315029646/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=1527603570315029646&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/1527603570315029646'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/1527603570315029646'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/03/alles-speichern-und-den-zugang.html' title='&quot;alles speichern und den Zugang regulieren ...&quot;'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6454652846278036420</id><published>2010-03-02T13:19:00.003+01:00</published><updated>2010-03-02T13:35:45.084+01:00</updated><title type='text'>Surveillance studies - Überwachung</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Informationsethik ÖNB Brainpool-Seminar mit Dr. Fritz Betz am 23. November 2009&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Betz hat dieses Mal den Focus der KursteilnehmerInnen im speziellen auf das Thema Surveillance – Überwachung gelenkt und von allgemein soziologischen, juristischen und ethischen Überlegungen ausgehend zur Bedeutung für Bibliotheken im besonderen geleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Thema Kontrolle, Überwachung, der damit verbundene Paternalismus der Institutionen hinter den Kontrolloren und Datensammlern scheint zum Hauptthema der Informationsethik zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Bibliotheken-Bereich erfordert die Situation mittlerweile klare Stellungnahmen und verantwortungsbewusstes Handeln über rein philosophische Reflexionen bzw. gehorsam stillschweigendes Ausführen gesetzlicher Vorgaben hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundsätze jeder Informationsethik, auf die sich in allen spezifischen Codices und Kanons finden, sind die Forderungen nach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freiheit der Rede&lt;br /&gt;Freiheit des gedruckten Wortes (Pressefreiheit)&lt;br /&gt;Freiheit des Zugangs zu Information&lt;br /&gt;Recht auf Schutz der Privatsphäre&lt;br /&gt;Recht auf Schutz des (geistigen) Eigentums&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden informationsethischen Generalthemen sind also Access und Privacy - wobei die Gewichtung in letzter Zeit vor allem in Richtung Privacy und deren Schutz geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Recht auf Privatheit, die Trennung von der öffentlichen Sphäre hatte früher räumliche Bedeutung. Der Mensch trat in der Öffentlichkeit anders auf, als in seinem Zuhause. Beruf und Freizeit, Öffentlichkeit und Intimität waren in vieler Hinsicht Antagonismen während heute der Schutz der Privatsphäre weniger den bestimmten räumlichen Ort meint, sondern den Schutz vor Zugriff auf virtuelle Daten persönlicher Art bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demokratie braucht Privatsphäre und deren Schutz. Privatsphäre bedeutet Autonomie des Individuums, Handlungsfreiheit, Schutz vor Willkür und ist unumgänglich für die Entwicklung einer persönlichen Identität in der Differenz zum anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im „Volkszählungsurteil“ (1983) des Dt. Bundesverfassungsgerichts wird das grundsätzliche Recht des Einzelnen über Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen, festgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach österreichischem Datenschutzgesetz sind besonders schutzwürdige Daten:&lt;br /&gt;personenbezogene und „sensible“ Daten. Der Datenschutz ist bei uns allerdings weniger gesetzlich verankert als in der BRD, denn das Gesetz schränkt ein: …“sofern ein schutzwürdiges Interesse besteht“…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibliothek nun ist zugleich Objekt und Subjekt in Bezug auf Information und Kommunikation:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;als Objekt des Verlangens nach NutzerInnen-Daten&lt;br /&gt;als Nutzerin und Erfinderin von Suchmaschinen, Akteurin im Data mining, …&lt;br /&gt;als Provider für Online Server digitaler Objekte, Katalogisierungsdaten, MitarbeiterInnen- Daten …&lt;br /&gt;als überwachendes Subjekt durch die Entlehnsysteme, Mediensicherung, Videoüberwachung, Filtern von Websites …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Dinge haben Auswirkungen auf die Privatsphäre von NutzerInnen und BearbeiterInnen sowie deren Zugang zu Information.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da über das genaue Ausmaß von Überwachung und Zensur in Bibliotheken keine Transparenz besteht, wird ihr Ausmaß möglicherweise überschätzt und die Unsicherheit führt ev. zu einer freiwilligen Selbstzensur, die wieder als Ausschließungsmechanismus von Information wirkt – was genau im Widerspruch zum Grundgedanken des Zwecks einer öffentlichen Bibliothek steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Überwachung – Thematik, Gesetze und Abkommen:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gesetz zur Neuregelung von Telekommunikationsüberwachung&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/ME/ME_00119/pmh.shtml"&gt;Terrorismuspräventionsgesetz 2010&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/24/EG_%C3%BCber_die_Vorratsspeicherung_von_Daten"&gt;EU-Richtlinie zur (anlasslosen) Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement"&gt;ACTA&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Produkt- und Marken-Piraterie&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wipo.int/portal/index.html.en"&gt;WIPO&lt;/a&gt;, Copyright, Urheberschutz, Digitalisierung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überwachung hat mit Macht und Herrschaft, Kontrolle und Disziplin zu tun.&lt;br /&gt;Überwachung (nach Lyon: Surveillance society, 2001) sei die&lt;br /&gt;"Beobachtung der Handlungen anderer zum Zweck der Kontrolle" (zur Steuerung der Handlungen anderer)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herrschaft wird ausgeübt durch Befehle, die Gehorsam bei einer großen Vielzahl der Menschen finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Von frühen Überwachungs- und Kontrollszenarien z.B. durch absolute Regimes, oder zu Zeiten von Epidemien wie der Pest, zu Beginn des Entstehens der Lohnarbeit zur Disziplinierung in Manufakturen und Fabriken bis hin zur Einführung von „Monitoring“-Techniken in den 70er Jahren, bei der Vergabe von Krediten oder Beihilfen finden sich heute „polymorphe Überwachungsszenarien durch AkteurInnen im global operierendem informationellen Kapitalismus.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gilt eine Lösung für die Antagonismen zu finden, die sich aus&lt;br /&gt;einerseits:&lt;br /&gt;dem Bedürfnis nach Sicherheit und Effizienz der Verteilung von Gütern&lt;br /&gt;und andrerseits:&lt;br /&gt;aus dem Bedürfnis nach Schutz der Persönlichkeitsrechte, vor persönlicher Enteignung, dem Bedürfnis nach demokratischer Pluralität, gegen die Verschärfung der sozialen Gegensätze und der Entstehung von marginalisierten Gesellschaftsgruppen (Risikopopulationen)&lt;br /&gt;ergeben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Betz weist - auf Foucault verweisend – auf eine grundlegende Änderung in der Gesellschaftsstruktur hin: von der Disziplinargesellschaft zur modernen Kontrollgesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kontroll-Macht übt nicht mehr Repression aus, um mehr Produktivität und gesellschaftlichen Fortschritt zu erzielen – auf die angebliche Utopie einer ständigen „Verbesserung“ des Lebens „für alle“ zielend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie erscheint vielmehr anonym und unsichtbar und unmerklich und ist deshalb als Kontrolle und Disziplinierung schwer erkennbar. Das Sammeln der Daten ist zum Großteil ein Nebeneffekt der Technologie und geschieht selbstverständlich und ohne bestimmten Anlass. Wer dann wann diese Daten verwendet, filtert, rastert und zu welchem Zweck ist von Anfang an nicht vorgegeben.&lt;br /&gt;Die Kontrollgesellschaft besteht aus „offenen Milieus“ – die aus der Vernetzung in Plattformen, den diversen Intranets, in „Kommunikationslandschaften“, lebenslanges Lernen, Governance, ... entstehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Literatur&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://homepage.univie.ac.at/Karl.Anton.Froeschl/ts_zgwi_material/muehlbergerco/Kontrollgesellschaft.htm"&gt;Negri und die Kontrollgesellschaft&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;[Liste noch in Bearbeitung]&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6454652846278036420?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6454652846278036420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6454652846278036420&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6454652846278036420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6454652846278036420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2010/03/surveillance-studies-uberwachung.html' title='Surveillance studies - Überwachung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-9014281134317852041</id><published>2009-11-18T12:25:00.009+01:00</published><updated>2009-11-20T15:29:14.544+01:00</updated><title type='text'>Warum ACTA und nicht WIPO?</title><content type='html'>In &lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2009/acta-so-transparent-wie-moeglich/"&gt;"Netzpolitik"&lt;/a&gt; wird anlässlich der Verhandlungen zu ACTA, die momentan in Korea in eine neue Runde gehen über den Vertrag informiert und die Bedeutung für die nationale Gesetzgebung, die bisher durch Übereinkommen mit der internationalen WIPO bestimmt waren, überlegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitat:&lt;br /&gt;"Seit einiger Zeit wird auf internationaler Ebene das &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement"&gt;“Anti-Counterfeiting Trade Agreement”, kurz ACTA&lt;/a&gt;, diskutiert. Das Abkommen mit dem blumigen Marketingnamen wird multilateral verhandelt und durch die &lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2008/g8-abschluss-des-acta-abkommens-bis-ende-des-jahres/"&gt;G8-Staaten&lt;/a&gt; und einige befreundete Staaten geheim vorangetrieben. Und betrifft unser aller Zukunft. Zeit, etwas über die Hintergründe zu erfahren.&lt;br /&gt;Warum ACTA und nicht die WIPO?&lt;br /&gt;Die Multilateralität verwundert auf den ersten Blick: Gibt es doch schon auf internationaler Ebene die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WIPO"&gt;“World Intellectual Property Organization”, kurz WIPO&lt;/a&gt;, die genau für die Fragen von Geistigen Monopolrechten zuständig ist. Und in dieser Organisation wurde 1996 der WIPO-Urheberrechtsvertrag als Sonderabkommen geschaffen, der die Basis der heutigen Urheberrechtsgesetze ist.&lt;br /&gt;Auf den zweiten Blick wird aber klar, warum die WIPO nicht mehr der richtige Ort für eine weitere Verschärfung der Urheberrechtsregeln ist: Hatten zum Zeitpunkt des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WIPO-Urheberrechtsvertrag"&gt;WIPO-Urheberrechtsvertrages&lt;/a&gt; die reichen westlichen Staaten und die Lobbyverbände der Rechteindustrie noch die Meinungs- und Deutungshoheit bei der WIPO, haben sich die Mehrheitsverhältnisse in den letzten Jahren zu einem Patt in der WIPO gedreht.&lt;br /&gt;Zwei Lager stehen sich nun dort gegenüber. Auf der einen Seite fordern die westlichen Staaten mit den USA und der EU an der Spitze, samt den Lobbyisten der Rechteindustrie eine Ausweitung des Schutzes von geistigen Monopolrechten. Auf der anderen Seite hat sich ein Bündnis aus Schwellen- und Entwicklungsländern zusammen mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Netzwerk aus Bürgerrechts-, Entwicklungshilfe- und &lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Bibliotheksverbänden etabliert, die einen breiteren Zugang zu Wissen und Kultur fordern und befördern wollen&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;Die Verhandlungen rund um ACTA wurden gestartet, um diese Patt-Situation zu umgehen. Wenn es erstmal das ACTA-Abkommen gibt, werden die beteiligten Staaten in zwischenstaatlichen Abkommen dafür sorgen, dass es auf viele weitere Länder ausgedehnt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ACTA-Abkommen wird geheim verhandelt. Insgesamt sollen weltweit nur ein paar dutzend Menschen Zugang zu den Verhandlungen und den aktuellen Texten haben. Glücklicherweise sind dabei immer Menschen dabei, die trotz der Verpflichtung zur Geheimniskrämerei dafür sorgen, dass einzelne Verhandlungspositionen Stückweise an die Öffentlichkeit kommen. Und für notwendige globale Proteste sorgen! &lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2009/acta-so-transparent-wie-moeglich/"&gt;---&gt; mehr lesen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neueste Information:&lt;br /&gt;19.11. auf ORF futurezone:  &lt;a href="http://futurezone.orf.at/stories/1632185/"&gt;ACTA-Verhandler geben Gas&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.netzpolitik.org/2009/neue-details-rund-um-acta/"&gt;Neue Details rund um ACTA&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.michaelgeist.ca/content/view/4510/125/#copycon"&gt;The ACTA internet chapter: putting the pieces together&lt;/a&gt; und im Blog "Urheberrechte in der wissensbestimmten Gesellschaft" ein kleines - ev. für Bibliotheken relevantes Kapitel daraus - &lt;a href="http://gruenbuch.blogspot.com/2009/11/das-acta-internet-kapitel-puzzle-teile.html"&gt;in deutscher Übersetzung&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anti-Piraterie-Abkommen-fuer-Netzsperren-bei-Urheberrechtsverstoessen-849916.html"&gt;Anti-Piraterie-Abkommen für Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und in diesem Blog: &lt;a href="http://infoethic.blogspot.com/2008/09/geheimnisvolles-acta-anti.html"&gt;Geheimnisvolles Acta - ...&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-9014281134317852041?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/9014281134317852041/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=9014281134317852041&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/9014281134317852041'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/9014281134317852041'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2009/11/warum-acta-und-nicht-wipo.html' title='Warum ACTA und nicht WIPO?'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-1487235774228549839</id><published>2009-09-16T11:41:00.004+02:00</published><updated>2009-09-16T14:24:08.257+02:00</updated><title type='text'>Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung fertig zur Begutachtung</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Auch Bibliotheken speichern - was passiert mit LeserInnen- und MitarbeiterInnen-Daten ?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einer im April dieses Jahres von der EU-Kommission eingebrachten Klage gegen Österreich wegen Nichtumsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist jetzt der Gesetzesentwurf für Data-Retention fertig.&lt;br /&gt;Das Wiener Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte war mit der Erarbeitung eines solchen Entwurfs beauftragt und hat ihn am Freitag, 11.9. zur Begutachtung und Umsetzung an das Infrastrukturministerium übermittelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einführung frühestens 2010&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) hält an ihrem Plan fest, die Vorratsdatenspeicherung frühestens Anfang 2010 umzusetzen. Die Ministerin spricht sich außerdem - im Gegensatz zum früheren Innenminister Platter, der alle Daten mindestens 2 Jahre speichern wollte - erneut für eine sechsmonatige Speicherdauer der Daten aus, die von der EU vorgegebenene Mindestspeicherdauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Intensive Gespräche mit Experten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Eine Expertengruppe unter Federführung des Boltzmann-Instituts für Menschenrechte arbeitet seit Februar an einem Gesetzesentwurf, der allen datenschutzrechtlichen und rechtsstaatlichen Standards und Erfordernissen gerecht werden soll. Seit der Vergabe des Auftrags haben drei offizielle Roundtables und intensive Gespräche durch das Institut mit Betreibern, NGOs, den Sozialpartnern sowie dem Rechtsanwaltskammertag, den beteiligten Ministerien, dem Datenschutzrat, Vertretern der österreichischen Richtervereinigung und der Datenschutzkommission stattgefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das an die 100 Seiten umfassende Papier umfasse den Gesetzesentwurf, eine umfangreiche Erläuterung sowie eine Dokumentation zum Entstehungsprozess des Gesetzes mit den verschiedenen Positionen der Parteien. Im nächsten Schritt werde der Entwurf vom Infrastrukturministerium selbst, dem Innen- sowie dem Justizministerium und dem Bundeskanzleramt geprüft. Erst danach könne das Gesetz in die Begutachtung gehen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(Zitat: ORF.at - futurezone)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die EG-Richtlinie zur Data-Retention verpflichtet die EU-Mitgliedsstaaten zum Erlass von Gesetzen, die die Provider – also in der Konsequenz auch Bibliotheken als Institutionen, die das Internet zur freien Nutzung zur Verfügung stellen - dazu zwingen, alle Internet-Verkehrs- und Handystandortdaten – im Falle von Bibliotheken die Daten der Leser - über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zu speichern und Strafverfolgungsbehörden zur Terrorabwehr zur Verfügung zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Anlass werden die Daten von Millionen gänzlich Unverdächtigen gespeichert, die, wenn sie ausgewertet werden, ein genaues Bewegungs- und Sozialprofil der Einzelnen ergeben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aktionstag Freiheit statt Angst am 11.9.09 – in Deutschland und Österreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zur Demonstration rief in Deutschland ein sehr großes Bündnis - bestehend aus Naturschutzverbänden, Bürgerinitiativen, Berufsverbänden und Gewerkschaften. Dazu kamen einige Bundes- und Landesverbände der Grünen und der »Linken« und auch der FDP, allen voran die Piratenpartei.&lt;br /&gt;In Österreich fiel die Kundgebung der Interessen der Datenschützer viel kleiner und diskreter aus – immerhin: an 3 Informationsständen in Wien, Innsbruck und Graz wurden Menschen über die immer größer werdende Gefahr eines Überwachungsstaates aufgeklärt. Der Informationsstand in Wien mit 15 Leuten, sehr dezentral - vor der Millenium City - hatte dort immerhin starken Zulauf und konnte über 5000 Flyer in 10 Stunden verteilen und zahlreiche Menschen über die geplanten Überwachungsmaßnahmen aufklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://pressebuero-nord.blog.de/2009/09/09/vorratsdatenspeicherung-bsirske-arbeitnehmer-datenschutz-zentrale-bedeutung-6930726/"&gt;&lt;strong&gt;Zum ArbeitnehmerInnen-Schutz die deutsche Dienstleistungsgewerkschaft ver.di&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;„Wir haben von Datenmissbrauch, vom Ausspionieren durch Arbeitgeber und Anteilseigner die Nase voll. Eine wirksame Vertretung von Arbeitnehmerinteressen braucht einen rigorosen Datenschutz“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Dieser regte an, den Beschäftigten künftig ein umfassendes Recht auf Einsicht in und Auskunft über betriebliche Datensammlungen zu gewähren. Gleichzeitig sei ein Verbot der Überwachung elektronischer Kommunikation von Arbeitnehmern ebenso wünschenswert wie der umfassende Schutz ihrer Kommunikationsdaten. ver.di werde in das anstehende Gesetzgebungsverfahren weitere Vorschläge einbringen.&lt;br /&gt;[….]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Quellen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Jungle World Nr. 37, 10.9.09&lt;br /&gt;&lt;a href="http://futurezone.orf.at/stories/1626844/"&gt;ORF online Futurezone &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.piratenpartei.at/"&gt;http://www.piratenpartei.at/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.freiheit-statt-angst.org/"&gt;http://www.freiheit-statt-angst.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mehr zum Thema&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Information und Ethik – 3. Kongress, Leipzig 2007&lt;br /&gt;&lt;a href="http://books.google.at/books?id=XFAsAAvJYncC&amp;amp;pg=PA451&amp;amp;lpg=PA451&amp;amp;dq=leserdaten"&gt;Zum Einsatz von RFID-Chips in Bibliotheken / Ulrike Verch&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-1487235774228549839?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/1487235774228549839/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=1487235774228549839&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/1487235774228549839'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/1487235774228549839'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2009/09/leserinnen-daten-arbeitnehmerinnen.html' title='Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung fertig zur Begutachtung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5276628716035085789</id><published>2009-02-06T15:29:00.007+01:00</published><updated>2010-02-15T12:33:51.294+01:00</updated><title type='text'>Internationaler Tag des Datenschutzes</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;(mit freundlicher Genehmigung von &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.vibe.at/"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;VIBE!AT&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; )&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In Österreich ist der Internationale Tag des Datenschutzes am 28. Jänner 2009 weitgehend unbemerkt vorübergegangen. Wie bereits im Jahr 2008 haben die Datenschutzkommission (DSK) und der Datenschutzrat (DSR)wieder eine gemeinsame Veranstaltung für eine streng limitierte Anzahl interessierter Teilnehmer (maximal 100 Teilnehmer) abgehalten, bei der&lt;br /&gt;europäische und internationale Entwicklungen im Datenschutz präsent wurden.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu 2008, wo die Veranstalter mit weit mehr als 100 Anmeldungen konfrontiert waren, wurde die Veranstaltung dieses Jahr sehr schlecht angekündigt. Auf der Homepage der DSK und der Homepage des Europarates zum Internationalen Tag des Datenschutzes wurde die Veranstaltung nicht einmal erwähnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Situation ist einigermaßen symptomatisch für den Datenschutz in Österreich. Datenschutz ist hier üblicherweise nichts für die breite Öffentlichkeit, es ist ein administrativer Akt, der eher formalisierte Entscheidungen beinhaltet als öffentliche Debatten und offene Diskussionen. Es ist schade, dass die Organisatoren des heurigen Events beschlossen haben, die Zugangsbeschränkungen aufrecht zu erhalten. Eine Öffnung für einen größeren Teilnehmerkreis hätte die Möglichkeit für eine Weiterentwicklung der Veranstaltung in Richtung einer jährlichen&lt;br /&gt;österreichischen Datenschutzkonferenz eröffnet. Für heuer ist diese Chance vertan, aber nächstes Jahr gibt es diese Chance erneut. Wir halten Sie auf dem laufenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die folgenden Absätze bieten eine Zusammenfassung von wesentlichen Datenschutz Entwicklungen des letzen Jahres in den Bereichen Gesetzesinitiativen, Überwachungstrends und wichtige Datenschutzverletzungen. Abschließend wird ein Ausblick auf die folgenden Jahre gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Gesetzesinitiativen:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Am 6. Dezember 2007 hat das Österreichische Parlament eine Reform des &lt;strong&gt;Sicherheitspolizeigesetzes&lt;/strong&gt; beschlossen. Zehn Minuten vor Mitternacht dieses Tages (dem letzten parlamentarischen Verhandlungstag des Jahres) haben Mitglieder der Regierungsparteien (SPÖ und ÖVP) einen Abänderungsantrag eingebracht, der die Überwachungsmöglichkeiten der&lt;br /&gt;Sicherheitspolizei wesentlich erweitert hat. Dabei wurde der übliche parlamentarische Arbeitsablauf, Abänderunsanträge vor der Abstimmung im zuständigen Ausschuss zu diskutieren, ignoriert.&lt;br /&gt;Ergebnis dieser Novelle ist, dass Mobiltelefonie- und Internet-Anbieter&lt;br /&gt;Standortinformationen von Mobiltelefonen und IP-Adressen von Computern auf Verlangen&lt;br /&gt;der Polizei aushändigen müssen. Ein Gerichtsbeschluss ist dafür nicht erforderlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten fünf Wochen des Jahres 2008 wurden Standortdaten von 82 Mobiltelefon-Benutzern und die Identität von 2.766 Anschlussinhabern von der Polizei angefordert. Einem Artikel der Tageszeitung „Die Presse“ zufolge gibt es täglich 32 derartige Anforderungen. Die Abgeordneten, die den erwähnten Abänderungsantrag im Parlament eingebracht haben, erhielten dafür den &lt;a href="http://www.bigbrotherawards.at/2008/Hauptseite"&gt;Big Brother Award 2008&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Beim Verfassungsgerichtshof wurden einige Beschwerden gegen das Sicherheitspolizeigesetz eingebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im April 2008 wurde ein Entwurf zur &lt;strong&gt;Reform des Datenschutzgesetzes 2000 &lt;/strong&gt;veröffentlicht. Schlüsselelemente sind rechtliche Anforderungen an die Betreiber von privaten &lt;strong&gt;Videoüberwachungsanlagen&lt;/strong&gt;, eine neue Anforderung an Unternehmen ab 20 Mitarbeitern die Position eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten zu schaffen und die Harmonisierung der Zuständigkeiten (alle Datenschutz-Kompetenzen werden an den Bund übertragen). Derzeit ist es Aufgabe der Datenschutzkommission die Inbetriebnahme von Videoüberwachungsanlagen privater Betreiber genehmigen. Gemäß dem Reformvorschlag wird Videoüberwachung künftig&lt;br /&gt;erlaubt sein, wenn innerhalb der letzten 10 Jahre im fraglichen Bereich gefährliche Angriffe vorgefallen sind, oder wenn teure Gegenstände mit einem Wert von mehr als 100.000 EUR oder von außergewöhnlichem künstlerischem Wert geschützt werden sollen. Videoüberwachung muss laut dem Entwurf ausreichend angekündigt werden und wird in Toiletten und Umkleidekabinen verboten bleiben. Weiters enthält der Reformvorschlag, eine zentrale Datenbank aller privaten Videoüberwachungsanlagen einzurichten. Im Bedarfsfall wird es der Polizei gestattet sein, auf die Daten dieser Anlagen zuzugreifen. Grundsätzlich wird die zulässige&lt;br /&gt;Speicherdauer von Videodaten auf 48 Stunden beschränkt, diese kann mittels Antrag an die DSK verlängert werden. Künftig wird es nicht erforderlich sein, Echtzeit-Videoüberwachungen an die DSK zu melden.&lt;br /&gt;Polizeizugriffe auf die Daten der Autobahn-Videoüberwachung sind angedacht und Zufallsfunde dürfen für Strafverfolgungszwecke vewendet werden.&lt;br /&gt;Aufgrund der vorzeitigen Neuwahl des Österreichischen Parlaments im Jahr 2008 konnte die Reform des Datenschutzgesetzes 2000 seinen Weg durch den parlamentarischen Prozess nicht vollenden. Es wird erwartet, dass das Interesse an der Novelle im Jahr 2009 wieder aufleben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Vorschlag der Europäischen Kommission zur Verwendung von &lt;strong&gt;Fluggastdaten&lt;/strong&gt; (Passenger Name Records) haben SPÖ-Abgeordnete einen Entschließungsantrag im Parlament eingebracht. Sie schlugen darin vor, die Entscheidung des Europäischen Gerichtshof zur strukturell ähnlichen&lt;br /&gt;Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie und das Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon abzuwarten. Weiters empfahlen sie, sich an der Stellungnahme der Artikel 29 Arbeitsgruppe (das ist die gemeinsame Arbeitsgruppe aller EU-Datenschutzbehörden) zum Kommissionsvorschlag zu orientieren, da es in dieser Sache schwerwiegende Datenschutzbedenken gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vorratsdatenspeicherung&lt;/strong&gt;: Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist in Österreich noch immer nicht umgesetzt. Es sind auch keine Pläne bekannt, dies in der näheren Zukunft zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu &lt;strong&gt;biometrischen Daten im Reisepass&lt;/strong&gt; hat der Ministerrat im Juni 2008 beschlossen, dass die Abdrücke der beiden Zeigefinger (sofern vorhanden) auf einem RFID-Chip im Reisepass gespeichert werden. Zusätzlich werden diese Daten für bis zu vier Monate in der Staatsdruckerei gespeichert, welche die Pässe herstellt. Am 21.01.2009 hat der Nationalrat das entsprechende Gesetz, mit den Stimmen aller vertretenen Parteien außer den Grünen, verabschiedet. Der Bundesrat hat am 27.01.2009 darüber abgestimmt, einen Tag vor dem Internationalen Tag des Datenschutzes. Es gab keinen Einspruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahr 2007 haben sich Innen- und Justizministerien auf den &lt;strong&gt;verdeckten Einsatz von Remote Forensic Software&lt;/strong&gt; (sogenannte Bundestrojaner) geeinigt und eine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung der technischen und juristischen Details eingesetzt. Im April 2008 hat diese&lt;br /&gt;Arbeitsgruppe ihren Endbericht veröffentlicht. Die Experten führten aus, dass aus verfassungsrechtlicher Sicht eine Reihe von Grundrechten durch den Einsatz derartiger Software betroffen wären, wodurch die Umsetzung derartiger Online-Durchsuchungen eingeschränkt werden und Haftungen für den Staat begründet würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Überwachungstrends: &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Videoüberwachung:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;- zur automatischen Vignettenkontrolle&lt;br /&gt;- zur automatische Erfassung von KFZ-Kennzeichen bei der die erfassten Daten mit Fahndungslisten abgeglichen werden&lt;br /&gt;- zur Durchsetzung von Geschwindigkeitsbeschränkungen (Section Control) - diese darf nach bereits vorliegender Entscheidung von Höchstgerichten nur auf konkrete fallbezogene Anordnung des zuständigen Ministers einschließlich einer detaillierten Beschreibung der konkreten Einsatzbedingungen eingesetzt werden.&lt;br /&gt;- in Zügen der Wiener U-Bahn - Daten werden für 48 Stunden gespeichert.&lt;br /&gt;- in Zügen der ÖBB&lt;br /&gt;- in Wohnhausanlagen der Statdt Wien wo Garagen, Aufzüge und Müllräume überwacht werden. Die Pilotphase der sogenannten Mistkübelüberwachung wurde von der DSK genehmigt und wird bis Ende 2009 dauern. Ziel ist der Schutz gegen Vandalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Wichtige Datenschutzverletzungen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahr 2008 erhielt der Fall einer jugendlichen Asylwerberin und ihrer Familie viel mediale Aufmerksamkeit. Als der Druck auf das Innenministerium zu stark wurde, sind personenbezogene Daten eines Familienmitglieds aus dem Polizeiinformationssystem EKIS und dem polizeilichen Aktenindex in die Öffentlichkeit durchgesickert. Bilder aus diesen Akten wurden gemeinsam mit einer entsprechenden Pressemeldung von einem hochrangigen Beamten des Innenministeriums im Internet veröffentlicht. Die polizeilichen Ermittlungen zum Durchsickern der Daten dauern noch an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verwaltung der Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien, Wiener Wohnen, schickte an alle 220.000 Mieter ihrer Wohnungen einen Fragebogen, in dem sie deren Meinung über ihre Wohnung, ihre Nachbarn, die Wohnumgebung, die Sicherheitssituation, ihre Verwaltung und die Stadt Wien abfragten. Wiener Wohnen bot dabei an, dass der Fragebogen auch anonymisiert&lt;br /&gt;zurückgeschickt werden könne, indem man den aufgedruckten Familiennamen ausschwärzt. Der zuständige Stadtrat sagte, dass der Barcode auf der zweiten Seite des Fragebogens lediglich als Referenz auf den Verwaltungsbezirk verwendet würde, auf den sich die jeweilige Beantwortung des Fragebogens bezog. Diese Darstellung war bestenfalls irreführend, da der Barcode die vollständige Kundennummer des jeweiligen Mieters enthielt, wodurch eine nachträgliche Personalisierung der gegebenen Antworten ermöglicht wurde. Die Direktorin von Wiener Wohnen erhielt dafür den österreichischen &lt;a href="http://www.bigbrotherawards.at/2008/Hauptseite"&gt;Big Brother Award 2008&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Ausblick: &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nach den vorzeitigen Neuwahlen im Jahr 2008 wurde voriges Jahr eine neue Regierung angelobt. Deren Regierungsprogramm beinhaltet die folgenden für den Datenschutz relevanten Themen:&lt;br /&gt;Die polizeiliche Verwendung von Remote Forensic Software (so genannte Bundestrojaner) wird erlaubt werden. Es wird klargestellt werden, dass die DSK für Fälle, in denen die Kriminalpolizei im Bereich der Strafrechtspflege tätig ist, nicht zuständig ist.&lt;br /&gt;Die Kooperation mit den Schengen-Partnern wird intensiviert werden, gemeinsame Visa- und Biometrie-Zentren werden errichtet werden, mögliche Kooperationen mit externen Dienste-Anbietern (Outsourcing) werden analysiert werden.&lt;br /&gt;Eine DNA-Offensive hat zum Ziel, die bundesweite Sammlung und Analyse von DNA-Spuren als Basis für neue Anwendungsfälle zu nutzen.&lt;br /&gt;Elektronische Gesundheitsakten werden zunehmende Wichtigkeit erlangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung wird im&lt;br /&gt;Regierungsprogramm nicht erwähnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs über die Beschwerden gegen&lt;br /&gt;das Sicherheitspolizeigesetz wird für 2009 erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der heurigen Wahl zur Österreichischen Hochschülerschaft im Mai 2009 plant die Bundesregierung einen E-Voting Versuch durchzuführen. Die Österreichische Hochschülerschaft spricht sich aufgrund ungelöster rechtlicher und technischer Fragen entschieden gegen diese Pläne aus. Auch der Datenschutzrat hat empfohlen von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Dieser Pilotversucht wird allgemein als Testfall für den Einsatz von E-Voting bei Nationalratswahlen angesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Michael Hofer und Andreas Krisch – &lt;a href="http://www.vibe.at/"&gt;VIBE!AT&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dsk.gv.at/"&gt;Datenschutzkommission&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bundeskanzleramt.at/site/6417/default.aspx"&gt;Datenschutzrat&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.coe.int/t/e/legal_affairs/legal_co-operation/data_protection/"&gt;Europarat – Internationaler Tag des Datenschutzes&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/BNR/BNR_00181/pmh.shtml"&gt;Sicherheitspolizeigesetz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bigbrotherawards.at/2008/Nominierungen#G.C3.BCnter_K.C3.B6.C3.9Fl_.5B.C3.96VP.5D_und_Rudolf_Parnigoni_.5BSP.C3.96.5D:_Sicherheitspolizeigesetz_-_Mir_wern_kan_Richter_brauchen"&gt;Österreichische Big Brother Awards zum Sicherheitspolizeigesetz&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Presse zum Zugriff auf Standortdaten und IP-Adressen durch die Sicherheitspolizei:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/370803/index.do"&gt;“Polizei-Überwachung: Tausende Fälle”&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00182/pmh.shtml"&gt;Reformentwurf zum Datenschutzgesetz 2000&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/A/A_00651/pmh.shtml"&gt;Entschließungsantrag zu PNR-Daten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/PR/JAHR_2009/PK0023/PK0023.shtml"&gt;Parlamentarische Entscheidung zu biometrischen Reisepässen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.eset.at/blog/706"&gt;Endbericht der Arbeitsgruppe zu Remote Forensic Software (sogenannten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.eset.at/blog/706"&gt;Bundestrojanern)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bigbrotherawards.at/2008/Nominierungen#Mathias_Vogl_.5BSektionschef.5D.2C_Alois_Li.C3.9Fl_.5BSicherheitsdirektor_Ober.C3.B6sterreich.5D_und_Franz_Lang_.5BKabinettschef_im_Innenministerium.5D:_Koordination_des_Skandals_um_die_Weitergabe_sensibler"&gt;Big Brother Awards Austria: Datenmissbrauch im Zusammenhang mit Asylwerbern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.oevp.at/Common/Downloads/Regierungsprogramm2008-2013.pdf"&gt;Regierungsprogramm der Österreichischen Bundesregierung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bundeskanzleramt.at/DocView.axd?CobId=31084"&gt;Stellungnahme des Datenschutzrates zum E-Voting bei den ÖH-Wahlen&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5276628716035085789?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.vibe.at/aktionen/200901/Stellungnahme_zum_internationalen_Datenschutztag_2009.html' title='Internationaler Tag des Datenschutzes'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5276628716035085789/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5276628716035085789&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5276628716035085789'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5276628716035085789'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2009/02/internationaler-tag-des-datenschutzes.html' title='Internationaler Tag des Datenschutzes'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-8819727301210450223</id><published>2009-01-27T17:29:00.004+01:00</published><updated>2009-02-09T11:26:50.315+01:00</updated><title type='text'>Treffen der Arbeitsgruppe für Informationsethik</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Am Mittwoch, dem 4. Februar&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;um 17 Uhr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;im Cafe Eiles&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Josefstädterstr. 2&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1080 Wien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sonja Fiala (UBW), Eva Kumar (ÖNB), Klaus Niedermair (SOWI-Bibl. Innsbruck), Regina Slamecka und Bettina Seitl (Normungsinst.)&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Ausblick 2009&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Gesetze und Richtlinien zu Datenschutz, Copyright und Urheberrecht, Datenspeicherung, Überwachung, Access-Beschränkungen (geplant und / oder in Durchführung) nach Websites, Plattformen, Blogs, Mailinglisten beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinweise, Interpretationen, Termine innerhalb der AG Info-Ethik aussenden, Blog-Einträge zu den Themen verfassen, Gastkommentare veröffentlichen und - falls für alle Bibliotheken interessant - auch über die VÖB-Liste verbreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenarbeit mit dem Normungsinstitut für das Zustandekommen eines Ethikkodex für das österreichische Bibliothekswesen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besuch und Berichte über einschlägige Brainpool-Kurse, Veranstaltungen und Konferenzen. (siehe &lt;a href="http://www.onb.ac.at/brainpool/index.htm"&gt;Brainpool der ÖNB&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfahrungs-Austausch mit KollegInnen aus Österreich und dem Ausland, aus Bibliotheken und anderen Berufsgruppen (JournalistInnen, LehrerInnen, SoziologInnen, InformatikerInnen usw.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdenken über die Veranstaltung eines Informations-Ethik-Treffens, einer kleinen Konferenz?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstellung einer österreichischen Website zum Thema Informationsethik in Österreich – mithilfe eines der gängigen CMS-Systeme (ev. TYPO3)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende des Jahres 2009 neuerlicher Versuch eines Treffens zum Erfahrungsaustausch und Bericht über den Stand der Zusammenarbeit mit dem Normungsinstitut&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-8819727301210450223?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/8819727301210450223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=8819727301210450223&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8819727301210450223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/8819727301210450223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2009/01/treffen-der-arbeitsgruppe-fur.html' title='Treffen der Arbeitsgruppe für Informationsethik'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3495112250174328416</id><published>2009-01-27T17:02:00.003+01:00</published><updated>2009-01-27T17:17:43.741+01:00</updated><title type='text'>Europäische und  internationale Entwicklungen des Datenschutzes</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Veranstaltung anlässlich des Europäischen Datenschutztages am 30. Jänner 2009 im Bundeskanzleramt unter dem Motto:„Europäische und internationale Entwicklungen des Datenschutzes“ &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das verstärkte Interesse von Drittstaaten außerhalb der EU an Informationen, insbesondere zur Abwehr oder zur Verfolgung von terroristischen oder sonstigen schweren Straftaten, führt dazu, dass mit europäischen Datenschutzregelwerken nicht mehr das Auslangen gefunden werden kann. Dies führt zu neuen datenschutzrechtlichen Herausforderungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einleitenden Statements des Herrn Staatssekretärs Dr. Josef Ostermayer, des Vorsitzenden des Datenschutzrates, Dr. Harald Wögerbauer  sowie des geschäftsführenden Mitglieds der Datenschutzkommission, Dr. Waltraut Kotschy  vertieft der Bundesdatenschutzbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter SCHAAR das Thema in seinem Vortrag „Aktuelle Entwicklungen im europäischen und internationalen Datenschutz unter besonderer Berücksichtigung des transatlantischen Dialogs“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss an eine Publikumsdiskussion stehen Peter Schaar, Harald Wögerbauer und Waltraut Kotschy im Rahmen einer Pressekonferenz für Fragen zur Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;10 Uhr:                      Begrüßung und Eingangsstatement&lt;br /&gt;                                   Staatssekretär Dr. Josef OSTERMAYER&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                   Statement des Vorsitzenden des Datenschutzrates&lt;br /&gt;                                   MR/PR Dr. Harald WÖGERBAUER&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                   Statement des geschäftsführenden  Mitglieds der Datenschutzkommission MR Dr. Waltraut KOTSCHY&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;10.20 Uhr:                 Aktuelle Entwicklungen im europäischen und internationalen Datenschutz unter besonderer Berücksichtigung des transatlantischen Dialogs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                   Peter SCHAAR, Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und    die Informationsfreiheit   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;                                   Publikumsdiskussion&lt;br /&gt;                                  &lt;br /&gt;                                   Moderation&lt;br /&gt;                                   Sektionsleiter Univ. Prof. Dr. Georg LIENBACHER,                                                                             Bundeskanzleramt-Verfassungsdienst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ca. 11.30 Uhr:           Pressekonferenz&lt;br /&gt;                                   der Datenschutzkontrollorgane (Haerdtl-Zimmer)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zu diesen Terminen herzlich eingeladen. Wir ersuchen sie, am Eingang zum Bundeskanzleramt einen gültigen Presseausweis oder ein aktuelles Akkreditiv ihrer Redaktion vorzuweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;27. Jänner 2009&lt;br /&gt;Für den Bundeskanzler:&lt;br /&gt;HÖRR&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3495112250174328416?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.bka.gv.at/site/3395/default.aspx' title='Europäische und  internationale Entwicklungen des Datenschutzes'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3495112250174328416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3495112250174328416&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3495112250174328416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3495112250174328416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2009/01/europaische-und-internationale.html' title='Europäische und  internationale Entwicklungen des Datenschutzes'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5875706403782360323</id><published>2008-09-22T14:01:00.015+02:00</published><updated>2008-10-20T11:35:11.974+02:00</updated><title type='text'>Geheimnisvolles ACTA - Anti-Counterfeiting Trade Agreement</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Auch für Bibliotheken hätte das geplante Handelsabkommen zu Copyright, Urheberrecht und Produktpiraterie wohl bedenkliche Auswirkungen. Wenn es nach den ACTA-Bestimmungen geht, sollen vor allem die Interessen der Rechte-Inhaber geschützt werden. Bibliotheken könnten in naher Zukunft den freien Zugang zu ihren Beständen bzw. zum Internet einschränken müssen und gezwungen sein, die Überwachung ihrer NutzerInnen noch mehr zu intensivieren. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Anlässlich einer öffentlichen Anhörung am 22. September haben US-Unternehmen aus der IT- und Internetbranche, Bibliotheksverbände und Bürgerrechtsorganisationen vor zu vagen Formulierungen und zu weitreichender Regulierung gewarnt.&lt;/strong&gt; &lt;a href="http://www.golem.de/0809/62601.html"&gt;(Golem.de, Networld 24.9.08)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;--&gt;&gt; &lt;a href="http://gruenbuch.blogspot.com/2008/09/die-klageschrift.html"&gt;&lt;strong&gt;Klageschrift EFF und Public Knowledge vs. USTR (United States Trade Representative)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;100 zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit fordern in einer Petition die sofortige Offenlegung des Entwurfs zum bisher geheim ausgehandelten Geheimabkommen ACTA gegen Produktpiraterie. Datenschützer fürchten, dass ACTA weitreichende Eingriffe in die Grundrechte der Bürger bringen wird. Die wenigen nach außen gedrungenen Dokumente wiesen darauf hin, dass Zollbeamte weitestreichende Durchsuchungsbefugnisse bekommen und Internet-Provider zur "Kooperation" mit der Medienindustrie gezwungen werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir fordern die Verhandler des Anti-Counterfeiting Trade Agreement [ACTA] dazu auf, den Entwurf des Abkommens sofort öffentlich zu machen, wie alle Diskussionspapiere, bevor weiterverhandelt wird." Aus Deutschland gehören das &lt;a href="http://www.wissensallmende.de/" target="_blank"&gt;Netzwerk Freies Wissen&lt;/a&gt; (Berlin) und die &lt;a href="http://www.bukopharma.de/" target="_blank"&gt;Buko Pharma-Kampagne&lt;/a&gt; (Bielefeld) zu den Unterzeichnern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden US-Bürgerrechtsorganisationen Electronic Frontier Foundation (&lt;a href="http://eff.org/" target="_blank"&gt;EFF&lt;/a&gt;) und &lt;a href="http://www.publicknowledge.org/" target="_blank"&gt;Public Knowledge&lt;/a&gt; wollen die US-Regierung gerichtlich zur Herausgabe von Informationen über das weitgehend geheim ausgehandelte &lt;a title="ACTA: US-Wirtschaft fordert Mäßigung bei Anti-Piraterie-Abkommen" href="http://www.heise.de/newsticker/ACTA-US-Wirtschaft-fordert-Maessigung-bei-Anti-Piraterie-Abkommen--/meldung/114166"&gt;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&lt;/a&gt; (ACTA) zwingen. Sie haben dazu eine Klage gegen die &lt;a href="http://www.ustr.gov/" target="_blank"&gt;Handelsvertretung der Vereinigten Staaten&lt;/a&gt; eingereicht, zu deren Aufgaben die weltweite Ausweitung des Regimes geistiger Eigentumsrechte gehört&lt;br /&gt;ACTA soll noch vor Ende der Regierung George W. Bush unterzeichnet werden. Die EFF hatte bereits im Juni eine Prüfung des Entwurfs gemäß "Freedom of Information Act" in Aussicht gestellt. &lt;a href="http://gruenbuch.blogspot.com/2008/09/die-klageschrift.html"&gt;&lt;strong&gt;-&gt;&gt; Klageschrift&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuvor hatten auch Entwicklungsländer Front gegen ACTA gemacht und darauf gedrängt, die Arbeiten an dem geplanten multilateralen Vertrag auf eine breitere internationale Basis etwa im Rahmen der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zu stellen. Aids-Hilfe-Organisationen von Malaysia bis Peru fürchten um die Versorgung der Entwicklungsländer mit billigen Generika, Datenschützer warnen vor einer Totalüberwachung des Internets.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die an ACTA Beteiligten&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Initiiert wurde ACTA, das außerhalb der eigentlich zuständigen Gremien Welthandelsorganisation [WTO] und WIPO [World Intellectual Property Organization] steht, von den USA, Frankreich und anderen EU-Staaten sowie Japan und Australien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ACTA-Treffen am 11. und 22. September&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der EU-Ministerrat hat sich am 11. September dem Thema gewidmet. Die Geheimniskrämerei seitens EU- und US-Unterhändlern geht freilich weiter. Sicher ist nun aber, dass auch das Internet von den ACTA-Maßnahmen betroffen sein wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Vereinigten Staaten, die bereits 2007 anlässlich des G-7-Treffens den ACTA-Prozess anstießen, hat am 22. September um 10.00 Uhr in Washington DC ein nach Registrierung offenes Informationstreffen für Interessensgruppen über ACTA stattgefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Entwurf zu dem Abkommen, das noch in diesem Jahr zwischen der EU, den USA und anderen Industrienationen wie Japan und Mexiko abgeschlossen werden soll, wird von den beteiligten Parteien weiterhin sorgfältig unter Verschluss gehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin liegt nun seitens des Rats der Union ein Arbeitsdokument vor, das auf den 26. August 2008 datiert ist. Der eigentliche Vertragsentwurf wurde vom Rat nicht publiziert. Auch die mit den Verhandlungen betraute EU-Kommission weigert sich bisher, den Stand der Verhandlungen offenzulegen.&lt;br /&gt;In Österreich federführend in Sachen ACTA ist das Wirtschaftsministerium, derzeit unter der Leitung von Martin Bartenstein [ÖVP], beteiligt sind auch Justiz- und das für den Zoll zuständige Finanzministerium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Maßnahmen gegen Internet-Piraterie&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Arbeitspapier des Rates ist vage formuliert. Generell fordert der Rat die Kommission und die Mitgliedsländer auf, mehr gegen Piraterie zu unternehmen. Dass dabei auch gegen die Piraterie im Web vorgegangen werden soll, wird mehrmals ausdrücklich erwähnt. Zu genauen Maßnahmen steht in dem Papier nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rat empfiehlt die Einrichtung eines EU-Zentrums zur Bekämpfung der Produktpiraterie. Kommission und Mitgliedsstaaten sollen für die Jahre 2009 bis 2012 einen Plan erstellen, mit dem die Zollbehörden besser für den Kampf gegen Fälschungen gerüstet werden sollen. Auch dieser Zeitplan weist darauf hin, dass ACTA schnell verabschiedet werden soll. Dazu sollen die Zollbehörden besser vernetzt und die Gesetzgebung entsprechend angepasst werden. Um das "geistige Eigentum" zu schützen, so schließt das Dokument, sollten "alle geeigneten Maßnahmen getroffen werden".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Überwachung und Zensurmaßnahmen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In dem offenen Brief weisen die NGOs darauf hin, dass bisher bekanntgewordene Dokumente von Lobbyisten-Organisationen darauf hinweisen, dass ACTA tief in die bürgerlichen Grundrechte eingreifen und Verschlechterungen bei ihrer Arbeit bringen könnte. So sei es wahrscheinlich, dass in dem Vertrag restriktive Passagen zu Patenten auf Medikamente und Software enthalten seien. Die EFF befürchtet, dass ACTA Internet-Provider dazu verpflichten könnte, ihren Datenverkehr permanent auf urheberrechtlich geschütztes Material hin zu scannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was sagen die Internet-Provider?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In den USA hatten sich bereits die Fachverbände von Internet-Providern samt Branchengrößen wie AT&amp;amp;T, Amazon, eBay, Yahoo und anderen Internet-basierten Unternehmen gegen die Art und Weise ausgesprochen, was und wie hier verhandelt wird. Sie sehen sich der Aussicht gegenüber, durch ACTA zu Hilfspolizisten der "Rechteinhaber" zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Frankreich versucht die Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy gerade, ein Gesetz durchzubringen, das eine vollständige Überwachung des Internet-Verkehrs durch die Provider voraussetzt.&lt;br /&gt;Bei drei Verstößen gegen Urheberrechte sollen die Netzbetreiber gezwungen werden, den Internet-Zugang des betreffenden Kunden zu sperren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frappierend ähnliche Passagen fanden sich auch im Telekompaket der EU, das am 2. September im Plenum des EU-Parlaments diskutiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Positionspapier des Bundes der Deutschen Industrie [BDI], das ORF.at vorliegt, tendiert in dieselbe Richtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Mauer des Schweigens&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;ORF.at hat im Wirtschaftsministerium umgehend und mehrfach nachgefragt, was in dem Abkommmen, das nach Angaben der Beteiligten noch heuer beschlossen werden soll, denn eigentlich enthalten sei. Eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Johann Maier an das Justizministerium mit der Auskunft beantwortet, dass bei ACTA dass Wirtschaftsministerium federführend sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Antwort des Wirtschaftsministeriums blieb bis dato aus, auf Anfragen an die EU-Kommission, die österreichische Industriellenvereinigung, den Bund Deutscher Industrie, den EU-Datenschutzbeauftragten Peter Hustinx und EU-Ombudsmann Nikiforos Diamandouros gab es ebenfalls keine Reaktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitens der EU-Kommission wurde regelmäßig wie stereotyp versichert, es sei noch kein Abkommenstext vorhanden, auch alle anderen Beteiligten schweigen sich nachhaltig aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ORF online; ORF futurezone&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F302619.html"&gt;http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F302619.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heise Newsticker&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/Protest-gegen-Anti-Piraterieabkommen-ACTA--/meldung/116095"&gt;http://www.heise.de/newsticker/Protest-gegen-Anti-Piraterieabkommen-ACTA--/meldung/116095&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.eff.org/issues/acta"&gt;http://www.eff.org/issues/acta&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.eff.org/files/filenode/EFF_PK_v_USTR/USTRcomplaint.pdf"&gt;http://www.eff.org/files/filenode/EFF_PK_v_USTR/USTRcomplaint.pdf&lt;/a&gt; - Klageschrift&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://qummunismus.at/p/article57.html"&gt;How ACTA kills your job&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://qummunismus.at/p/article55.html"&gt;ACTA: Aufruf zum Handelskrieg gegen Entwicklungsländer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://qummunismus.at/p/article56.html"&gt;Arguments against ACTA - Anti-Counterfeiting Trade Agreement &lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5875706403782360323?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement' title='Geheimnisvolles ACTA - Anti-Counterfeiting Trade Agreement'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5875706403782360323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5875706403782360323&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5875706403782360323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5875706403782360323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2008/09/geheimnisvolles-acta-anti.html' title='Geheimnisvolles ACTA - Anti-Counterfeiting Trade Agreement'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-2984980975754386094</id><published>2008-08-14T16:10:00.007+02:00</published><updated>2008-08-14T16:58:58.018+02:00</updated><title type='text'>GRÜNBUCH</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/copyright-infso/copyright-infso_en.htm#directive"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Directive der EU Kommission: &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="begincontent"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/copyright-infso/copyright-infso_en.htm#directive"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Copyright in the Information society &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;The objectives of the Directive on the harmonisation of certain aspects of copyright and related rights in the information society (2001/29/EC) are to adapt legislation on copyright and related rights to reflect technological developments and to transpose into Community law the main international obligations arising from the two treaties on copyright and related rights adopted within the framework of the World Intellectual Property Organisation (WIPO) in December 1996. It is an essential building block for the Information Society. The final text is a result of over three years of thorough discussion and an example of co-decision making where the European Parliament, the Council and the Commission have all had a decisive input. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://gruenbuch.blogspot.com/"&gt;&lt;strong&gt;Hier geht es zum für Bibliotheken interessanten Teil des "Grünbuchs zur Copyright Direktive" der EU Kommission ---- &gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;AUFFORDERUNG ZUR STELLUNGNAHME&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Kombination aus umfassenden ausschließlichen Rechten einerseits und bestimmten begrenzten Ausnahmen anderseits wirft die Frage auf, ob mit der erschöpfenden Ausnahmenliste der Richtlinie „ein angemessener Rechts- und Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Kategorien von Rechtsinhabern […] und Nutzern“ erreicht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine zukunftsorientierte Analyse muss sich mit der Frage befassen, ob der mit der Richtlinie geschaffene Ausgleich dem sich rasch wandelnden Umfeld nach wie vor gerecht wird. Neue Technologien und gesellschaftliche und soziale Praktiken gefährden diesen Ausgleich permanent, während neue Marktakteure, wie Suchmaschinen, versuchen, diese Veränderungen in neue Geschäftsmodelle zu fassen. Auch können solche Entwicklungen potenziell zu einer Werteverschiebung zwischen den einzelnen Akteuren im Internet führen und das Verhältnis zwischen den Inhabern digitaler Inhalte und den Unternehmen, die Navigationstechniken zur Verfügung stellen, stören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor diesem Hintergrund werden &lt;strong&gt;alle Interessengruppen&lt;/strong&gt; gebeten, zu den in diesem Grünbuch dargelegten technischen und rechtlichen Entwicklungen Stellung zu nehmen. Die Fragen haben lediglich Beispielcharakter, d.h. die Teilnehmer können sich auch zu jedem anderen in diesem Grünbuch angesprochenen oder gestreiften Thema äußern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antworten und Stellungnahmen zu allen oder einem Teil der behandelten Themen sollten bis zum 30. November 2008 gerichtet werden an:&lt;br /&gt;&lt;a href="mailto:markt-d1@ec.europa.eu"&gt;mailto:markt-d1@ec.europa.eu&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte ein Teilnehmer vertrauliche Informationen übermitteln wollen, sollte er deutlich kenntlich machen, welche Teile seines Beitrags vertraulich zu behandeln und nicht auf der Website der Kommission zu veröffentlichen sind. Alle Beiträge, die nicht als vertraulich gekennzeichnet sind, können von der Kommission veröffentlicht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/greenpaper_de.pdf"&gt;http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/greenpaper_de.pdf&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-2984980975754386094?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://ec.europa.eu/internal_market/copyright/docs/copyright-infso/greenpaper_de.pdf' title='GRÜNBUCH'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/2984980975754386094/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=2984980975754386094&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/2984980975754386094'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/2984980975754386094'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2008/08/grnbuch.html' title='GRÜNBUCH'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5183952638238611286</id><published>2008-04-30T11:26:00.005+02:00</published><updated>2008-04-30T12:03:54.801+02:00</updated><title type='text'>Videoüberwachung in Österreich bald ohne Genehmigung erlaubt</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Geschrieben von Daniel AJ Sokolov&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Jedermann hat, insbesondere auch im Hinblick auf die Achtung seines Privat- und Familienlebens, Anspruch auf Geheimhaltung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, soweit ein schutzwürdiges Interesse daran besteht. (Datenschutzgesetz, § 1, Art. 1)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die österreichische Bundesregierung plant eine umfassende Novelle des Datenschutzgesetzes, das noch aus dem Jahr 2000 stammt (DSG 2000). Wesentliche Änderungen sind die Aufhebung der Genehmigungspflicht für Videoüberwachungsanlagen und die Einführung von Datenschutzbeauftragten in Betrieben. Nach wie vor &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; vorgesehen ist die von der EU-Kommission geforderte Unabhängigkeit der Datenschutzkommission. Ein diesbezügliches Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich läuft seit Mitte 2005. Die Gesetzesnovelle ist noch bis 21. Mai &lt;a href="http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIII/ME/ME_00182/pmh.shtml" target="_blank"&gt;in Begutachtung&lt;/a&gt;, wobei jedermann per E-Mail an &lt;a href="mailto:begutachtungsverfahren@parlament.gv.at"&gt;mailto:begutachtungsverfahren@parlament.gv.at&lt;/a&gt; Stellung nehmen kann.       &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/Videoueberwachung-in-Oesterreich-bald-ohne-Genehmigung-erlaubt--/meldung/107045"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;weiter--&gt;&gt;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5183952638238611286?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.heise.de/newsticker/Videoueberwachung-in-Oesterreich-bald-ohne-Genehmigung-erlaubt--/meldung/107045' title='Videoüberwachung in Österreich bald ohne Genehmigung erlaubt'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5183952638238611286/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5183952638238611286&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5183952638238611286'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5183952638238611286'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2008/04/videoberwachung-in-sterreich-bald-ohne.html' title='Videoüberwachung in Österreich bald ohne Genehmigung erlaubt'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6012533622432678685</id><published>2007-11-28T20:19:00.000+01:00</published><updated>2007-11-29T09:53:03.713+01:00</updated><title type='text'>Vorratsdatenspeicherung - die Richtlinie und die Bibliotheken</title><content type='html'>&lt;strong&gt;von Michael Bracsevits&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Pressereaktionen Österreich:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wiso-net.de/r_presse/webcgi?START=A20&amp;amp;DOKM=481745_SN_0"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Höchstrichter schlagen Alarm&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; - &lt;span style="font-size:85%;"&gt;Salzburger Nachrichten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wiso-net.de/r_presse/webcgi?START=A20&amp;amp;DOKM=1054413_KLEI_0"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Big Brother surft im Internet&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; - &lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kleine Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wiso-net.de/r_presse/webcgi?START=A20&amp;amp;DOKM=311199_WZ_0"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Mehr Klarheit bei Datenspeicherung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; - &lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wiener Zeitung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Reaktionen zum Thema in Deutschland : &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.silicon.de/enid/security_management/30824"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Vorratsdatenspeicherung für die Pressefreiheit katastrophal&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.silicon.de/enid/storage_network/30924"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Vorratsdaten: Größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung wurde schon am 14.12.2005 im Europäischen Parlament mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen. Auch viele die heute nicht mehr dabei gewesen sein wollen, haben zugestimmt. Aus Österreich waren alle Abgeordneten dafür, ausgenommen die der Grünen, eine Pro Stimme gab unter anderem auch die jetzige Justizministerin Maria Berger ab. Geschlossen dagegen war europaweit gesehen nur die Europäische Linkspartei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Was regelt die Richtlinie konkret&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es geht knapp gesagt darum, dass in Hinkunft alle Verbindungsdaten moderner Kommunikationsmittel wie Internet, E-Mail, Telefonie und SMS präventiv innerhalb der europäischen Union erfasst und gespeichert werden und im Falle des Verdachts einer strafbaren Handlung an die ermittelnden Behörden weiterzugeben sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuständig für die Speicherung sind die „Provider“ bzw. die Telekommunikationsanbieter, selbige können diese Verpflichtungen natürlich unter Einhaltung datenschutzrechtlicher und anderer Bestimmungen auslagern, haften aber für die korrekte Erfassung und zur Verfügungsstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wie muss man sich das vorstellen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit zwanzig Personen in einem Vortragsraum, die meisten werden ein Handy eingesteckt haben, wenn auch hoffentlich auf „lautlos“ geschaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem ist eine Peilung jederzeit möglich, das heißt, man kann die versammelten Personen in eine Beziehung miteinander setzen. Ob das eine zufällige Begegnung war oder ein konspiratives Treffen, ist dabei sekundär. Die Tatsache, dass also Handy A in unmittelbarer Nähe zu Handy B war, wird nunmehr gespeichert, auch wenn keinerlei Kommunikation zwischen den Geräten stattgefunden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet im Grunde genommen, dass man in Zukunft vorsichtig sein sollte, bei wem man sich beispielsweise in einem Gasthaus dazusetzt - sollte es sich um Terroristen, Wirtschaftskriminelle oder andere (vielleicht später einmal) Verdächtige handeln, muss man möglicherweise Monate danach Auskunft darüber geben, warum man mit diesen Menschen in Kontakt war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des Weiteren werden alle konkreten Telefonverbindungen erfasst, also alle Anrufe, aber auch die Anrufversuche sowie das Versenden und Empfangen von SMS oder anderen vergleichbaren Diensten. Auch Multimedia-Anwendungen fallen unter die Speicherpflicht. Wer also über das Handy fernsieht, Bilder schickt, Lotto spielt, einen Parkschein bezahlt oder sich, wie jetzt ja möglich, eine Fahrkarte bei der Bundesbahn kauft, wird registriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bezug zur Internetnutzung ist bereits in dieser Phase gegeben, jedes Telefonat, das über das Netz geführt wird, muss gespeichert werden, auch in Bibliotheken, die freien Zugang zum WWW gewähren. Vor allem ist die Grenze zwischen „normaler“ Nutzung und „Kommunikation“ praktisch kaum zu ziehen und auch nicht zu kontrollieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Fall von Internetnutzung sollte längerfristig eindeutig auf die nutzende Person rückverfolgbar sein, ungeachtet was der Grund für die Nutzung war, es gibt keine Ausnahmen für wissenschaftliche Recherchen, den Schulbereich oder ähnliches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Verbindungsdaten wurden natürlich auch bereits jetzt für eine gewisse Zeit festgehalten, wenn es um kostenpflichtige Angebote ging, um eine korrekte Vollziehung der Abrechung und eine angemessene Reklamationsfrist für den Kunden zu gewährleisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend mussten diese Daten aber gelöscht werden, die Fristen dafür waren bisher dafür (europaweit) völlig uneinheitlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Umsetzung der Richtlinie in Österreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Richtlinie – hier im &lt;a href="http://www.internet4jurists.at/gesetze/rl_vorratsdaten.htm"&gt;&lt;strong&gt;Volltext&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; - trägt den Namen:&lt;br /&gt;„Richtlinie 2006/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über die Vorratsspeicherung von Daten, die bei der Bereitstellung öffentlich zugänglicher elektronischer Kommunikationsdienste oder öffentlicher Kommunikationsnetze erzeugt oder verarbeitet werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durchgesetzt haben sich mittlerweile unterschiedliche umgangssprachliche Bezeichnungen dafür, vorwiegend eben der Begriff Vorratsdatenspeicher&amp;shy;richtlinie, aber auch als Spitzelrichtlinie ist sie bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Festzuhalten ist, dass die Richtlinie faktisch zweigeteilt ist, in Telefon- und Internetbereich. Ersterer sollte bereits umgesetzt sein, für den zweiten bleibt noch eine gewisse Frist, anzunehmen ist aber, dass bis zum Ende des nächsten Jahres, also 2008, beides auch auf nationaler Ebene Gesetzeskraft erlangen wird. Auf europäischer Ebene ist das ja bereits der Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Hintergrund für diese (scheinbar) überzogenen Maßnahmen liegt einerseits an der Zunahme von Taten, die mit Hilfe des Internets begangen werden und anderseits daran, dass man durch die erweiterten Ermittlungsmöglichkeiten hofft, terroristische Aktionen und Großkriminalität in Hinkunft verhindern oder leichter aufklären zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der letzten Initialzündungen für die Richtlinie, waren unter anderem die schweren Anschläge auf öffentliche Verkehrsmittel in London im Jahre 2005.&lt;br /&gt;Geplant war sie aber bereits viel länger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzelnen Mitgliedsstaaten hatten bei der Auslegung auf nationaler Ebene gewisse Spielräume, z.B. was die Dauer der Datenspeicherung betrifft und für welche (potentiellen) Taten eine Herausgabe an die ermittelnden Behörden verpflichtend wird. In Österreich werden nach dem bisher vorliegenden Gesetzesentwurf alle Telefondaten sechs Monate gespeichert werden müssen. Dabei handelt es sich um die Untergrenze die die Richtlinie gestattet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst die nächsten Jahre werden zeigen, welche Auswirkungen für den Einzelnen und auf öffentliche Stellen bzw. auch Unternehmen konkret auftreten werden. Faktum ist aber schon jetzt, dass die Internetnutzung nie wieder so sein wird, wie man sich das heute noch vorstellt. Denn in Wirklichkeit hat es eine anonyme Nutzung ohnehin nie gegeben, auch wenn das viele Menschen immer noch glauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch viele „Mitverantwortliche“, die in die Entwicklung der Richtlinie einbezogen waren, waren bereits im Vorfeld, also sobald ein Gesetzesentwurf in Österreich vorlag, überrascht von den auftretenden Problemen und Widerständen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einerseits tauchen technische und organisatorische Fragen auf, vor allem aber kommt eine noch kaum zu ermessende Kostenlawine auf die befassten Institutionen zu, die logischerweise jeder abwälzen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Telekommunikationsunternehmen und Provider hoffen, alle zusätzlichen Belastungen an „den Staat“ weitergeben zu können, der Unterschied für die Bevölkerung dürfte sich in Grenzen halten, zahlen wird die Öffentlichkeit, sei es über höhere Preise für die Nutzung von Kommunikationsmitteln oder über die Steuerlast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schätzungen über die Höhe der Belastungen sind sehr unterschiedlich und seriös noch kaum zu beziffern, europaweit aber sicherlich astronomisch. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco schätzt sie alleine für Deutschland auf 205 Millionen Euro. Dazu kommen laut eco laufende Kosten für Abschreibung und Betrieb der Überwachungsanlagen von mindestens 50 Millionen Euro pro Jahr, siehe z.B. dazu den &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/96162/from/rss09"&gt;&lt;strong&gt;Heise Newsticker&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; vom 18.09.2007&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu kommen viele offene Fragen, die jetzt schon zeigen, dass es längerfristig weitere Verschärfungen geben „muss“, wenn das Ganze einen Sinn ergeben soll. Unklar ist unter anderem:&lt;br /&gt;- wie es möglich sein soll, aus diesen ungeheuren Datenmengen effizient einen potentiellen Straftäter ausfindig zu machen&lt;br /&gt;- wie mit Wertkartentelefonen umzugehen ist&lt;br /&gt;- was mit anonymen Internetzugängen konkret passieren soll&lt;br /&gt;- vor allem aber auch, warum präventiv faktisch alle Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union überwacht werden, aber z.B. ein Nutzer eines Mobiltelefons das im Oman registriert ist und der gerade in Paris in einem Café sitzt, völlig unbehelligt mit einer zweiten Person telefonieren könnte, die am Trafalgar Square steht und ein in Mexiko angemeldetes Handy nutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem hat sich ja bereits immer wieder gezeigt, dass die „beste“ Überwachung nichts nutzt, wenn das Personal oder das „Know-how“ dafür nicht vorhanden sind, die ermittelten Daten auszuwerten, das zieht sich von 09-11 bis zu vielen andern aus dem Medien bekannten Taten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar ist aber natürlich auch, dass das Internet und auch alle anderen Formen der modernen Kommunikation massiv vom organisierten Verbrechen und terroristischen Fanatikern genutzt und unterwandert werden und die Polizei und andere ermittelnden Behörden hier nachziehen müssen, um nicht vollends in das Hintertreffen zu geraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss auch kein Illuminat sein und schon gar nicht Freund der Bush Administration oder der harten Linie des deutschen Innenministers Schäuble, um zu sehen, dass sich im Zusammenhang mit dem Internet vieles zusammenbraut. Und zwar von vielen Seiten:&lt;br /&gt;- sieht man Leute wie den Geheimdienstdirektor des Energie-Ressorts der US-Regierung Rolf Mowatt-Larssen, der ständig wirkt und spricht als käme er gerade von der Abhaltung eines Exorzismus zurück und der den Teufel nicht mehr an die Wand malen muss, weil er ihn sicher schon gesehen hat und der in seinen Berichten ohne Umschweife festhält wie sehr „das Internet“ unterwandert ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- betrachtet man nur ein wenig die unglaubliche Manipulation, die täglich im WWW passiert und die faktisch eine neue Vergangenheit schafft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- oder wenn man Zeuge wird, wie ungeniert viele der großen „Player“ im Internet undurchsichtige Interessen verfolgen, so kann man sogar nur hoffen, dass Wege gefunden werden, eines Tages möglichst viel von all dem aufklären zu können was heute bewusst oder unbewusst verschleiert, verändert und vernichtet wird!&lt;br /&gt;Was die Überwachung betrifft, so passierte hier bisher sehr viel in einer Grauzone, auch jetzt schon gelang es immer wieder z.B. im Bereich der Kinderpornographie, bei verbotenen politischen Aktivitäten oder im Falle organisierter Kriminalität – auch noch nach längerer Zeit - Täter durch Online-Ermittlungen auszuforschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Es kommt also in gewisser Hinsicht bei diesen Dingen nunmehr nur zu einer Legalisierung von ohnehin bereits in Verwendung stehenden Instrumenten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Eine der ganz großen offenen Fragen ist aber sicherlich die, für welche konkreten geplanten oder auch bereits vollzogenen Taten diese gesammelten Erkenntnisse verwendet werden dürfen. Erst wenn eine Straftat mit einer gewissen Strafhöhe bemessen wird, soll es zu einer verpflichtenden Herausgabe kommen. Diese Höhe wird in Europa wieder völlig unterschiedlich angesetzt. Generell spricht man aber davon, dass bei Bagatelldelikten keine Möglichkeit bestehen soll, auf die „Vorratsdaten“ zuzugreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Auslegung lässt aber viel Spielraum, außerdem wecken vorhandene Daten immer Begehrlichkeiten. Weiters besteht die Gefahr, dass man faktisch nebenbei auf etwas stößt, das dann doch verwertet werden wird, vor allem aber ist ein Missbrauch zu befürchten, denn die Kontrolle der Zugriffe wird, wie vergleichbare Fälle zeigen, sehr schwierig und komplex werden. Und Datenhandel ist ein sehr lukratives Geschäft.&lt;br /&gt;Dazu kommen Neuerungen wie der „Europäische Haftbefehl“, der dazu führt, dass es selbst bei Taten, die in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union völlig unterschiedlich bewertet werden, zu Auslieferungen kommen kann, und eine zunehmende Verlagerung mancher Delikte vom Zivil- ins Strafrecht, letzteres gilt speziell auch für das Urheberrecht und damit verwandte Bereiche.&lt;br /&gt;Anzuführen ist dazu z.B. die IPRED 2 Direktive, in der eine Verschiebung geistiger Eigentumsrechte vom Zivil- ins Strafrecht angedacht wird. Dazu bei &lt;a href="http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/68064"&gt;&lt;strong&gt;Heise&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; mehr.&lt;br /&gt;Viele der großen Interessensorganisationen zum Schutze von Verwertungsrechten wünschen sich demgemäß natürlich auch, dass speziell auch für ihre Anfragen ein Zugriff auf die Verbindungsdaten möglich sein sollte, in Österreich tun dies beispielsweise die Austro Mechana und der Verein Antipiraterie. Sie fordern daher sogar eine Verschärfung gegenüber der bisher geplanten Praxis. Womit dann auch zum zweiten Mal die Bibliotheken ins Spiel kommen, denn kaum woanders wird so häufig gegen das Urheberrecht verstoßen wie im Bibliotheks- und im gesamten Bildungsbereich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist festzuhalten, dass noch keine verbindliche Aussage gemacht werden kann, wann konkret die beiden Gesetze in Österreich in Kraft treten werden, wie die Umsetzung genau ablaufen soll und wer konkret für welche organisatorischen, rechtlichen und sonstigen Maßnahmen haftet, aber man sollte bereits massiv darüber nach zu denken beginnen, wer die Speicherung der Tausenden von Daten übernehmen wird, die täglich beispielsweise in einer Universitätsbibliothek anfallen. Auch Universitäten sind beispielsweise Provider, wie manche große Unternehmen, und damit für die Einhaltung der betreffenden Gesetze haftbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Konkrete Auswirkungen im Bibliotheksbereich&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In Bibliotheken und überall sonst, wo Personen der Zugang ins Internet ermöglicht wird, sollten insbesondere Maßnahmen überlegt werden, die sicherstellen, dass innerhalb der vorgegebenen Speicherfristen jederzeit eine, auch nachträgliche, eindeutige Identifizierung eines „Nutzers“ möglich ist.&lt;br /&gt;Es sollte also nachvollzogen werden können, wer wann konkret welche Dinge im Internet betrachtet, gesucht oder heruntergeladen hat. Dort wo (noch) anonymes Surfen scheinbar möglich ist, wird es längerfristig zu einer Ausweispflicht kommen, in Italien hat man bereits im Rahmen des Antiterrorgesetzes vorgeschrieben, dass (theoretisch) sogar kleinste Internet-Cafés 2 Jahre lang alle Besucher-Daten archivieren müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um eines aber noch einmal klarzustellen, die Richtlinie verpflichtet „nur“ die Verbindungsdaten - nicht aber die Inhalte - zu speichern, sprich User A ruft Seite X im Internet um 11.22 Uhr auf und verweilt dort acht Minuten, schreibt eine E-Mail über Hotmail, ladet Software XY herunter usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erforderlich wird generell ein sensiblerer Umgang mit dem Internet sein, jedem sollte klar sein:&lt;br /&gt;• dass er niemals jemand anderen mit seiner Kennung arbeiten lassen sollte, weil er ansonsten für allfällige, vielleicht auch zufällige oder unbewusst entstehende Schäden zur Verantwortung gezogen werden könnte&lt;br /&gt;• dass nichts im Internet geheim bleibt, sondern jede einzelne Aktivität lange später noch nachvollzogen werden kann (und wird!!)&lt;br /&gt;• dass abseits von zivil- und/oder strafrechtlichen Folgen Dinge, die man heute ohne weiter darüber nachzudenken über sich im Internet preisgibt, später - z.B. bei der Berufswahl - massive Auswirkungen haben könnten&lt;br /&gt;• dass eine nicht korrekte und nachvollziehbare Speicherung der Vorratsdaten eine Gesetzesübertretung darstellt, die dienst-, verwaltungsrechtliche und weit darüber hinaus gehende Auswirkungen haben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die NetzwerkadministratorInnen bedeutet diese Entwicklung, dass die Verantwortlichkeiten in ihrem Zuständigkeitsbereich zu klären und sicherzustellen sind, dass alle Haftungsfragen vorab geklärt werden müssen, dass von den Nutzern weitreichende Verpflichtungserklärungen vorliegen sollten, die auch die Zustimmung zur Weitergabe von Daten beinhalten – und zwar auf eine Weise, die unmissverständlich klar macht „wir überwachen hier“ !&lt;br /&gt;Bereits im Vorfeld sollte innerhalb einer Organisation festgelegt werden, wer unter welchen Umständen für die Speicherung, die „Wartung“, die Überwachung der Überwachung und die Herausgabe der Daten (an wen?) zuständig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu befürchten ist allerdings, dass auch in dieser Frage – wie schon in vergleichbaren Angelegenheiten - Ahnungslosigkeit und Blauäugigkeit im ministeriellen Umfeld herrscht und verhindert, dass jetzt - zum richtigen Zeitpunkt - Vorgaben und notwendigen Mittel fehlen, die nötig wären, selbst lediglich organisatorisch eine korrekte Umsetzung dieser Richtlinie zu ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher wird im schlimmsten Fall wieder einmal viel an den einzelnen Dienststellen hängen bleiben und die Gefahr, dass es einmal einen völlig unschuldigen Administrator „erwischt“, wenn Daten die man später einmal als „wichtig“ einstuft, verschwunden sind, ist groß.&lt;br /&gt;Ergänzend ist vielleicht noch anzumerken, dass natürlich auch schon bisher praktisch jede Internetaktivität nachvollzogen werden konnte, rein als Exkurs sei hier der doch sehr heitere Fall des niederländischen Königshauses erwähnt, das mit einem Eintrag in Wikipedia unzufrieden war, und von einer „Palastadresse“ aus versuchte, diesen mehrmals zu korrigieren, siehe dazu einen Artikel im &lt;a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3016847"&gt;&lt;strong&gt;Onlinestandard&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Besonders bedenklich werden alle diese „neuen“ Möglichkeiten der „legalen Spionage“ allerdings natürlich dort, wo bisher absoluter Geheimnisschutz sogar gesetzlich vorgeschrieben war, wie bei der Kontaktaufnahme mit Anwälten oder auch im journalistischen Bereich.&lt;br /&gt;Außerdem lässt natürlich, auch ohne inhaltliche Speicherung, allein das Aufrufen einer Internetseite Rückschlüsse zu, z.B. wenn man über eine Krankheit recherchiert oder politische Daten sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Datenschützer sind auf jeden Fall jetzt schon die großen Verlierer und es ist zu befürchten, dass das auch auf lange Sicht so bleibt. Insbesondere weil das Bewusstsein für die Auswirkungen kaum in der Bevölkerung verankert ist und eher die Ansicht vorherrscht „wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zieht man aber die bisherigen Erfahrungen, z.B. im Zusammenhang mit dem „großen Lauschangriff“ heran, so zeigt sich, dass in der Hälfte der Fälle schlichtweg Unschuldige überwacht wurden. Je nachdem kann man diese Quote als Erfolg oder massiven Eingriff in die Grundrechte auslegen, dazu der Österreichische Rechtsschutzbeauftragte Gottfried Strasser: „Seit Einführung Ende der 90er-Jahre gab es ein knappes Dutzend großer Lauschangriffe. Die "Erfolgsquote" liegt bei 50 Prozent: Erfolg bewerte ich dahin, dass es in diesen Fällen zu Anklageerhebungen und rechtskräftigen Verurteilungen gekommen ist, teils auch zu vieljährigen Haftstrafen" Siehe dazu einen &lt;a href="http://www.networld.at/index.html?/articles/0737/542/184905_s2.shtml"&gt;&lt;strong&gt;Artikel&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; in der News Networld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders ausgedrückt bedeutet das aber, dass die Hälfte der Betroffenen umsonst von der Behörde „ausgezogen“ wurden, denn so könnte man etwas überspitzt die Zukunft der Internetnutzung beschreiben, ein permanenter Strip vor wildfremden Leuten.&lt;br /&gt;Und, dass die für die meisten Maßnahmen notwendige „richterliche Genehmigung“ auch mit Vorsicht zu betrachten ist, gibt z.B. sehr gut in einem „Quergeschrieben“ in der Presse Kurt Scholz zu bedenken. Hier der &lt;a href="http://meinung.diepresse.at/home/meinung/quergeschrieben/kurtscholz/333874/index.do"&gt;&lt;strong&gt;Text&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; in der Presse Online.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar zu sagen ist aber natürlich auch hier wieder, dass nunmehr endlich bessere (und legale) Instrumente zur Bekämpfung von Internetkriminalität zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;Wenn tatsächlich dann auch noch tausende Menschenleben gerettet werden, weil in Zukunft Anschläge nicht nur aufgeklärt, sondern sogar vorab verhindert werden können, wird die Stimme der „Protestierer“ und der Personen, die die Aufgabe lange erkämpfter Rechte kritisieren, sicher leiser werden und kaum mehr gehört werden. Das Abwägen, was mehr zählt, wird (zu Recht) aber sicherlich ein Dauerthema bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es in Zukunft möglich bleiben wird, in den Staaten Europas mit ihren demokratischen Verfassungen und ihren Bürgerrechtscodices, in Bibliotheken einfach ganz anonym Bücher zu „lesen“&lt;br /&gt;- wenn man sie vorher nicht im Onlinekatalog gesucht hat&lt;br /&gt;- sie nicht über das Internet bestellt hat&lt;br /&gt;- und sie nicht nur online vorliegen&lt;br /&gt;ist die Frage. Kleiner Denkanstoss: der Traum aller „E-Fans“, dass praktisch alles elektronisch im Netz lesbar sein sollte, am besten unter einer dauerhaften URL, führt nun als Nebeneffekt dazu, dass praktisch jeder, dens interessiert noch Jahre später wissen wird, was wer wann gelesen hat. Metternich würde staunen, was Bibliotheken als Erfüllungsgehilfen vermögen.)&lt;br /&gt;Bleibt also nur, gezielt nur mehr die Werke in die Hand zu nehmen, die Freihand aufgestellt sind - vorausgesetzt zwischen den Regalen sind keine Überwachungskameras angebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes totalitäre Regime weiß, dass Bibliotheken gefährliche Brutstätten des Geistes und somit von Kritik und Widerstand sind und erste Maßnahmen solcher Regimes sind immer Räumungen und Säuberungen von Bibliotheken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Österreich gerieten Bibliotheken ja immer wieder auch in jüngerer Zeit in das Spannungsfeld zwischen berechtigtem Geheimnisschutz und polizeilichen Ermittlungen, beispielsweise damals, als „Briefbomber“ Franz Fuchs Anregungen für seine wirren Ergüsse aus entlehnten Büchern bezog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kleines Internet-Brevier&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- größte Vorsicht bei der Internetnutzung. Unbedarftes Suchen kann Ihre Zukunft gefährden.&lt;br /&gt;- „Nichts“ glauben, was im Netz zu finden ist, ohne den gesunden Menschenverstand einzuschalten und immer wieder „gegen“ zu recherchieren bevor man etwas für wahr hält&lt;br /&gt;- Die Speicherung von Daten hat nicht der Staat oder die EU „erfunden“, wenn Sie bei Google vor drei Jahren etwas gesucht haben, wird das noch lange nachvollziehbar sein. Aus ganz undurchsichtigen Gründen speichert man dort alle Anfragen bis 2038! Nach Protesten von Datenschützern und anderen Organisationen vor allem in den USA soll in Hinkunft aber nur mehr 18 Monate gespeichert werden, was wer wann wissen wollte. Google kann mit Sicherheit jetzt schon als der größte Speicher von persönlichen Daten in der Geschichte der Menschheit bezeichnet werden. Und es ist völlig unklar, was damit passiert.&lt;br /&gt;- Vieles, was uns heute vielleicht immer noch wie Science Fiction erscheint, sickert zusehends in den Alltag ein, siehe z.B. in Amerika das Implementieren von RFID Chips unter der Haut von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Unternehmen. Dazu finden sich mittlerweile viele Berichte im Netz z.B. einer bei &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/69438"&gt;&lt;strong&gt;Heise&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;,&lt;/strong&gt; einer verlässlichen Quelle&lt;br /&gt;- Auch an der Entwicklung des „optimierten Mitarbeiters“ wird gearbeitet: Mit Hilfe von Infrarotstrahlen wird die freie geistige Kapazität im Gehirn festgestellt, um ihm bei elektromagnetischen Anzeichen von Entspannung mehr Arbeit zuzuweisen. Dazu ein kurzer Beitrag : &lt;a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3931&amp;amp;Alias=wzo&amp;amp;cob=305661"&gt;&lt;strong&gt;Computer optimiert Mitarbeiter&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; in der Wiener Zeitung&lt;br /&gt;- Die Vorratsdatenspeicherung ist nur ein Anfang, weitere Maßnahmen stehen bevor, zu erwähnen sind z.B. die so genannten Bundestrojaner, also das Einschleusen von Überwachungssoftware durch ermittelnde Behörden, ohne dass der betreffende User das merkt, oder die Internetzensur, die man bisher nur aus Staaten wie China kannte und, die nun auch verstärkt in Europa gefordert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der vielleicht nicht offensichtliche Zusammenhang ist der, dass mittlerweile die Freiheitseinschränkung dort am besten funktioniert, wo man sie noch vor ein paar Jahren am wenigsten vermutet hat, fast alles passiert direkt oder indirekt über „das Netz“.&lt;br /&gt;Geblieben ist also als eine der größten Freiheiten, die noch vorstellbar sind, einfach Bücher zu lesen, gedruckte wohlgemerkt. Und auch wenn das vielen heute noch nicht klar ist: es ist schwerer ein altes gedrucktes Buch zu fälschen (wie man ja schon oft erlebt hat), als ein digitalisiertes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt also nur, sich das Internet nicht vermiesen zu lassen, wobei aber die Flucht in Parallelwelten auch nicht wirklich möglich ist, denn gerade &lt;a href="http://www.secondlife.com/"&gt;&lt;strong&gt;Second Life&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; und Co werden mittlerweile streng überwacht und selbst virtuelle Straftaten darin sollen verfolgbar werden. Wenn also Ihr Avatar in Second Life eine Bank überfällt, könnte man Ihnen kriminelle Energie unterstellen und es wird ernsthaft darüber diskutiert, ob virtueller Sex mit einem Furry (für nicht so Internet-Beschlagene, das sind meist pelzige Wesen, die sich im Netz herumtreiben) unter das Sodomiegesetz fällt. Mehr dazu: ein guter Überblick zum Recht in Zweitwelten: &lt;a href="http://www.jurawiki.de/SecondLifeRecht/StrafRecht"&gt;&lt;strong&gt;Rechtsfragen in und um Second life&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie zuvor wurden gleichzeitig so viele Menschen präventiv ausspioniert wie jetzt. Geheimdienste und Diktaturen mussten sich bis vor kurzem schwerfälliger Mittel bedienen, heute liefern wir selbst ganz demokratisch alle Daten bereitwillig ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In manchen Kommentaren zum Thema Vorratsdatenspeicherrichtlinie wird der Polizei mittlerweile vorgeschlagen, sie soll doch die Kosten für die Speicherung durch Einrichtungen wie ein persönliches Erinnerungsservice wieder einspielen, in dem sie uns gegen Entgelt alles zur Verfügung stellt, was wir bereits wieder vergessen haben.So ein Service könnte z.B. helfen, welchen Lokal man vor fünf Monaten so gut gegessen habt und mit wem man eigentlich dort war ….&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss noch ein pessimistisches Zitat des Regisseurs George A. Romeros, der zur Situation des Internets 2008 meint:„Ich war Medien gegenüber immer schon kritisch eingestellt, vor allem wegen der Gefahr, die von Manipulationen ausgeht. Jetzt bereitet es mir große Sorgen, wenn ich sehe wie meine Kinder mit dem Internet umgehen, es ist sehr einfach zu lügen und es ist sehr einfach für jemanden mit einer irren Idee, plötzlich Millionen von Menschen hinter sich zu haben.“&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.diepresse.at/home/kultur/film/339533/index.do"&gt;&lt;strong&gt;Interview:&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; George A. Romero: „Wir selbst sind die Zombies!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Autor:&lt;br /&gt;Michael Bracsevits war lange Jahre Bibliotheksleiter, ist unverändert Bibliothekar aus Leidenschaft, Experte für die Informations- und Dokumentenbeschaffung aus allen Wissenssparten, Rechercheur, Provenienzforscher, Profi in Wirtschafts- und Juristischen Ermittlungen, Bücherjäger, Spezialist für die Entwicklung und alle Anwendungen des Internets, Lehrbeauftragter und Referent.&lt;br /&gt;Michael Bracsevits Bibliothekar / Information Broker / Bücherjäger&lt;br /&gt;Mailto:&lt;a href="mailto:bracsevits@net-traininigs.at"&gt;bracsevits@net-traininigs.at&lt;/a&gt; und &lt;a href="mailto:bracsevits@mail.com"&gt;mailto:bracsevits@mail.com&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6012533622432678685?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6012533622432678685/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6012533622432678685&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6012533622432678685'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6012533622432678685'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/11/vorratsdatenspeicherung-die-richtlinie.html' title='Vorratsdatenspeicherung - die Richtlinie und die Bibliotheken'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3042954613502801705</id><published>2007-10-20T11:32:00.000+02:00</published><updated>2007-10-23T14:07:46.446+02:00</updated><title type='text'>„Man sagt, Bibliotheken sind langweilig und Bibliothekare auch” ...</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/Programme2007.htm"&gt;World Library and Information Congress&lt;/a&gt;: 73rd IFLA General Conference and Council&lt;br /&gt;"Libraries for the future: Progress, Development and Partnerships"&lt;br /&gt;19-23 August 2007, Durban, South Africa&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So beginnt Richter &lt;a href="http://www.concourt.gov.za/site/judges/justicealbiesachs/index1.html"&gt;Albie Sachs&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Photo: mit Gen. von Adam Welz),&lt;/span&gt; &lt;a href="http://www.ukzn.ac.za/cca/images/tow/TOW2004/sachs400.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5123351194590420834" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/RxnMxE0in2I/AAAAAAAAAGM/-RrJZRsY_4M/s200/sachs.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;eine der beeindruckendsten Personen des neuen Südafrika und einer der großen Bürgerrechtskämpfer des 20. Jahrhunderts, seine Rede bei der Eröffnung der WLIC Konferenz am 19. August 2007 im Großen Saal des Tagungsortes, dem Konferenzzentrum ICC von Durban.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erzählt von seinem Zugang zu Büchern und davon wie eine Bibliothek ihm half, geistig gesund zu bleiben, als er aufgrund des „90 day law“ ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Kontakt zu Anwälten oder sonst jemandem sich monatelang in Einzelhaft befand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Isolationshaft ist so schlimm, da sich außen keine Anhaltspunkte mehr finden, zu denen sich die Person in Beziehung setzen kann: Realität, Persönlichkeit und Identität gehen verloren. Die Reizdeprivation führt zur Orientierungslosigkeit, das eigene Gedächtnis ist der einzige Ort der Zuflucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Albie Sachs begann, sich das Alphabet aufzusagen, sich Lieder vorzusingen, die mit den Buchstaben des Alphabets begannen: A Always ..., B Because ... usw. schwierig mit dem X, also nahm er „Deep in the heart of Texas“. Er schuf aus dem romantischen Lied von Irving Berlin „Always“ ein Lied, mit dem er die Einsamkeit einer südafrikanischen Gefängniszelle bekämpfte und singt es jetzt wieder vor:&lt;br /&gt;“I’ll be living here, always/ Year after year, always/ In this little cell that I know so well/ I’ll be living swell, always, always./ I’ll be staying in, always/ Keeping up my chin, always/ Not for but an hour/ not for but a week/ not for 90 days, but always.”&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es begann nur mit dem 90-day-law, das nächste Mal war es das 180-day-law und eigentlich wollte man unliebsame Leute für immer in Einzelhaft und Isolationsfolter halten.&lt;br /&gt;Albie Sachs sprach und das 5000 TeilnehmerInnen große Publikum im riesigen Saal war so still, dass man eine Nadel fallen hören hätte können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sprach weiter davon, wie er versuchte, zu rekonstruieren und zu erinnern, zu katalogisieren, was er von der Welt draußen im Gedächtnis hatte, vom Versuch die Welt im Geist neu zu konstruieren. Das einzige Buch, das ihm erlaubt wurde, war die Bibel. Er las sie immer wieder, nicht zu schnell, damit er nicht zu bald wieder am Ende war. Er hat sich Listen ausgedacht von Büchern, die er lesen wollte und eines Tages kam es tatsächlich so weit, dass er Bücher in seine Zelle bekommen durfte. Seine Wächter besorgten, was immer davon sie wollten oder was davon möglich war zu erhalten, in einer kleinen öffentlichen Bibliothek, nicht weit vom Gefängnis. Er beschreibt die Rettung, die ihm durch Bücher geschehen ist, wie den Rettungsanker, der einem zugeworfen wird, wenn man aus dem Boot gefallen ist. Und dann bedankt er sich beim unbekannten Bibliothekar - in seiner Vorstellung war es aber immer eine Bibliothekarin - die ihn damals mit dem lebensnotwendigen Lesestoff versorgt hat, vielleicht ahnend, was das für ihn bedeutet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er vergleicht das sichere Schwimmen um das Boot mit dem sicheren Arbeiten innerhalb der Bibliothekstraditionen von täglicher Arbeit und Ausbildung, und das sich etwas weiter vom Boot weg wagen – dorthin wo es die wirklich interessanten Dinge zu erfahren gibt – mit der Konferenz in Südafrika, wo man nie gesehene Dinge zu sehen und erfahren bekommt.&lt;br /&gt;In Afrika haben z.B. manche Bibliotheken 2 Beine – der Schatz ihres Wissens, aus Tradition und Erfahrung geht mit ihnen verloren, wenn man nicht Wege findet, es zu retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Zeiten der Apartheid wurde die tatsächliche Geschichte vor allem mündlich weitergegeben, Geschriebenes war immer auch Spur zurück zum Urheber – einerseits -und andrerseits konnte man dem in den Medien verbreitetem Wort nicht trauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Aufbewahren und Erinnern ist lebenswichtig und Bibliotheken sind Orte der Zuflucht und der Freiheit des Geistes. Da geht es um Bücher und anderes geschriebenes, aber immer mehr auch um das Internet – die unsichtbare virtuelle Bibliothek der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Albie Sachs, dem Juristen und Richter, der am Aufbau des südafrikanischen Rechtssystems maßgeblich beteiligt war, geht es natürlich vor allem um die größte Rechtsbibliothek der südlichen Hemisphäre: der Bibliothek des Verfassungsgerichtshofes in Johannesburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In repressiven Systemen sollen die Menschen am besten von außen nichts über ihre Rechte erfahren, sie bekommen Lüge und Propaganda aber sie sollen keinen Zugang zum geschriebenen Wort haben. Die Juristen Sachs und Mandela wissen am besten aus ihrer Erfahrung mit der Apartheid, wie leicht es ist, Gesetze zu verdrehen, zu verfälschen und verschwinden zu lassen. Die Hüter des Rechts verfügen über eine Art Geheimwissen und niemand kann je genau wissen, worauf es beruht. Deshalb die Bedeutung dieser großen Gesetzesbibliothek als Gebäude, das den Kampf und die Befreiung repräsentiert.&lt;br /&gt;Das physische Gebäude ist wichtig und dass seine Räume für alle zugänglich sind – in der Bibliothek führen Rampen, die man auch im Rollstuhl fahren kann, zu offenen Regalen, in denen die Bücher, die Akten, die Gesetzesblätter aller afrikanischen Länder, geordnet nach einem verständlichen System, zur Verfügung stehn. Man kann sich frei bewegen, frei assoziieren, reisen ... innerhalb der Bibliothek.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibliothek ist ein wesentlicher Teil des Constitutional Court. Das Gebäude steht auf dem Gelände des alten Gefängnisses, Fort Prison, und es ist aus Material des ehemaligen Gefängnisses erbaut. Es ist aber etwas vollkommen neues und verkörpert in seiner Architektur die Freiheit des Geistes und würdigt den Kampf um seine Befreiung. Es besteht zu einem Teil aus den Steinen und Balken des Gefängnisses und das bedeutet, dass die Leiden der Gefangenen nie verloren gehen, aber es ist wie ein Phoenix aus der Asche ganz etwas neues, anderes geworden. Weiter Raum, Licht und Luft, Klarheit und Schönheit sind seine Elemente und trotzdem erdrückt das Gebäude nicht die alten Gefängnistrakte, die es noch umringen und die als Museum erhalten werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Südafrika hat ein neues Rechtssystem aufbauen müssen und Mandela und seine Regierungsbeauftragten holten Informationen aus der ganzen Welt, verglichen Gesetze von überall und sind in regem Austausch mit Richtern und Rechtsforschern aus aller Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Dr. Alex Byrne, der designierte IFLA Präsident spricht über Gandhis Kampf für die Menschenrechte, der in Südafrika begonnen hat – als er, eingeladen von Geschäftsfreunden seines Vaters, als Berater in einer Rechts-Angelegenheit aus Indien nach Pretoria, Südafrika zu kommen, - mit einem Ticket erster Klasse im Zug in Pietermaritzburg den Platz wechseln musste, in die 3. Klasse des Zuges, die den Farbigen zugewiesen wurde. Da er sich weigerte, wurde er aus dem Zug geworfen. Sein Kampf, der hier in Südafrika seinen Anfang nahm, beeinflusste auch die anderen Bürgerrechtsbewegungen, verkörpert von Martin Luther King oder Nelson Mandela.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zentrale Basis und Ziel dieser Freiheits- und Bürgerrechtsbewegungen mit ihren Kämpfen für Wahrheit und Gerechtigkeit durch Mittel der Gewaltlosigkeit ist die Freiheit des Wortes und des Ausdrucks, der freie Zugang zu Information für alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IFLA ist sich der Verantwortung und Solidarität mit den KollegInnen über den ganzen Globus hin bewusst. Die Organisation unterstützt sie im täglichen Kampf für Entwicklung, Informationsvermittlung, Vermittlung von Fähigkeiten zur Aneignung der Information und Entwicklung von Strukturen, die es Bibliotheken erlauben, Wissen und kulturelles Erbe zu konservieren, und Orte der sozialen Entwicklung zu sein.&lt;br /&gt;Überall tritt die IFLA für die Freiheit des Ausdrucks, den Zugang zu Information und Wissen ein, – und Alex Byrne macht das auch an Orten klar, wo diese Rechte gefährdet und verfolgt werden, wie z.B. im Juni in Kuba, um den Bibliotheken und Bibliothekaren Rückhalt und Anteil der KollegInnen und der Organisation zu vermitteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser Konferenz in Durban werden vor allem die Aspekte der Entwicklung, der Zukunft und der weltweiten Partnerschaften betont und die Tatsache, dass die TeilnehmerInnen aus afrikanischen Ländern diesmal die Hälfte der Delegierten und SprecherInnen ausmachten, mit großer Freude begrüßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solidarität innerhalb der IFLA fand ihren Ausdruck in der Unterstützung australischer KollegInnen, die das Geld aufbrachten, um afrikanischen KollegInnen die Teilnahme am Kongress zu ermöglichen – und ihnen damit Gelegenheit für Treffen mit den KollegInnen, Austausch und vielleicht resultierender Partnerschaften zu ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.anc.org.za/people/jordan.html"&gt;Pallo Jordan&lt;/a&gt;, Südafrikas Minister für Kunst und Kultur, auch einer aus der alten &lt;a href="http://www.passia.org/images/meetings/Sept-9-Pallo-Jordan-L.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5124091290469965730" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rxxt4U0in6I/AAAAAAAAAGs/sVOzNmoGZcc/s200/jordan.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/RxnOtE0in4I/AAAAAAAAAGc/riD_F1OawyM/s1600-h/jordan.JPG"&gt;&lt;/a&gt;Kämpfergeneration, spricht über die Entwicklung einer Informationsgesellschaft, die frei, fair und gerecht für alle ist und darüber dass die Verantwortung dafür vor allem bei den Bibliotheken liegt. Bücher sind Augenöffner, Begleiter, Geschichtenerzähler. Ideen für eine bessere Zukunft sind das einzige, was vorerst da ist – sie in die Realität umzusetzen, bedeutet Arbeit - und dafür brauchen Bibliotheken Unterstützung, Solidarität, Partnerschaft Ermutigung und Ermächtigung.&lt;br /&gt;Er beschrieb seinen Zugang zu Büchern, die lebensrettende Wirkung von Bibliotheken, die er erfuhr, als er aufgrund des „90 day law“ ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Kontakt zu Anwälten oder sonst jemandem sich monatelang in Einzelhaft befand. &lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Photo Quelle: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.passia.org/"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;www.passia.org&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gcina_Mhlope"&gt;Gcina Mhlope&lt;/a&gt;, die “Mutter der Bücher“, ist in Südafrika gut bekannt als Freiheitskämpferin, Aktivistin, Schauspielerin, Geschichtenerzählerin, Autorin – und sie&lt;a href="http://www.pamgolding.co.za/services/article_popup.asp?articleid=2108"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5124093150190804914" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rxxvkk0in7I/AAAAAAAAAG0/jqNEZR1Hfrs/s200/gcine.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; führte durch die Zeremonie! Es ist eine außerordentliche Erfahrung, diese charismatische Persönlichkeit in ihrem Element zu erleben: Geschichten erzählend und zum Lesen animierend und die Liebe und Begeisterung zu fühlen, mit der sie die letzte Ecke des riesengroßen Saales und die Herzen der Zuschauer und Zuhörer füllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„May the heartbeat of Africa echo in your soul...“ sagt sie und eines ist sicher: Afrika wird nie mehr aus unserer Seele verschwinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Photo: Sally Blackman&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3042954613502801705?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3042954613502801705/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3042954613502801705&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3042954613502801705'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3042954613502801705'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/10/man-sagt-bibliotheken-sind-langweilig.html' title='„Man sagt, Bibliotheken sind langweilig und Bibliothekare auch” ...'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/RxnMxE0in2I/AAAAAAAAAGM/-RrJZRsY_4M/s72-c/sachs.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-6708808562306956864</id><published>2007-10-20T11:22:00.000+02:00</published><updated>2007-10-22T11:52:15.416+02:00</updated><title type='text'>Information und Verhaltensänderung</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/Programme2007.htm"&gt;World Library and Information Congress&lt;/a&gt;: 73rd IFLA General Conference and Council&lt;br /&gt;"Libraries for the future: Progress, Development and Partnerships"&lt;br /&gt;19-23 August 2007, Durban, South Africa&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FAIFE (Free Access to Information and Freedom of Expression) und AIDS / HIV&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Bibliotheken überbrücken soziale Unterschiede, Informations-Zugangs-Hindernisse, transformieren Information, um soziales Verhalten zu ändern&lt;br /&gt;Social inclusion: how can public libraries embrace the challenge of reaching out to serve all people in their community?Bridging the information gap - digital inclusion&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;WLIC 2007 - Konferenzbeiträge&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/107-Mchombu-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Overview and information issues concerning the HIV/AIDS situation in Africa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;KINGO MCHOMBU and CHIKU MCHOMBU (University of Namibia, Windhoek, Namibia)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/107-Albright-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;HIV/AIDS Information Seeking and Healthcare Communications in Sub-Saharan Africa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;KENDRA ALBRIGHT (University of Sheffield, Sheffield, UK)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/128-deJager_Nassimbeni-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Information Literacy in Practice: engaging public library workers in rural South Africa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;KARIN DE JAGER and MARY NASSIMBENI (Centre for Information Literacy, Department of LIS, Cape Town, South Africa)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/128-Bolhassan-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Braving Rapids, winding timber-tracks: towards equitable access to information for libraries in Sarawak&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;RASHIDAH BINTY BOLHASSAN (Sarawak State Library, Malaysia)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/128-Hedelund-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;What is Community Centre, Gallerup?&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;LONE HEDELUND(Arhus Public Library, Denmark)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/128-McGlamery_Ulrich-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Serving Patrons in Their Language, Not Just Ours&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;PAUL S. ULRICH (Berlin Central and Regional Library, Germany) and SUSAN MCGLAMERY (Cooperative Services, OCLC)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/158-Broady-Preston-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Changing information behaviour: education, research and relationships&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;JUDITH BROADY-PRESTON (University of Wales, Aberystwyth, UK)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;HIV/AIDS ist eines der größten Probleme des ganzen afrikanischen Kontinents. Abgesehen vom Zugang zu Gesundheitsvorsorge und antiretroviralen Medikamenten, der schwierig genug und meist zu teuer ist, geht es hierbei auch vor allem um das soziale Verhalten, das einer der Faktoren für die pandemische Ansteckung und Ausbreitung von HIV/AIDS in Afrika, ist.&lt;br /&gt;Mittlerweile geht es neben Fragen, wie Information aufbereitet werden soll und welche Rolle Bibliotheken dabei spielen können auch um „Erlern“theorien, also um Möglichkeiten, durch Information Einfluss zu nehmen auf Änderungen des sozialen Verhaltens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Westen werden bei Gesundheitskampagnen mittlerweile vor allem psychologische Elemente beachtet, die erst dazu führen, dass Information als wahr angenommen wird und zu nachfolgenden Verhaltensänderungen führen können – Man müsste also Info-Kampagnen vergleichen und herausfinden, welche Elemente zum Erfolg führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bibliotheken haben hierbei wichtige Aufgaben und entwickeln mittlerweile auch Theorien darüber, wie in gesellschaftlichen Krisensituationen bzw. in Krisengebieten von der reinen Informations-Vermittlung zur aktiven Beeinflussung des Verhaltens gelangt werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgehend von „Health Behavior Theories“ müssten „Information Behavior Theories“ erarbeitet werden.&lt;br /&gt;Sicher ist, dass durch die/den, die/der informiert Ungleichheit erfahren wird, man fühlt sich passiv gegenüber einer Autorität und deshalb wird diese Situation oftmals als ganzes prinzipiell abgelehnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist Flexibilität und Phantasie der Informationsvermittler gefordert. Das Informieren kann auch durch indirekt und verpackt in Unterhaltung oft besser funktionieren als das trockene Belehren von oben nach unten. Am erfolgreichsten wird man sein, wenn das Material in zahlreichen Sprachen, vor allem den lokalen Muttersprachen, vorliegt, und wenn man sich nicht nur auf die schriftliche Form der Vermittlung beschränkt, sondern Radioprogramme, Fernsehsendungen, z.B. Soap Operas, Theaterstücke, Lieder, Weblogs einbezieht und anerkannte Autoritäten gewinnt – Sänger, Schauspieler, ehemalige Kindersoldaten – die manchmal sehr populär werden ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch Wissensmanagemen führt aufklärende Information zu bestimmten erwünschten Handlungen.&lt;br /&gt;- &gt; siehe das Buch des Befreiungstheologen Paolo Freire: Pädagogik der Unterdrückten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vernachlässigung der Aspekte, wie Wissen angeordnet, transformiert und vermittelt werden kann, erklärt warum die Informiertheit über HIV / AIDS in Afrika mittlerweile groß ist, dieses Wissen aber fast keinen Effekt auf das Verhalten der Menschen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Information muss also konvertiert werden, um wirksam zu werden und das muss in Afrika sehr bald geschehen.&lt;br /&gt;Das theoretisch gewusste, geschriebene Wissen soll in Erfahrung umgesetzt werden.&lt;br /&gt;Die Werkzeuge dafür sind schon da, sie müssen nicht erfunden werden.&lt;br /&gt;Es gibt verschiedene Eck-Punkte in der Wissensvermittlung, die beachtet werden müssen, wie die Fragen:&lt;br /&gt;Wer weiß etwas?&lt;br /&gt;Warum und woher weiß er es?&lt;br /&gt;Wieviel ist sein Wissen wert?&lt;br /&gt;Wie setzt man es um?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sollte möglich werden, die Pandemie mittels Information zu kontrollieren und zu besitzen, Information muss dazu führen, dass die Menschen Akteure werden, anstatt sich als passiv ausgelierte Opfer zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;AIDS erfordert permanente Agitation, denn es ist eine sehr ruhige und stille Krankheit, die schleichend ihre Opfer in Besitz nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Best practices sind Praktiken, die sich unter einer großen Menge an Praktiken im Gebrauch schon früher nach Prüfung verschiedener Parameter als die besten erwiesen haben.&lt;br /&gt;Bibliotheken z.B. haben bereits reiche Erfahrung mit „best practices“ für das Sammeln, Katalogisieren, Evaluieren und Bereitstellen von Wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die US Regierung neigt unter der Bush-Administration dazu, AIDS / HIV Projekte, in deren Konzepten die Begriffe „Kondom“ oder „Abortus“ vorkommen, nicht zu unterstützen und als einzige Strategie gegen AIDS sexuelle Abstinenz, bzw. eheliche Treue zu fordern.&lt;br /&gt;Das geht an der Realität vorbei und Information, die zusammen mit derartig unrealistischen Forderungen vermittelt wird, kann nicht angenommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wissensmanagement müsste also demokratisch und politisch möglichst unabhängig vor sich gehen und die lokalen Erfordernisse berücksichtigen, kulturelle Bräuche und vor allem die lokalen Sprachen. Das Ausmaß der wirtschaftlichen und sozialen Abhängigkeit der Frauen, ihre sozio-ökonomische Unterlegenheit - ist im Westen kaum vorstellbar und wird deshalb auch in westlichen Theorien kaum beachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Health und Information Behavior Theories müssten folgende Punkte beinhalten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;-&gt; Genderunterschied bezüglich des Wissens- und Ausbildungsstandes – solange Schulgeld erhoben wird und die Gender-Unterschiede sozial so groß sind, werden Mädchen weniger gern in die Schule geschickt und erhalten weniger gute Ausbildung&lt;br /&gt;-&gt; Begrenzungen von Erlern-verhalten – Muttersprachen werden oft nicht berücksichtigt, die Amts- und Schul-Sprachen sind die Sprachen der ehemaligen Kolonisatoren&lt;br /&gt;-&gt; Einbeziehung und Nutzung aller Faktoren, wie Erziehung, Kommunikationstechniken, Psycholgie, öffentliche Gesundheitsversorgung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die im Westen vetretenen Health Behavior Theories sind&lt;br /&gt;- erklärend&lt;br /&gt;- veränderungsbetont&lt;br /&gt;- botschaftsorientiert&lt;br /&gt;- glaubensbetont&lt;br /&gt;- interventionsorient&lt;br /&gt;Alle zusammen sind leider nicht ohne weiteres für das spezielle Problem AIDS HIV in Afrika anwendbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese - vor allem in den Industrieländern -  entwickelten und umgesetzten Theorien berücksichtigen auch eines kaum, nämlich dass menschliches Verhalten nicht unbedingt rational ist, schon gar nicht im Bereich der Sexualität. Es gibt – abgesehen von den kulturellen, auch psychologische und weltanschauliche Faktoren, die nicht von den Information Behavior Theories berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;Die Rolle der jeweiligen Kultur muss viel stärker einbezogen werden, Gesundheits-Kampagnen gehen sonst vollständig an ihren Zielgruppen vorbei.&lt;br /&gt;In Afrika hat man es mit Kulturen zu tun, die nicht am Individuum orientiert sind, sondern vorwiegend an Gemeinschaften: es sind Familien-, Stammeskulturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einbeziehung von Journalismus und Bibliotheken&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufklärung muss schon sehr früh in die Erziehung integriert werden. Verhaltensmotivierung muss stattfinden. Abgesehen von Mitteln der Propaganda und der Manipulation hätte der/die BibliothekarIn als vertrauenswürdige Mittelsperson, als Kurator und Animator, Möglichkeiten auf das Verhalten einzuwirken.&lt;br /&gt;Wir BibliothekarInnen müssen wissen, dass ohne Anerkennung und Ermächtigung der Menschen als Handelnde und Verantwortliche, Information nicht angenommen wird und nicht zu Verhaltensänderung führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Afrika funktionieren bisher im Zuge der AIDS-Aufklärung Peer to Peer Groups, Jugendclubs, die Gewinnung der traditionellen Autoritäten, denen vertraut wird, das Einbeziehen von Musikern, Sängern und Schauspielern als Rollen-Modelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BibliothekarInnen können sich diese Erfahrungen zu eigen machen und versuchen, in ihrem Rahmen damit zu experimentieren - zum einen herauszufinden, nach welcher Information der Benutzer wirklich sucht und zum anderen den richtigen Weg finden, Information zu vermitteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BibliothekarInnen und BenutzerInnen sind Partner auf dem gemeinsamen Weg der Entdeckung von Wissen - die Rolle des Bibliothekars als Besitzer des Wissens und Wächter des Zugangs, der dem fragenden und wartenden Leser seine Sprache und sein Kulturverständnis aufzwingt, gehört endgültig der Vergangenheit an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-6708808562306956864?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/6708808562306956864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=6708808562306956864&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6708808562306956864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/6708808562306956864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/10/information-und-verhaltensnderung.html' title='Information und Verhaltensänderung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-17505637239560606</id><published>2007-10-20T11:15:00.000+02:00</published><updated>2007-10-23T12:07:56.001+02:00</updated><title type='text'>Frauenangelegenheiten</title><content type='html'>&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es geht in Afrika, wie auch noch immer in den Ländern des Nordens und Westens, um das Ziel des freien und gleichberechtigten Zugangs von Frauen zu Ressourcen. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Women, Information and Libraries in relation to the UN Millennium Development Goals&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/149-Wagacha-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Access to information as a driver towards closing of the gender equality gap: the emerging scene in Kenya&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; (Goal 3 - Promote gender equality and empower women)WAMBUI WAGACHA (KIPPRA-Kenya Institute for Public Policy Research and Analysis, Kenya)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/149-Farmer-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Empowering teenage girls through technology &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;(Goal 3 - Promote gender equality and empower women)LESLEY FARMER (California State University, Long Beach, Los Alamitos, USA)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/149-Oyelude_Oti-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;The Millennium Development Goals (MDGs): gender gap in information, education and library access to HIV/AIDS prevention and treatment in local communities of Nigeria&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;ADETOUN A. OYELUDE and ADEPEJU O. OTI (University of Ibadan, Ibadan, Nigeria)&lt;br /&gt;Inter-continental, intra-continental partnerships: a women's network (Goal 8 - Developing a global partnership for development)MICHELE M. REID (McDaniel College, Westminster, USA) and FATIMA DARRIES (Cape Peninsula University of Technology, Cape Town, South Africa)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der August ist in Südafrika Frauenmonat. Der 9. August ist women’s day und er wird im Gedenken des 9. August 1956 gefeiert, als 20.000 Frauen einen Marsch nach Pretoria zur damaligen Apartheid-Regierung unternahmen, um gegen die diskriminierenden Passgesetze zu protestieren. Seit dem Jahr 1956 haben die Frauen viel erreicht – aber können diejenigen, die damals junge Mütter waren, heute sagen, dass für ihre Töchter und deren Töchter alle Ziele erreicht sind?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durchaus nicht - heute geht es noch immer weltweit um die Bedingungen für Freiheit und Gleichheit, wie sie im 3. Milleniums-Ziel formuliert sind:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;MDG 3:&lt;br /&gt;- Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen: In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015 jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Kenya&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Beispiel Schulausbildung in Kenya:&lt;br /&gt;Die Umstände haben sich verbessert. Die Primary Schools sind verpflichtend und frei, deshalb gehen Mädchen wie Jungens hin. Mit der Secondary School werden die Unterschiede größer, es ist Schulgeld zu bezahlen und wie an den Universitäten sind dann im Durchschnitt nur mehr 30 % der Mädchen dort vertreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beschäftigungsrate in Kenya:&lt;br /&gt;30% der Frauen sind berufstätig. Im Parlament sind nur 12% der Abgeordneten Frauen. Im benachbarten Rwanda hingegen sind 48% der Abgeordneten Frauen. Allerdings ist die Situation dort durch den Krieg und die hohen AIDS-Raten bedingt – viele Männer sind tot und in dieser Situation übernehmen die Frauen gezwungenermaßen Aufgaben. Der hohe Frauenanteil in Rwandas Parlament macht die Situation auch zu einem Versuchslabor und zeigt, dass die Frauen effektivere politische Arbeit leisten und viel weniger aggressiv und viel weniger korrupt sind.&lt;br /&gt;Hier kann beobachtet werden, wie gut, effektiv und demokratisch ein Parlament arbeiten kann, wenn es zur Hälfte aus Frauen besteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Umstände in Kenya haben sich für Frauen verbessert. Seit kurzem können auch Frauen Bank-Kredite bekommen. Es gibt für sie freien Gesundheitsservice, sie sind in der Öffentlichkeit sichtbarer – als Journalistinnen, in Radio und TV, allerdings noch wenig als Unternehmerinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher aber ist, dass das Milleniumsziel der Gleichheit bis 2015 in Kenya nicht erreicht werden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Canada &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;wird über Technologie-Ausbildung für Mädchen berichtet.&lt;br /&gt;In Canada wie überall auf der Welt besteht hier Ungleichheit bei den Ausbildungschancen und damit auch in Bezug auf den Zugang zu gutbezahlten Jobs und Führungspositionen.&lt;br /&gt;Die Mädchen lernen vorwiegend durch Kommunikation und Erziehung – die Jungen lernen durch Unterhaltung!&lt;br /&gt;Mädchenförderung muss also verstärkt auf das Freizeitverhalten der Mädchen einwirken und es sich zunutze machen. Es geht darum, Mädchen Mut zu geben, etwas auszuprobieren und sie zu animieren, auch im Bereich der Technik etwas Interessantes zu finden.&lt;br /&gt;Hier einige gute Webseiten für Mädchen, die auch das Technik-Interesse fördern könnten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.girltech.com/"&gt;http://www.girltech.com/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ignite-us.org/"&gt;http://www.ignite-us.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.girlsforachange.org/"&gt;http://www.girlsforachange.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.techup.org/"&gt;http://www.techup.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.engineergirl.org/"&gt;http://www.engineergirl.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.girlpower.gov/"&gt;http://www.girlpower.gov/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://binarygirl.com/"&gt;http://binarygirl.com/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frauen-Situation in &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Nigeria&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es gibt auch hier eine Geschlechterkluft bei Information, Zugang zu Bibliotheken, Erziehung und Bildung, HIV Vorbeugung und Behandlung.&lt;br /&gt;Auch in Nigeria – wie auch in Südafrika und anderen afrikanischen Staaten - sind bedeutend mehr Mädchen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren HIV positiv als Jungen derselben Altersklasse.&lt;br /&gt;Es gibt AIDS-Waisen, Mütter sterben früh und geben HIV an ihre Kinder weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist einerseits auf die Informationsarmut der Frauen, andrerseits auf das soziale Verhältnis der Geschlechter zurückzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor Frauen nicht als gleiche Partnerinnen gesehen werden, wird die AIDS Krise nicht gelöst werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt die verschiedensten Programme und Initiativen, im Rahmen von Regierungsinitiativen und NGOs, die frauenspezifisch arbeiten. Aufklärung findet überall und auf vielen Ebenen statt, auch im Bereich Unterhaltung – es gibt Seifenopern im TV, die die Probleme auf unterhaltsame Art behandeln, in allen Muttersprachen,&lt;br /&gt;weiters Programme für die Mutter-Kind-Kommunikation,&lt;br /&gt;Sexarbeiterinnen-Programme,&lt;br /&gt;Peer Groups für junge Leute,&lt;br /&gt;Kirchen und Moscheen, die helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber immer noch ist im Zusammenhang mit AIDS die Stigmatisierung und die Angst davor hoch.&lt;br /&gt;Eine wichtige Rolle spielen Bibliotheken in dieser Situation, um Frauen zu animieren, sich zu informieren.&lt;br /&gt;Es gibt eine Zeitschrift „Positive news“ eines ehemaligen Kindersoldaten, Mohammed Farouk. Er arbeitet für die Verbreitung von Aufklärung und Information und gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung, auch gegen weitverbreiteten Aberglauben.&lt;br /&gt;Sein &lt;a href="http://word.world-citizenship.org/word/index.php/wp-archive/364"&gt;Weblog&lt;/a&gt; ist sehr populär.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dieser Blog &lt;a href="http://www.apin.harvard.edu/"&gt;http://www.apin.harvard.edu/&lt;/a&gt; ist sehr informativ – und Bibliotheken sollten darauf hinweisen und die Fähigkeiten zum Mitmachen vermitteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bibliotheken können Frauen vermitteln, dass die Leben vieler in ihrer Hand sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a href="http://www.global-campaign.org/"&gt;http://www.global-campaign.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dies ist die Webseite einer weltweiten Kampagne für den Einsatz von Microbioziden bei der AIDS-Prävention. Diese Präventionstechnik kann von Frauen unabhängig ausgeübt werden. Sie müssen nicht Männer überzeugen, Kondome zu verwenden und sie müssen nicht mit unangenehmen Manipulationen oder Nebenwirkungen rechnen. &lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3Huk0in8I/AAAAAAAAAG8/IaZP_NNgdmM/s1600-h/kuba.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5124471553989451714" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3Huk0in8I/AAAAAAAAAG8/IaZP_NNgdmM/s320/kuba.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fatima Darries berichtet über ein &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Frauennetzwerk in Südafrika&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Randbemerkung:&lt;br /&gt;Fatima Darries trägt ein Kopftuch und dabei fällt mir auf, dass viele Frauen und auch Männer bei dieser internationalen Konferenz die verschiedensten Kopfbedeckungen tragen. Kopfbedeckungen, die einerseits aus modischen Gründen, aber andrerseits aus traditionellen Gründen und verschiedene Informationen über den Träger signalisierend, getragen werden.&lt;br /&gt;Verheiratete afrikanische Frauen tragen oft turbanartig geraffte Tücher, Juden tragen ihre Kipa, die Inderinnen und Frauen aus den Malediven tragen dünne schleierartige Schals, die Männer aus Nigeria und anderen Staaten tragen oft bestickte Käppis usw.&lt;br /&gt;Hier würde niemand aus den Bedeutungen der verschiedenen Kopfbedeckungen ein Problem machen, es herrscht eine Atmosphäre der friedlichen und aufgeklärten Begegnung der verschiedensten Kulturen. Patrick Danowski aus Deutschland, der über das Web 2.0 spricht passt da mit seiner blonden Irokesenfrisur zum roten Jackett ganz gut dazu und fällt keineswegs äußerlich auf – er überzeugt lediglich durch seinen Vortrag, in dem er - erstmals - die Verbindung, den Austausch und die Zusammenarbeit von Bibliotheken mit dem Parallelnetz Social Web 2.0 vorschlägt.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fatima Darries berichtet von&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hersnet.org/"&gt;http://www.hersnet.org/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hers-sa.org.za/"&gt;http://www.hers-sa.org.za/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und bezieht sich auf das Milleniumsziel Nr. 8&lt;br /&gt;&lt;em&gt;MDG 8:&lt;br /&gt;- Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit: Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Es geht dabei um globale Partnerschaften für Entwicklung. Frauen kommen überall in der Welt in führenden Positionen in den Bereichen Erziehung und Administration selten vor, in Afrika noch seltener.&lt;br /&gt;Es wurde und wird weiterhin eine Sommeruniversität für Frauen aus ganz Afrika veranstaltet, wo Frauen in Workshops ausgebildet, trainiert, ermächtigt und ermutigt werden, höhere Stellen und Führungspositionen anzustreben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bibliothekarinnen sind hier wieder an den Schlüsselstellen zu Information und praktischem Wissen über die Wege, die es für Frauen gibt, mehr zu erreichen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-17505637239560606?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/17505637239560606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=17505637239560606&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/17505637239560606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/17505637239560606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/10/womens-issues.html' title='Frauenangelegenheiten'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3Huk0in8I/AAAAAAAAAG8/IaZP_NNgdmM/s72-c/kuba.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-4671463263432529560</id><published>2007-10-20T11:00:00.000+02:00</published><updated>2007-10-20T11:13:46.389+02:00</updated><title type='text'>Die Nationalbibliothek als Tor zum Wissen der Welt</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;WLIC 2007 Konferenzbeiträge&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/073-Soeratman-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Managing National Libraries in an interconnecting future: insights on an inclusive reference service and networking - the Singapore experience&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/073-Jacobsen-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Webarchiving Internationally: Interoperability in the future&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/113-Brazier-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Resource Discovery at the British Library: New Strategic Directions&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;CAROLINE BRAZIER (The British Library, Boston Spa, UK)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/113-Gatenby-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Rapid and easy access: finding and getting resources in Australian libraries and cultural institutions&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;PAM GATENBY (National Library of Australia, Canberra, Australia)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/113-Danowski-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Libraries 2.0 and user-generated content: what can the users do for us?&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;PATRICK DANOWSKI (Staatsbibliotek zu Berlin, Berlin, Germany)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Am Beispiel der &lt;/strong&gt;&lt;a href="http://www.nla.gov.au/"&gt;&lt;strong&gt;Australischen Nationalbibliothek &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;und dem Webportal: &lt;/strong&gt;&lt;a href="http://librariesaustralia.nla.gov.au/apps/kss"&gt;&lt;strong&gt;Libraries Australia&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Nationalbibliotheken wandeln sich. Immer noch sind ihre wichtigsten Bestände Bücher und Zeitschriften, aber lokal begrenzte Kataloge und thematisch begrenzte Datenbanken sind nicht mehr die 1. Wahl.&lt;br /&gt;Als Quellen dienen neben Katalogen das Internet mit seinen Suchmaschinen und anderen Quellen, digital discovery und delivery solutions.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kataloge sind mächtige und genaue Suchinstrumente und durch die Zusammenarbeit in Katalogverbünden und virtuellen Katalogen, durch Retrokonversion und Verbesserung der Datenqualität sind sie sehr wichtig und bieten einzigartige, vor allem alte Daten an, die sonst nirgendwo aufscheinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das&lt;strong&gt;&lt;em&gt; Web 2.0  &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;- Hier kommt eine neue User-Gemeinde auf die Bibliotheken zu. Es geht vor allem um Experten-Gemeinden, die sich mit bestimmten Themen genauer befassen, z.B. Manuskripte, indigenes Wissen, mündliche Überlieferung, Musik, medizinisches Wissen, der Open-Source Wikipedia, der vielbesuchten Online-Enzyklopädie, die es in allen Sprachen gibt und die von Usern selbst erstellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen neuen Diensten und Foren gibt es Austausch  und Kommentare, eingebaut sind Kontrollmechanismen und möglich für den User ist „social tagging“ als neue Methode der Klassifizierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Patrick Danowski&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, &lt;span style="font-size:85%;"&gt;(Staatsbibliothek Berlin) hat dabei maßgeblich mitgeholfen, das Portal&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Bibliothek%2C_Information%2C_Dokumentation"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;„Bibliothek, Information, Dokumentation“&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; ins Leben zu rufen. Auf &lt;/span&gt;&lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Hauptseite"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wikimedia Commons&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; versucht er, die &lt;/span&gt;&lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Library"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Galerie der Bibliotheken&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; aufzubauen. Und auf Wikiqoute sammelt er &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Bibliothek"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zitate zu Bibliotheken.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders interessiert er sich für die Zusammenarbeit von Wikipedia mit Bibliotheken und für die Nutzung der Wikipedia durch Bibliotheken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist sehr aktiv im Eintragen von Personendaten und beim Projekt, die Personennamendatei PND mit Personendaten aus Wikipedia zu verlinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er findet die Idee des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Vertrauensnetz"&gt;Vertrauensnetzwerkes&lt;/a&gt; gut. Bibliotheken sind wie Wikipedia offene Wissensräume, zu denen alle Nutzer freien Zugang haben sollten. Vertrauensnetzwerke finden sich – wie im Fall der Wikipedia - über gemeinsam anerkannte Regeln für die Erstellung und Vermittlung von Information und garantieren deren Qualität, so wie Bibliotheken den Werten des freien Zugangs zu Wissen und Information sowie den „best practices“ bei der Evaluierung von Informationsquellen verpflichtet sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Neue Technologien&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, wie &lt;strong&gt;&lt;em&gt;digital discovery&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, was den Zugang betrifft und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;digital delivery&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, betreffend die Anlieferung &lt;br /&gt;Sie ermöglichen EINEN gemeinsamen Einstiegspunkt für alle Datenquellen, sowie Relevanz-Suche aufgrund von nutzerdefiniertem scoping [die Bandbreite der Suche wird vom Nutzer bestimmt] und clustering [Gruppierung der Ergebnisse].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Es stellt sich die Frage, ob auf dieser Stufe der Entwicklung der digitalen&lt;br /&gt;Such- und Entdeckungsmöglichkeiten überhaupt noch lokale Kataloge gebraucht&lt;br /&gt;werden.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit zunehmender Integration der Kataloge und der Webquellen sowie der neuen technischen Dienste ist Zusammenarbeit der Bibliotheken untereinander und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen auf allen Ebenen die Forderung der Stunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Australien ist diesen Forderungen schon sehr weitgehend gerecht geworden.&lt;br /&gt;Die Priorität, die sich die australische Nationalbibliothek setzt, ist der schnelle, leichte, integrierte und umfassende Zugang zu möglichst vielen Daten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um in der schnell wechselnden und sich entwickelnden technischen Umgebung relevant zu bleiben und sich den neuen Möglichkeiten schnell anpassen zu können, ist für Bibliotheken auch die ständige Zusammenarbeit mit bestens ausgebildeten Technikern sehr wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nationalbibliothek von Australien hat ein  Portal  „&lt;a href="http://librariesaustralia.nla.gov.au/apps/kss"&gt;Libraries Australia“&lt;/a&gt; gestaltet, das  - der Google-Seite nachempfunden – sich auf einen klaren, minimalistisch gestalteten, die relevanten Punkte umfassenden Einstieg beschränkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Einstiegsseite ist so einfach, so prägnant, dass sie keine Frage offen lässt und schnurgerade zur gewünschten Information führt. Das Suchen ist aufgrund dieser sehr einfachen und übersichtlichen Benutzeroberfläche somit frei und umfassend möglich,.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Treffer sind übersichtlich angeordnet – im Falle von Büchern mit Umschlagfotos versehen, in der Vollanzeige enthalten die Datensätze die wichtigsten Informationen, samt einer Inhaltszusammenfassung und verschiedenen Klassifizierungen, sowie der Liste der besitzenden Bibliotheken. Die Treffer führen zu verschiedenen Quellen – zu physischen Dokumenten im Volltext, Zeitschriftenartikeln, aber auch zu Buchhandlungen und Online-Bookshops.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Einstiegsseite kann unter anderem nach Musik, Film, Hörbüchern, Regierungspublikationen, sowie auch nach Werken in Braille-Schrift oder Bildern gesucht werden.&lt;br /&gt;Die dahinter stehenden Datenbanken wurden in der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu einem gemeinsamen Portal zusammengeführt, deren Meta-Daten  nach Bedarf in anderen Anordnungen wiederverwendbar und austauschbar sind. Andere Such-Dienste wie Google wurden integriert und es gibt Zusammenarbeit und Austausch mit Google und anderen Hauptsuchmaschinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Projekte der Nationalbibliothek Australiens sind - angefangen von der Erweiterung der Print-Collection und dem Sammeln der physischen Einheiten, - das Zusammenführen der Meta-Daten zu ihrer vielfältigen Weiterverwendung und die ständige Arbeit und Weiterentwicklung der Publikums-Dienste aller Bibliothekssektoren.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;Die vier Hauptmodule der Bibliothek&lt;br /&gt;sind&lt;br /&gt;Suchen&lt;br /&gt;Katalogisierung&lt;br /&gt;Administration&lt;br /&gt;document delivery&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Die Daten sind in anderen Katalogen über die Schnittstelle Z39.50 [Z39.50 ist für den Einsatz in Portalumgebungen prädestiniert, die über einen einheitlichen Zugang eine parallele Suche in mehreren bibliographischen Informationssystemen ermöglichen] kompatibel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geplant ist eine Service Plattform, die einen leichten Zugang und Austausch für Arbeitsgruppen sowie einzelne Nutzer bietet, weitere Angebote an neuen ICT-Diensten, Volltextdigitalisierung der australischen Zeitschriften ab 2008, weiters eine biographische Datenbank für Australien und Ausbau und Erweiterung des Angebots an Regierungspublikationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das größte Gewicht liegt dabei auf der Entwicklung und dem Ausbau von leicht zugänglichen kostengünstigen Systemen, sowie dem Austausch von Daten in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-4671463263432529560?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/4671463263432529560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=4671463263432529560&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4671463263432529560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4671463263432529560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/10/die-nationalbibliothek-als-tor-zum.html' title='Die Nationalbibliothek als Tor zum Wissen der Welt'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3859740363838177503</id><published>2007-10-20T10:46:00.000+02:00</published><updated>2007-10-23T14:11:30.007+02:00</updated><title type='text'>Schutz des geistigen Eigentums, Knowledge Documentation versus Lizenzgebühren, Gesetze und Überwachung</title><content type='html'>&lt;strong&gt;„Ihr Bibliothekare seid konfuse Leute, Ihr wollt ja den ‚Freien Fluss der Information’.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Indigenes Wissen – TCE, Copyright-Angelegenheiten und „Bibliotheken auf 2 Beinen“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Traditional knowledge, cultural expressions and folklore&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;What are they? Who owns them? What kinds of intellectual property protection should they have? What challenges do they present to librarians?&lt;br /&gt;· Intellectual Property and Traditional Cultural Expressions/Expression of FolkloreWEND WENDLAND (World Intellectual Property Organization, Switzerland)&lt;br /&gt;· South Africa's Approach to Traditional KnowledgeMACDONALD NETSHITENZHE (Department of Trade and Industry, South Africa)&lt;br /&gt;· Traditional Knowledge and Traditional Cultural Expressions: Indigenous People's PerspectivesMATTIAS AHREN (Saamia Council, Norway)&lt;br /&gt;· Traditional Knowledge: A Native American Librarian's PerspectiveLORIENE ROY (University of Texas at Austin, USA)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/IV/ifla73/papers/150-Nielsen-en.pdf"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;The Multicultural Library Manifesto - a tool for creating a better world&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;KIRSTEN LETH NIELSEN (Oslo Public Library, Oslo, Norway)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Begriffe - Problemgebiete&lt;br /&gt;Indigenes Wissen, Traditionelles Wissen, traditional cultural expressions – TCE,&lt;br /&gt;Traditional Knowledge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Zugang durch ICT: Fähigkeiten, Kenntnis der Informations- und Kommunikations-Technologien wichtig,&lt;br /&gt;- Bewusstsein der kulturellen Verschiedenheit&lt;br /&gt;- Respektvolle ethische Konservierung&lt;br /&gt;- Süd-Süd-Kooperationen z.B. bei der Rettung und Konservierung der Manuskripte von Timbuktu, Mali und Südafrika&lt;br /&gt;- Restitution&lt;br /&gt;- Sprachenvielfalt&lt;br /&gt;- Copyright Schutz: vor Vermarktung, Verfälschung und Vereinnahmung schützen&lt;br /&gt;World Bank betreibt gute Förderprojekte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Die digitale Strategie&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Je nach politischen und wirtschaftlichen Umständen der Staaten wird versucht, das indigene Wissen zu erfassen und in digitaler Form für die Zukunft zu retten und zu archivieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den meisten Fällen sind die dem traditionellen Wissen zugrundeliegenden Erkenntnissysteme unterschiedlich von der westlichen Weltsicht. Zum anderen war das traditionelle Wissen und sein Ausdruck meist lange Zeit durch religiöse und kolonialistische Übergriffe bedroht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knowledge documentation: Zeremonien, Kostüme, Masken, Artefakte, Erzählungen, Lieder, Riten werden erfasst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Besitzer dieses geistigen Eigentums sind die indigenen Bevölkerungen und nicht die Bibliotheken – diese agieren lediglich als respektvolle einfühlsame Kuratoren.&lt;br /&gt;Bibliotheken haben Verantwortung in dieser Frage, sollten Partnerschaften mit anderen Institutionen, wie Museen und Forschungsinstitutionen eingehen und haben eine kritische Rolle als Organisatoren und Mediatoren.&lt;br /&gt;Die Verantwortung ist enorm, da es sich um Vermittlung zwischen unterschiedlichen Wissenssystemen handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Beispiel Australien:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Australiens Politik zielt auf Behandlung bereits bestehender Probleme und verkennt wie die meisten anderen Regierungen von Ländern mit indigener Bevölkerungen die Notwendigkeit der vorbeugenden Erfassung und Schutz vor dem Verlust. Durch Kolonialismus und in späterer Folge durch Diskriminierung der indigenen Bevölkerung drohen die Dinge unwiderbringlich verloren zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Afrika bestehen aufgrund seiner Vergangenheit die Bevölkerungen praktisch aller Staaten zu 90% aus indigener Bevölkerung und ein großer Anteil der Probleme Afrikas ist sicher auf den Fortbestand von Erziehungs- und Bildungssystemen zurückzuführen, die nie den Menschen, die dort leben gerecht geworden sind – sei es in bezug auf Sprache, Vorkenntnisse, gesellschaftliche und soziale Realität usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. Alex Byrne (IFLA) vertritt aus der australischen Situation heraus sehr vehement den Standpunkt des freien Zugangs zu jeder Art des Wissens, gesichert auch durch nationale und internationale Gesetzesregelungen, die in voller Übereinstimmung mit den Menschenrechten getroffen werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2005 hat in Oslo (71. IFLA Konferenz) das Gespräch über indigenes Wissen begonnen, 2006 kam es in Seoul zur Partnerschaft Australien - IFLA und jetzt ist A. Byrne als IFLA-Präsident besonders aktiv in diesen Fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Freier Zugang für jeden&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Nationalbibliotheken sammeln vor allem postkoloniale Geschichte, während das indigene Wissen und das kulturelle Erbe zumeist unterrepräsentiert ist.&lt;br /&gt;Die Queensland State Library hat ihre politischen Strategien geändert. Die indigene Bevölkerung wird auch anteilmäßig im Bibliothekspersonal repräsentiert – das soll beitragen, die Schwellenangst zu nehmen.&lt;br /&gt;Das Personal sollte nicht als Repräsentant der staatlichen Organisation auftreten, das schreckt die Menschen ab, sondern mit den Nutzern auf gleicher Ebene in Interessenskoalitionen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Sprache&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;In Gesellschaften mit indigener Bevölkerung – egal wo, im Norden genauso wie im Süden – muss großer Wert auf Sprachenprojekte gelegt werden. Sprachliche Diskriminierung besteht oft lange nach Wegfall der kolonisierenden Politik weiter.&lt;br /&gt;In den meisten Ländern mit indigener Bevölkerung – das war in Schweden, Australien, der Schweiz im Falle der Roma, genauso wie in Afrika, üblich - wurden Kinder schon früh aus den Clans entfernt und zur Erziehung in staatliche Institutionen verbracht. Dort durfte nur die Kolonialsprache gesprochen werden, während die eigene Sprache verboten war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Restitution&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Dokumente sind oft in Sammlungen über den Kontinent und darüber hinaus verstreut und müssen zurückgegeben werden. Die Gemeinden sollten einbezogen werden, um die Dokumente nach Veränderungen und Verfälschungen zu prüfen und zu bewerten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kultur der Aborigenes ist immerhin die älteste Kultur der Welt und unser aller kulturelles Erbe. Bibliotheken spielen in der Bewahrung und Bereitstellung dieses Erbes eine führende Rolle, genauso wie in der Vermittlung zwischen staatlichen Organisationen und indigener Bevölkerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Kooperation&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Australiens Dokumente sind in den USA mit der Hilfe dortiger Ureinwohner, die schon über mehr Erfahrung mit diesen fragen verfügten, adaptiert worden.&lt;br /&gt;Die Frage der Rahmen-Bedingungen des Erfassens und Begreifens sind in Bezug auf indigenes Wissen besonders sensibel zu behandeln.&lt;br /&gt;Wieder taucht hier das Phänomen der „Bibliotheken auf zwei Beinen“ auf – Menschen, meist Stammesältere, die über Stammeswissen verfügen und es mündlich weitergeben – zu denen Zugang gefunden werden soll und mit deren Mithilfe allein eine Rettung des Wissens möglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Geheimes Wissen&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Umgang mit diesem Wissen ist in vieler Hinsicht problematisch.&lt;br /&gt;Manches davon ist geheimes Wissen oder sonstwie im Zugang geregeltes Wissen. Abgesehen von der Erschließung des Inhalts, muss auch das dazugehörige Protokoll gefunden werden: herausfinden und berücksichtigen, unter welchen Umständen und an wen das Wissen weitergegeben werden darf. Das Protokoll zur Handhabung des Wissens ist also genau so wichtig wie das Wissen selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Innerhalb der indigenen Gesellschaften sind - von ihnen bestimmte - Autoritäten dafür &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3K1E0in9I/AAAAAAAAAHE/GSAQdc2XIlw/s1600-h/Kali.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5124474964193484754" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3K1E0in9I/AAAAAAAAAHE/GSAQdc2XIlw/s320/Kali.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;verantwortlich und zu denen gilt es Zugang zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von kultureller Diversität ist noch nicht lange die Rede, nun geht es aber bereits um das Praktizieren dieser Diversität. Der Gedanke einer Leitkultur wird in Zukunft immer mehr in den Hintergrund treten und die Tatsache eines multikulturellen Zusammenlebens auch im Umgang der Bibliotheken mit den verschiedenen Kulturzeugnissen Auswirkungen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;In der Vergangenheit bis in die jüngste Gegenwart schien es nur 2 Möglichkeiten zu geben, mit Minderheiten umzugehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;- Diese zu zwingen bzw. heute eher anzuregen, an der westlichen Erziehung teilzunehmen und daraus resultierend an Wohlstand und Macht der bestimmenden Kultur zu partizipieren.&lt;br /&gt;- Minderheiten in Protektorate oder Ghettos abzudrängen und sie dort ihrem Schicksal zu überlassen – ohne Chance auf aktive Teilnahme an der regierenden Gesellschaft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt aber auch eine andere aufgeklärte Vision eines friedlichen, gleichberechtigten Zusammenlebens verschiedener Bevölkerungsanteile und der erste Schritt besteht darin, gegenseitig Informationen über die „anderen“ als fremd erlebten Menschen zu vermitteln. Bibliotheken haben hierbei eine Schlüsselrolle: einerseits als Anlaufstelle aller Bevölkerungsschichten und andrerseits als Animatoren und Mediatoren einer respektvollen Kommunikation im Bewusstsein der Gleichwertigkeit unterschiedlicher Erkenntnissysteme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ist das Copyright nun gut, böse oder einfach nur hässlich?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Debunking Myths About Authors' and Publishers' Collecting Societies - the 'Good, the Bad and the Ugly'&lt;br /&gt;· What are RROs and what do we doPETER SHEPHERD (President, IFRRO, UK)&lt;br /&gt;· RROs: a librarian's perspectiveVICTORIA OWEN (University of Toronto at Scarborough, CANADA)&lt;br /&gt;· Three Country case studies:- Kondwani Wella (MALICO, MALAWI)- Toby Bainton (SCONUL, UK)- Eve Woodberry (Council of Australia University Librarians, AUSTRALIA)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Im Dschungel der CR-Institutionen&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;WIPO - World Intellectual Property Organization&lt;/strong&gt; (WIPO) ist eine Organisation der United Nations&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wipo.int/tk/en/"&gt;http://www.wipo.int/tk/en/&lt;/a&gt; Hier wird der Standpunkt und die Abkommen der WIPO in Bezug auf Traditional Knowledge, Genetic Resources and Traditional Cultural Expressions/Folklore dargestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nationale und internationale &lt;strong&gt;RROs (Reproduction Rights Organisations):&lt;/strong&gt; Schutz, Förderung der Kreativität, Offenheit auf der Grundlage der Berner Konvention, nationale Regelungen sind auf diesen Grundlagen möglich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;CLA – Die Copyright Licensing Agency&lt;/strong&gt; Ltd. (CLA) ist eine Non-Profit Organisation, die Lizenzen für Kopieren und Snannen aus Büchern, Zeitungen und Zeitschriften vergibt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;IFRRO – International Federation of Reprod. Rights Organisations&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Frage, ob Copyright oder nicht stellt sich nicht, wohl aber die Frage nach einem fairen und balancierten Lizenzsystem. Der Reichtum des kulturellen Erbes und die Kreativität der einzelnen Kulturschaffenden in seiner Vielfalt und Diversität müssen gegen Vermarktung, Ausbeutung, Profitmacherei und vor allem gegen Verfälschung geschützt werden.&lt;br /&gt;Durch unautorisierten und freien Gebrauch werden Werte geschädigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bibliotheken verfolgen dieselben Interessen, geistiges Eigentum und traditionelles Kulturerbe zu sammeln, zu dokumentieren und zu schützen. Deshalb ist auch WIPO, die internationale Organisation zum Schutz geistigen Eigentums interessiert an der Zusammenarbeit mit Bibliotheken und Projekten der IFLA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;RROs schaffen auf nationaler Ebene Übereinkommen und berücksichtigen durchaus die jeweiligen Verhältnisse – z.B. sind Zahlungsaussetzungen möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ifrro.org/show.aspx?pageid=about/code%20of%20conduct&amp;amp;culture=en"&gt;IFRRO code of conduct&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;(…&lt;br /&gt;Werte:&lt;br /&gt;RROs:&lt;br /&gt;• maintain fair, equitable, impartial, honest, and non-discriminatory relationships with rightsholders, users and other parties;&lt;br /&gt;• respect copyright, contracts and applicable national and international laws;&lt;br /&gt;• act with integrity in the collection and distribution of funds received;&lt;br /&gt;• minimise their costs while providing efficient services to rightsholders and users of copyright.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In order to give effect to these values, each RRO aspires to:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• be responsive to the needs of its rightsholders and licensees;&lt;br /&gt;• achieve efficiency in the process of allocating and distributing payments and&lt;br /&gt;• be accountable, ensure transparency and strive for best practice in the conduct of its operations. ..)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Kritik&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; einer kanadischen Kollegin aus dem Publikum:&lt;br /&gt;Kanada hat 37 Lizenzanstalten&lt;br /&gt;Lizenz seit 1994, alles begann ganz vernünftig, inzwischen hat sich der Druck verstärkt, der Preis erhöht, seit 1996 haben sich Preise um 60% erhöht&lt;br /&gt;Der kanadische „Copyright Act“ erlaubt Kopien zum Zweck der Forschung oder zum privaten Gebrauch – trotzdem erhöhen sich die Preise für Bibliotheken ständig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oberster Gerichtshof (Kanada) bestätigt, dass Bibliotheks-Aktivitäten nicht dem CR unterliegen&lt;br /&gt;Die Bibliotheksbenutzer haben Rechte und dazu gehört, dass sie freien Zugang zu Wissen haben, und zwar unabhängig vom Format!&lt;br /&gt;(Durch DRM - Digital Rights Management wird oft schon von der Hardware her der Zugang zu bestimmten Formaten reguliert.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wichtig ist es, seine Rechte zu kennen. Um effektiv und strategisch handeln zu können, muss man die Gesetzeslage kennen, um zu verweigern bzw. eine Überarbeitung des Gesetzes zu fordern.&lt;br /&gt;Die Gesetzeslage darf nicht zu Restriktionen des Zugangs zu Information führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein negatives Beispiel ist &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Malawi:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;Bibliotheken sind dort – wie an vielen anderen Orten – nicht gerade Priorität in Bezug&lt;br /&gt;auf das Gesamt-Budget.&lt;br /&gt;Von 1963 – 1993 wurden im Zuge des autoritären Regimes Bibliotheken kontrolliert&lt;br /&gt;Ab 1993 ist die Freiheit des Informationszuganges per Verfassung geregelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;COSOMA ist die nationale RRO Malawis und arbeitet als Regierungsstelle für Copyrightfragen.&lt;br /&gt;Bibliotheken und COSOMA sind also Stakeholder – allerdings gibt es trotz offener Fragen keine Zusammenarbeit.&lt;br /&gt;COSOMA agiert autoritär.&lt;br /&gt;Die Bibliotheken erhielten Rechnungen, da ihre Bücher in Copy-Centern kopiert wurden. Manche Bibliotheken verweigerten die Bezahlung und erfuhren von Beamten von COSOMA „Ihr Bibliothekare seid konfuse Leute, Ihr glaubt ja an den ‚Freien Fluss von Information’“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesellschaften in vielen Entwicklungsländern können oft kein großes Vertrauen in ihre gesetzgebenden Institutionen und in die Gesetze setzen. Es herrscht ein Mangel an Demokratieverständnis, Institutionen zur gegenseitigen Kontrolle fehlen und Korruption ist allgegenwärtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Ein anderer negativer Aspekt des Copyrights&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;In den Entwicklungsländern kann oft das Material für Erziehung und Bildung nicht im eigenen Land hergestellt werden und muss daher von außen sehr teuer bezogen werden.&lt;br /&gt;Das bedeutet auch die Bezahlung von hohen Lizenzgebühren, die an die 1. Welt gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Forderung: Freie Reproduktion von allen Arten des Materials, wenn es für Bildung und Forschung verwendet wird.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Diese Forderung wurde zur Bearbeitung auch an die IFRRO - International Federation of Reproduction Rights Organisations - gerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Und wieder Australien&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;Es gibt einen Code of Conduct für Copyright seit 2002, er wurde von 8 Institutionen akzeptiert. Webadresse &lt;a href="http://www.copyright.com.au/"&gt;http://www.copyright.com.au/&lt;/a&gt; und&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.viscopy.com/pdfdocuments/COC.pdf"&gt;http://www.viscopy.com/pdfdocuments/COC.pdf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Code wird alle 3 Jahre überprüft und evaluiert – die Ergebnisse werden transparent öffentlich gemacht. Ein Nachteil ist, dass die Einhaltung des Codes freiwillig und unverbindlich ist, und dass die Code-Kontrollorgane nicht unabhängig von den sammelnden Gesellschaften agieren, sondern von ihnen bezahlt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die IFLA ist im Falle der Gründung von nationalen RROs oder der Mitarbeit von Bibliotheken nicht Supervisor und Kontrollorgan, sondern untersteht den nationalen Kommittees und der jeweiligen Gesetzgebung.&lt;br /&gt;IFLA kann aber Informationen liefern, Erfahrungen weiter geben und informelle Unterstützung geben, damit alle Beteiligten zu einem Standpunkt der Übereinstimmung gelangen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3859740363838177503?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3859740363838177503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3859740363838177503&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3859740363838177503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3859740363838177503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/10/schutz-des-geistigen-eigentums.html' title='Schutz des geistigen Eigentums, Knowledge Documentation versus Lizenzgebühren, Gesetze und Überwachung'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/Rx3K1E0in9I/AAAAAAAAAHE/GSAQdc2XIlw/s72-c/Kali.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-4293199132033513813</id><published>2007-05-25T18:19:00.000+02:00</published><updated>2007-05-25T18:28:35.576+02:00</updated><title type='text'>Für ein österreichweites Bibliotheks-Entwicklungskonzept und Bibliotheksgesetz.</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Auf Antrag der KIV/UG hat die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Österreichs an ihrem 16. Gewerkschaftstag am 24.5.07 die Forderung nach einem österreichischen Bibliotheksgesetz angenommen.&lt;br /&gt;Der untenstehende Text ist damit aktuelle Beschlusslage der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bibliotheken (wissenschaftliche Bibliotheken und Öffentliche Büchereien) gewährleisten den öffentlichen, freien und uneingeschränkten Zugang zu Information für alle BürgerInnen, ungeachtet des Geschlechts und ihres sozialen, materiellen, religiösen, ethnischen und gesundheitlichen Status. Sie sind als Lernorte und Kommunikationsstätten Zentren sozialer Integration und interkultureller Begegnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern sichert in Österreich kein Bibliotheksgesetz die Existenz der öffentlichen Bibliotheken. Es besteht daher auch keinerlei Verpflichtung, öffentliche Bibliotheken als Teil einer demokratischen Informationsgesellschaft einzurichten, es gibt keine Standards für Räumlichkeiten, Ausstattung oder Personaleinsatz. Dementsprechend unterschiedlich sind die Bibliotheken in den Gemeinden ausgestattet. Im internationalen Vergleich rangiert das österreichische Bibliothekswesen im unteren Bereich der EU-Staaten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 16. Gewerkschaftstag der GdG fordert daher:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bibliotheksentwicklungskonzept, welches sich an folgenden Kriterien orientiert:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Gesellschaftliches Basiswissen muss frei für alle zur Verfügung stehen. Die Teilung der Bevölkerung in jene, die leichten und breiten Zugang zu Information finden, und jene, die über diesen Zugang nicht verfügen ("information rich" gegen "information poor") muss als soziales, ökonomisches und kulturelles Problem erkannt und bekämpft werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Die Vermittlung von Lese-, Medien- und Informationskompetenz muss als gesellschaftliche Aufgabe erkannt werden, welche von Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen wahrzunehmen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Die erforderliche räumliche, personelle und technische Infrastruktur muss bereitgestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Die Qualität der verpflichtenden Aus- und Fortbildung der BibliothekarInnen muss gewährleistet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Grosse Informationseinrichtungen müssen unabhängig von den Zwängen des Marktes als kollektive Wissensspeicher bestehen können Bibliotheken müssen den Zugang zu elektronischen Informationsquellen ausbauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten tritt daher für die Schaffung eines Bibliotheksgesetzes ein, welches als verbindliche Grundlage für eine stärkere Verankerung des Bibliothekswesens in den Ländern, Städten und Gemeinden dienen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Dieses Gesetz muss Bestimmungen über die Errichtung und Finanzierung, sowie Richtlinien über die Standards der Ausstattung, der Dienstleistungen und der Qualifikationen der BibliothekarInnen enthalten. Die Bedeutung der Bibliothek bei der Gewährleistung von Informations- und Meinungsfreiheit und die Kooperation innerhalb eines Bibliotheksnetzwerkes ist darin festzuschreiben.&lt;br /&gt;Autor: KIV&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-4293199132033513813?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/4293199132033513813/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=4293199132033513813&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4293199132033513813'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4293199132033513813'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/05/fr-ein-sterreichweites-bibliotheks.html' title='Für ein österreichweites Bibliotheks-Entwicklungskonzept und Bibliotheksgesetz.'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-5801887424355766205</id><published>2007-05-02T16:02:00.000+02:00</published><updated>2007-05-02T16:05:12.410+02:00</updated><title type='text'>Blog-Konferenz: Wissenschaftler ruft zu zivilem Ungehorsam auf</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Viele Regelungen im neuen Urheberrecht obsolet&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Auf der Blogger-Konferenz re:publica in Berlin hat der Konstanzer Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen die Bloggerszene dazu aufgerufen, bestehende Vorgaben beim Urheberrecht ganz bewusst zu brechen. Darüber hinaus wurde eine von Tim O`Reilly angeregte Blogger-Ethik mehrheitlich kritisch bewertet.&lt;br /&gt;Prof. Dr. Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft an der Universität Konstanz, betreibt die Seite Nethics - Portal zur Informationsethik. In der Podiumsdiskussion zum Thema "Brauchen wir eine Blog-Etikette?" hat er die versammelten mehreren hundert Blogger aus allen Teilen der Republik dazu aufgefordert, das Urheberrecht bewusst zu brechen, wo es inzwischen obsolet sei. Dazu müsse man notfalls auch Abmahnungen in Kauf nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Meldung erscheint in den News vom 12.4.07 auf &lt;a href="http://www.tonspion.de/info.php?id=1476&amp;stil=news&amp;amp;TS=51de0272a337dfb0b84096123f862f5a"&gt;Tonspion&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-5801887424355766205?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.tonspion.de/info.php?id=1476&amp;stil=news&amp;TS=51de0272a337dfb0b84096123f862f5a' title='Blog-Konferenz: Wissenschaftler ruft zu zivilem Ungehorsam auf'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/5801887424355766205/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=5801887424355766205&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5801887424355766205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/5801887424355766205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/05/blog-konferenz-wissenschaftler-ruft-zu.html' title='Blog-Konferenz: Wissenschaftler ruft zu zivilem Ungehorsam auf'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-2104340209275121721</id><published>2007-05-02T15:50:00.000+02:00</published><updated>2007-05-02T15:56:17.247+02:00</updated><title type='text'>UNESCO nimmt Stellung zu ethischen Fragen der Informationsgesellschaft</title><content type='html'>&lt;p&gt;Die UNESCO hat eine Broschüre unter dem Titel &lt;a href="http://unesdoc.unesco.org/images/0014/001499/149992E.pdf" target="_blank"&gt;"Ethical Implications of Emerging Technologies"&lt;/a&gt; (PDF-Datei) veröffentlicht, die sich mit den Folgen des Einsatzes von RFID-Chips, von biometrischen Identifikationssystemen und Location Based Services (LBS) beschäftigt. Die von amerikanischen Juristen verfasste Broschüre wird im Rahmen des "NGO Geneva Net Dialogue" veröffentlicht, in dem Nichtregierungs-Organisationen nach dem &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/66407" target="_blank"&gt;UN-Weltgipfel für Informationsfreiheit&lt;/a&gt; und dem &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/80479" target="_blank"&gt;Internet Governance Forum&lt;/a&gt; ihre Ansichten vortragen können. Was in diesem Netzdialog erarbeitet wird, soll in die Aktionslinie C10 "Ethische Dimensionen der Informationsgesellschaft" des Genfer WSIS-Aktionsplanes einfließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Weitere Ausführungen bitte im &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/86677"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Artikel &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;selbst in den News von &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.heise.de/"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Heise online &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; nachlesen&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-2104340209275121721?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.heise.de/newsticker/meldung/86677' title='UNESCO nimmt Stellung zu ethischen Fragen der Informationsgesellschaft'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/2104340209275121721/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=2104340209275121721&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/2104340209275121721'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/2104340209275121721'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/05/unesco-nimmt-stellung-zu-ethischen.html' title='UNESCO nimmt Stellung zu ethischen Fragen der Informationsgesellschaft'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-802896583291186102</id><published>2007-04-13T17:11:00.000+02:00</published><updated>2007-04-16T15:09:23.955+02:00</updated><title type='text'>Über die Widersprüchlichkeit der Informationstechnologien</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Univ.Prof.i.R. an der TU Wien, Dr. Peter Fleissner hat anlässlich der Konferenz für Informationsethik in Pretoria von 5. - 7. Februar 2007 einen Vortrag über die Ambivalenz von ICT gehalten, den er uns zur Übersetzung ins Deutsche und zur Veröffentlichung in diesem Blog dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;[In eckigen Klammern wurden zum besseren Verständnis einige Begriffe von der Redaktion etwas ausführlicher dargestellt]&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Über die Ambivalenz von ICT&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff Informationsgesellschaft bezeichnet das Leitbild einer auf Informations- und Kommunikationstechnologien basierenden Transformationsgesellschaft [einer Gesellschaft der gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungsprozesse] und deren Ökonomie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prozess, durch den sich eine postindustrielle oder postmoderne Informationsgesellschaft bildet, wird als Informatisierung bezeichnet (Nora/Minc 1979; Wikipedia).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1948 schon prognostizierte der amerikanische Wissenschaftler Norbert Wiener die Entstehung einer Informationsgesellschaft und seither ist dieser Begriff als Vision&lt;br /&gt;mit hohen Erwartungen verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Optimismus ist in der Geschichte nicht neu - wir können aufkommende Hoffnung auf grundlegende Veränderungen zum Besseren immer schon in der Geschichte beobachten, sobald sich neue Technologien entwickelten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Napoleon glaubte, dass Chappe’s optischer Telegraph es ihm erlauben würde, ganz Europa zu erobern, indem dieser die Kontrolle und das Kommando der bewaffneten Kräfte in den Revolutionskriegen erleichterte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Beginn des 20. Jahrhunderts führte Henry Fords Fließband-Massenanfertigung von Autos und ein differenziertes System der Kontrolle der Arbeiter weltweit zu ökonomischen Aufschwung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1920 erwartete Lenin den Aufbau einer neuen Gesellschaft, der im Zusammenwirken von politischer Struktur mit neuer Technologie stattfinden sollte: „Kommunismus – das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heutzutage sehen multinationale Unternehmen neue Technologien als wirkungsvolle Instrumente für wirtschaftliche Macht und Kraft während die Organisationen der Zivilgesellschaft sich auch davon mehr Möglichkeiten der Einflussnahme erwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hauptcharakteristika in Begriffen der politischen Ökonomie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fallende Transaktionskosten &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Zu diesem Begriff weiß Wikipedia wieder mehr: Zu den Transaktionskosten zählen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Informationsbeschaffungskosten (z. B. Informationssuche über potenzielle Transaktionspartner)&lt;br /&gt;Anbahnungskosten (z. B. Kontaktaufnahme)&lt;br /&gt;Vereinbarungskosten (z. B. Verhandlungen, Vertragsformulierung, Einigung)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abwicklungskosten (z. B. Maklercourtage, Transportkosten)&lt;br /&gt;Kontrollkosten (z. B. Einhaltung von Termin-, Qualitäts-, Mengen-, Preis- und Geheimhaltungsabsprachen, Abnahme der Lieferung)&lt;br /&gt;Änderungskosten/Anpassungskosten (z. B. Termin-, Qualitäts-, Mengen- und Preisänderungen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konkreter versteht man unter Transaktionskosten Such-, Anbahnungs-, Informations-, Zurechnungs- Verhandlungs-, Entscheidungs-, Vereinbarungs-, Abwicklungs-, Absicherungs-, Durchsetzungs-, Kontroll-, Anpassungs- und Beendigungskosten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Transaktionskosten entstehen z. B., wenn zwischen den an einer Transaktion beteiligten Personen Kommunikationsbedarf, Verständigungsprobleme, Missverständnisse oder Konflikte auftreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Transaktionskosten rechnet man nicht den Preis eines Gutes - soweit die reinen Produktionskosten betroffen sind.]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Höhe von Transaktionskosten kann das Zustandekommen von Transaktionen verhindern, wenn etwa die anfänglichen Informationskosten für einen potenziellen Käufer schon so hoch geraten, dass die Transaktion prohibitiv verteuert wird. Auch verhindert die Existenz von Transaktionskosten, dass Käufer oder Verkäufer das für sie günstigste Angebot finden, da die mit der Suche steigenden Transaktionskosten eventuelle Vorteile von weiteren Angeboten wieder aufwiegen (Lehre vom abnehmendem Grenzertrag).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Transaktionskosten wie etwa Zurechnungs- oder Messkosten können sogar die Existenz von Märkten für bestimmte Güter verhindern. Neue Informationsformen können diese Transaktionskosten senken (siehe: eBay, Wikipedia).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Kommodifikation – das zur Ware werden – von Informations-Gütern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Bereiche von menschlichen Aktivitäten (Information, Kommunikation, Wissen und andere kulturelle Tätigkeiten) werden in den Markt integriert und von da an in Gebrauchsgüter verwandelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ambivalente Wirkungen von fallenden Transaktionskosten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a) Die Produktion wird billiger und dadurch vielleicht auch interessanter&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;b) Neue Akteure und Organisatoren tauchen auf, während andere verschwinden mögen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt;Neue Technologien können Individuen, Gruppen und Organisationen ermutigen, mit neuen Aktivitäten an die Öffentlichkeit zu gehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt;traditionell agierende Akteure werden aber auch unter Druck gesetzt, nachzuziehen&lt;br /&gt;(z.B. Betreiber von alternativen Printmedien)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesellschaftliche Änderungen folgen aus Änderungen des Produktionssystems wie das klassische Beispiel im Buch von Williamson, O.E.: The economic institutions of capitalism. N.Y. 1987 zeigt:&lt;br /&gt;Das Ende der “putting-out-systems” (die teilweise vorgefertigte Produkt wird von einem Vermittler ausgelagert und in Heimarbeit fertiggestellt) und der Beginn des “factory-systems“ (das Produkt wird in der Fabrik gefertigt ohne Zwischenhändler und Privatmanufakturen) im Frühkapitalismus in Großbritannien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Welches sind nun die Mechanismen der Kommodifikation von Informationsgütern?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ist eine kleine Exkursion, diesmal zur Basis der politischen Ökonomie, notwendig:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was ist eine Ware?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Ware ist ein Produkt menschlicher Arbeit&lt;br /&gt;(Seit Aristoteles bzw. Adam Smith und Karl Marx wissen wir, dass sie zwei essentielle Eigenschaften hat)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt;Sie hat Gebrauchswert&lt;br /&gt;Dinge oder Tätigkeiten bzw. Leistungen werden von jemandem benötigt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt;Sie hat Tauschwert&lt;br /&gt;Dinge und Tätigkeiten bzw. Leistungen haben Wert für andere, die dafür auf dem Markt bezahlen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was ist mit Diensten / Leistungen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt 2 Arten von Waren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Materielle Produkte&lt;br /&gt;Sie bestehen weiter, nachdem die Produktion abgeschlossen ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Dienstleistungen, menschliche Tätigkeiten&lt;br /&gt;Sie verschwinden, nachdem sie produziert werden, im Augenblick der Konsumation&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem mit den Dienstleistungen der Menschen: sie können nur einmal verkauft werden, sie sind flüchtig und können weder gespeichert noch akkumuliert werden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großer Teil von Dienstleistungen besteht in der Form von Live Acts wie sprechen, singen, tanzen, schreiben, dichten, forschen, programmieren usw.&lt;br /&gt;Diese Tätigkeiten repräsentieren reine Gebrauchswerte – nach ökonomischen Begriffen sind es Dienstleistungen. Viele menschliche Kulturleistungen sind dieser Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Rolle der digitalen Medien in der Informationsgesellschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie eine Zeitmaschine erlauben es die digitalen Medien, lebendige kulturelle Aktivitäten in großem Maßstab einzufrieren und sie in ein physisches Objekt zu verwandeln (Datenträger)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch diesen Vorgang erlauben sie, Gebrauchswerte von der flüchtigen Form in eine stabile materielle Form zu transformieren – gemeint sind die Datenträger DVD, CD-ROM, HardDisk, Memory Chip, USB Stick etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die digitalen Technologien erlauben auch die billige Herstellung von Kopien dieser eingefrorenen Aktivitäten und sie erlauben die Verbreitung dieser Kopien unbegrenzt, weltweit, via Internet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Basis dieser Art der Produktion kann kein Markt etabliert werden und es kann kein Profit gemacht werden. Um das zu erzielen, wird eine andere Innovation benötigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Rolle des Rechts in der Informationsgesellschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Etablierung von Märkten zu gewähren und um die Produktion vollwertiger marktfähiger Gebrauchsgüter aus flüchtigen Dienstleistungen zu ermöglichen, entwickelten die kapitalistischen Länder Instrumente – einerseits innerhalb der Gesetzgebung - andrerseits von adäquaten Technologien - um die unbegrenzten Möglichkeiten der Vervielfältigung unter Kontrolle zu bringen.&lt;br /&gt;Die EU und die USA errichteten legale Instrumente gegen den zusammenbrechenden Kopierschutz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch dieses Zusammenspiel von Technologie und rechtliche Regelungen werden Gebrauchswerte zuerst in digitale Datenträger verwandelt und anschließend durch den Kopierschutz zu vollwertigen Gütern mit Tauschwert gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch ID codes, Lizenzen, Schlüssel usw. wird jede Kopie individualisiert und kann genauso wie die traditionellen Güter verteilt und getauscht werden – ganz so als ob es sich um materielle Produkte handeln würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein globaler, weit umfassender Markt für digitale Datenträger wird etabliert, ebenso wie ein sekundärer Markt für die Technologien des Speicherns und wieder Abrufens und zur Verfügung Stellens – wie DVD player, MP3 player, iPods...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Folgen der Kommodifikation in der Informationsgesellschaft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Informationsgesellschaft werden durch diese Verwandlung flüchtiger menschlicher Tätigkeiten in Waren viele Bereiche von kulturellen Aktivitäten auf den Gebieten des Wissens, der Forschung, der Kunst, der Unterhaltung durch den Markt entdeckt. Sie alle haben einen Preis, der darauf hinzielt, Menschen vom „Konsum“ auszuschließen, die als zahlende Konsumenten nicht in Frage kommen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommodifikation von Informationsgütern erschafft künstlich deren Knappheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Großen und Ganzen bringt sie aber der Mehrheit der Menschen und den global agierenden Unternehmen Vorteile und führt zu einer Verbesserung der Qualität der Produkte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Entwicklung kann in Bezug auf Reichweite und Wichtigkeit mit der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England stattfindenden Kommodifikation der Arbeit verglichen werden – beschrieben von Karl Polanyi in seinem bekannten Buch „The great Transformation“ 1944.&lt;br /&gt;Darin verbindet er die gesellschaftlichen und politischen Folgen der Wandlung von der kapitalistischen Wirtschaft zur kapitalistischen Gesellschaft und die Veränderung des Charakters der Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wachsender Widerstand&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die traditionellen Klassenkämpfe sich auf die Widersprüche und Spannungen zwischen dem Kapitalisten und den Angehörigen der Arbeiterklasse bezogen, bezieht sich Widerstand in der Gegenwart gegen die gesellschaftlichen Implikationen der Globalisierung auf die Einschränkungen beim Erschaffen von kulturellen Äußerungen und dem Zugang dazu.&lt;br /&gt;Es geht um die Frage von Verfügbarkeit und allgemeinem Zugang zu kulturellen Erzeugnissen, und diese Frage betrifft nicht nur die Produzenten, sondern auch Angehörige der Mittelklasse, Intellektuelle, Künstler und Angehörige der Oberschicht selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann wachsenden Widerstand in vielen Bereichen zur selben Zeit feststellen.&lt;br /&gt;Sogar das Europäische Parlamen war äußerst zurückhaltend bei der Verabschiedung einer Direktive zu Patenten auf Software oder auf das menschliche Genom.&lt;br /&gt;Freie Software, Open source, intellectual property rights (creative commons, GNU Lizenzen) sind die neuen Schlachtfelder für den Kampf um Aneignung der eigenen Kultur durch die Menschen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es könnte mehr möglich sein ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... und hier endet der erste Teil des Vortrages von Dr. Fleissner. Da vor allem dieser erste Teil für Bibliotheken wichtige Sachverhalte und Anregungen für Überlegungen enthält, haben wir darauf verzichtet, den zweiten Teil ausführlich zu übersetzen und darzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Weiter geht es darin mit der Beschreibung von globalen Vernetzungsaktivitäten, wie den TINs, Targeted Intellectual Networks - Zielgerichtete intelligente Netzwerke, die vor allem als NGOs in den Bereichen Sozialarbeit, Bildungsarbeit, Gesundheitsinformation, usw. tätig werden, um von der Basis her zu informieren und zu vermitteln, wie Selbst-Ermächtigung und Selbstbestimmung trainiert werden können. Diese Basisaktivitäten für die Überwindung von digitalen und kulturellen und sozialen divides werden anhand der "Bolivarischen Missionen" im Venezuela des Hugo Chavez beschrieben, wo sie nicht nur von den betroffenen Menschen ausgehen, sondern auch von oben jede Menge staatliche und politische Unterstützung erfahren - was wohl eine der wichtigen Bedingungen für ihr Funktionieren ist.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auf der &lt;a href="http://members.chello.at/gre/fleissner/main_publications.html"&gt;Homepage&lt;/a&gt; von Univ. Prof. Dr. Fleissner ist der Vortrag als Download im Original nachzulesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übersetzung und Ergänzungen [in eckigen Klammern] von Eva Kumar&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-802896583291186102?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://members.chello.at/gre/fleissner/' title='Über die Widersprüchlichkeit der Informationstechnologien'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/802896583291186102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=802896583291186102&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/802896583291186102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/802896583291186102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/04/ber-die-ambivalenz-der-neuen.html' title='Über die Widersprüchlichkeit der Informationstechnologien'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-3928686166074215976</id><published>2007-02-26T15:31:00.000+01:00</published><updated>2007-02-26T15:38:18.455+01:00</updated><title type='text'>Zensur oder political correctness?</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zivilcourage in der Bibliothek&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag, 20. Februar 2007 lud die Bücherei Penzing (Zweigstelle der Büchereien Wien) zu einer Abendveranstaltung ein.  Am Programm stand eine Buchpräsentation mit dem deutschen Publizisten Henryk Broder, der sein neues Buch vorstellte:&lt;br /&gt;"Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken." &lt;br /&gt;Berlin: wjs Verlag 2006. &lt;br /&gt;ISBN 3-937989-21-8&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Henryk Modest Broder (* 20. August 1946 in Kattowitz, Polen) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Als Publizist beschäftigt er sich vorwiegend mit Themen wie dem Judentum, dem Nationalsozialismus oder der "deutschen Linken". Kennzeichend für seinen Stil ist sowohl die recherchierende und informierte Kolumne als auch die pointierte Polemik.&lt;br /&gt;Broder schreibt für das Magazin Der Spiegel und die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel. Er ist Mit-Herausgeber des "Jüdischen Kalenders", einer jährlich erscheinenden Text- und Zitatensammlung deutsch-jüdischer Kultur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Broder wird in Deutschland sehr kontrovers aufgenommen und auf seine Polemiken sehr scharf reagiert, nicht selten mit Rechtsmitteln.&lt;br /&gt;Wikipedia: (....)  Er tritt als "erbarmungsloser Provokateur und klassischer Unruhestifter" (FAZ) auf. Dass er sich dabei nicht nur Freunde macht, kann nicht überraschen. Als positiv wird ihm die "Fähigkeit des Auf-den-Punkt-Bringens, des Erkenntnis fördernden Vereinfachens" attestiert.&lt;br /&gt;Damit halte er "das schlechte Gewissen der Deutschen" wach (SZ). Die Jury des Schubart-Preises rückte Broders "streitbares wie kenntnisreiches Werk" in die "freiheitliche und republikanische Tradition des deutschsprachigen Journalismus" und benannte den Satiriker Karl Kraus als einen der Ahnherren.&lt;br /&gt;Bei aller Lust an der Polemik sei es "das bleibende Verdienst Broders, stets prägnant und präzise argumentierend für das jüdisch-deutsche und das deutsch-israelische Verhältnis einzutreten." (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem im letzten Jahr anlässlich des Krieges Israel-Libanon hat sich die Kritik an seiner Person zugespitzt, wie sich überhaupt Politik und Medien an diesem Thema abgearbeitet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es werden Broder Netzwerverbindungen zu den Antideutschen nachgesagt - hier einige Verweise (wieder aus Wikipedia) auf die verwirrenden Positionen dieser Gruppe:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(.....)  Obwohl sich Antideutsche selbst als Gegner des Kapitalismus und meist als Kommunisten verstehen, weisen sie darauf hin, dass einige Formen des Antikapitalismus, etwa Elemente der sogenannten Globalisierungskritik, Ausdruck eines versteckten, strukturellen Antisemitismus seien. Damit wird insbesondere gegen Bewegungen wie attac Stellung bezogen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die in der globalisierungskritischen Bewegung populäre Forderung nach einer Regulierung der Finanzmärkte (z.B. Tobin-Steuer) argumentiert nach Meinung vieler Antideutscher mit einer problematischen Unterscheidung zwischen schaffendem und raffendem Kapital, die wesentlich von den Nationalsozialisten geprägt wurde und implizit - auch da, wo sie nicht entsprechend ausformuliert oder auch nur bewusst gemacht werde - auf das Stereotyp des "Geldjude" verweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In letzter Zeit lässt sich jedoch eine Diskursverschiebung insbesondere bei der extrem antideutschen Zeitschrift "Bahamas" beobachten, die relative Sympathien für das neoliberale Gesellschaftsmodell im Vergleich zum deutsch-französischen "rheinischen Kapitalismus" bekundet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während linksradikale Gruppen traditionell die Diskriminierung von Migranten in Deutschland als zentrales Problem ansehen, äußern sich antideutsche Publikationen wie die Zeitschrift Bahamas zunehmend negativ über die Rolle von Migranten in der europäischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;Analog zu bürgerlichen und rechten Parteien behaupten sie, dass das Ideal der Multikulturalität Freiräume für gewalttätige und kriminelle Islamisten schaffe, in denen eben die eingeforderten Toleranzräume für Minderheiten nicht mehr gälten.&lt;br /&gt;(...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also Fakt ist, dass Broder eine nicht ganz unumstrittene Persönlichkeit ist und in diesem Zusammenhang relativiert sich vielleicht das Ereignis, das im folgenden geschildert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thema von „Hurra, wir kapitulieren!“ ist die Kritik an einer Tendenz, schnell nachzugeben, wenn es um das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung und Redefreiheit im eigenen Land geht. Die Bereitschaft, allzu schnell und unangemessen mit Entgegenkommen und Rücknahme zu reagieren, wenn Muslime dem Konzept Satire und Ironie fremd gegenüberstehen. &lt;br /&gt;(Nur ein Beispiel: Nach dem bekannten Streit um die Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung und die darauffolgenden Gewaltwelle verbreitete der Großkonzern Nestle eine öffentliche Erklärung, dass er bei seinen Produkten keine aus Dänemark stammenden Zutaten verwende.) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun wurde pikanterweise auch anlässlich der Buchpräsentation und des Auftritts von Broder scheinbar solche Art von vorauseilendem Gehorsam von der Leiterin der Bücherei Penzing erwartet: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag vor der Veranstaltung kündigte ihr die vorgesetzte Dienststelle (Magistratsabteilung 13) die Teilnahme eines Vertreters der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen an. Die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen hatte bereits öffentlich gegen eine weitere, einen Tag später stattfindende Buchpräsentation Broders protestiert gehabt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit "Teilnahme" war allerdings gemeint, dass der Vertreter der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen neben Broder am Podium sitzend als Diskussionspartner den Abend bestreiten sollte. Nun war aber die Veranstaltung nicht als Podiumsdiskussion, sondern als Buchpräsentation mit Lesung und anschließender Publikumsdiskussion geplant und angekündigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Vertreter der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen war Dipl.Ing. Tarafa Baghajati schon einige Zeit vor Beginn der Veranstaltung eingetroffen und musste feststellen, dass für ihn ein Platz in der ersten Publikumsreihe reserviert war, von wo aus er herzlich eingeladen war, sich an Diskussionen zu beteiligen. Er führte dann vorerst einmal lange Telefonate. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraufhin wurde die Bibliotheksleiterin telefonisch von der Magistratsabteilung 13 nachdrücklich aufgefordert, Herrn DI Baghajati einen Platz am Podium einzuräumen. Dieser Aufforderung kam sie nicht nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Veranstaltung hatte bereits in der geplanten Form begonnen und Herr DI Baghajati in der ersten Reihe Platz genommen, als ein weiterer Anruf aus der MA 13 die Bibliotheksleiterin erreichte. &lt;br /&gt;Inhalt des Anrufs: der Wunsch nach Änderung des Charakters und Ablaufs der Veranstaltung komme aus dem Büro der für die Büchereien Wien ressortzuständigen Stadträtin und Vizebürgermeisterin. Und - ein dezenter aber unmissverständlicher Hinweis an die Bibliotheksleiterin, dass das Nichtbefolgen der Anweisung für sie Folgen haben könnte....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier kamen also mehrere Dinge zusammen:&lt;br /&gt;Der polarisierende Broder, der mit seinen Polemiken immer wieder Finger nicht sehr heilend in offene Wunden legt.&lt;br /&gt;Ein wohlmeinendes interessiertes offenes Bibliothekspersonal und -Publikum, das an sein Recht auf Meinungsfreiheit und Redefreiheit glaubt bzw. in der Bibliotheksarbeit jeden Tag  dafür einsteht.&lt;br /&gt;Der Repräsentant der muslimischen Gemeinde Baghajati, der als sehr moderat bekannt ist und immer großen Wert auf Verständigung und Vermittlung zwischen Muslimen und anderen Gemeinschaften legt und &lt;br /&gt;eine Magistratsabteilung, die offenbar ihre Kompetenzen überschätzt und vorauseilend schützende Hände über – zu der Zeit - gar nicht Schutzbedürftige hält und aus Angst vor Konfrontationen mit Leuten, die ohnehin gar nicht darauf aus sind - ein patriarchal autoritäres fast metternichsches Selbstverständnis pflegt.&lt;br /&gt;An Metternichs Angst vor einem afrikanisch dominierten Europa des 19.&lt;br /&gt;Jahrhunderts fühlt man sich auch durch die ängstliche Haltung gegenüber der friedfertigen Initiative österreichischer Musliminnen erinnert. &lt;br /&gt;siehe auch: &lt;a href="http://afrika-wien.at/pub/buch-chibo.pdf"&gt;Der Geist Metternichs &lt;/a&gt; von Chibo Onyeji&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-3928686166074215976?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/3928686166074215976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=3928686166074215976&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3928686166074215976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/3928686166074215976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/02/zensur-oder-political-correctness.html' title='Zensur oder political correctness?'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-4674468528731798250</id><published>2007-01-31T19:00:00.000+01:00</published><updated>2007-02-02T11:56:26.729+01:00</updated><title type='text'>Ethische Herausforderungen im Informationszeitalter</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Informationsethik-Konferenz in Pretoria&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Vom 5. bis zum 7. Februar 2007 findet in Pretoria, Südafrika, die erste panafrikanische Informationsethik-Konferenz zu den Auswirkungen der neuen Informations-Technologien auf afrikanische Kulturen und Gesellschaften statt. Die "Africa Information Ethics Conference" wird von der University of Pretoria, der University of Wisconsin-Milwaukee und der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart, vertreten durch das International Center for Information Ethics, ICIE, mit HdM-Professor Rafael Capurro organisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den letzten Jahren entstand Informationsethik als neue Disziplin, um die moralischen Fragen zu beantworten, die sich aus der global noch nie dagewesenen Anwendung der neuen Informationstechnologien auftun. Alte Begriffe aus Recht und Werte-Systemen erfassen nicht mehr die Realität, die sich schnell neu strukturiert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die Informationsethik beschäftigt sich mit Fragen, die sich aus der Globalisierung und globalen Vernetzung von Informationen und Kommunikation der letzten zehn Jahre ergeben:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; - Ob und in welcher Form Eigentumsrechte an Informationen geltend gemacht werden können,    &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; - dem Freien Zugang zu Informationen (Informationsfreiheit) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; - der Überwindung einer digitalen Kluft zwischen Personen mit und ohne Zugang zu Informationen, &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; - der informationellen Selbstbestimmung und der Wahrung der Privatsphäre angesichts wachsender Möglichkeiten der Überwachung (Datenschutz) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; - und der Beschränkungen der Verbreitung von Informationen (Jugendschutz, Zensur).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Schwierig wird eine weltweite Abstimmung über den Stellenwert dieser Fragen durch die verschiedenen Rechtsauffassungen der Staaten, die wirtschaftlichen Interessen der multinationalen Firmen, und die Interessen der BürgerInnen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;In den USA beispielsweise entwickelte sich die Datenschutz-Rechtsprechung unter anderem aus einem Verbot des "unbefugten Betretens" heraus. Eigentumsrechte waren es, auf die sich die ersten Kläger gegen fremde Lauscher beriefen. Erst als deutlich wurde, wie wenig das Eigentumsrecht dazu imstande war, den Schutz innerhalb der eigenen vier Wände zu sichern, wurde im achtzehnten Jahrhundert "Belauschung" als ein vom unbefugten Betreten unabhängiges Delikt anerkannt. Auf ähnliche Weise wurde in Deutschland vor zwanzig Jahren das damals völlig neuartige Recht auf "informationelle Selbstbestimmung" geschaffen - aus der Erkenntnis heraus,dass den Risiken der Informationstechnologie nicht mehr länger allein durch die allgemeinen Bestimmungen des Grundgesetzes begegnet werden konnte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Diese und ganz neue Fragen entstehen für die Entwicklungsländer und vor allem für Afrika. Hier geht es vor allem um Digital Divides, Armutsbekämpfung, Aufklärung über Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheit, Zensur und Überwachung, freien Zugang und Lizenzgebühren für Software. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Die südafrikanische Regierung und die UNESCO unterstützen die Konferenz. Rund 100 geladene Gäste aus etwa zwanzig afrikanischen Ländern, 30 Wissenschaftler aus Europa, den USA, Kanada, Indien und Lateinamerika sowie Studenten der University of Pretoria nehmen daran teil. Eröffnet wird die Konferenz von Thabo Mbeki, Präsident Südafrikas. Vertreter der African Union (AU) und der NEPAD (New Partnership for Africa's Development) sowie zahlreiche Politiker aus afrikanischen Ländern werden erwartet. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Hauptthemen der Konferenz sind “Bausteine der afrikanischen Informationsethik”, “Kulturelle Unterschiede und Globalisierung” oder “Entwicklung und Armut”. An den ersten beiden Tagen stehen die wissenschaftlichen Aspekte im Vordergrund. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;Am letzten Tag geht es um die politische Umsetzung informationsethischer Themen in verschiedenen Ländern Afrikas. Auf der Konferenz soll eine Einigung über die „Tshwane Declaration on Information Ethics in Africa“ als Beitrag Afrikas zur vorgesehenen UNESCO Deklaration über Informationsethik erzielt werden. Darüber hinaus soll die "Information Ethics Society of Africa" (IESA) gegründet werden, sowie der "Information Society and Development Advisory Council" als Beratungsgremium des südafrikanischen Präsidenten. Außerdem sollen ein akademisches afrikanisches Informationsethik-Netzwerk aufgebaut werden sowie internationale Projekte in Zusammenarbeit mit der University of Wisconsin-Milwaukee und der HdM anlaufen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;HdM-Professor Rafael Capurro spricht in seinem Konferenzbeitrag über "Information Ethics for and from Africa". Eine Auswahl der Konferenzbeiträge wird voraussichtlich in deutscher Übersetzung als Buch veröffentlicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Quelle:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.hdm-stuttgart.de/view_news?ident=news20070122141943"&gt;HdM-News vom 22.01.2007&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.africainfoethics.org"&gt;africainfoethics.org&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-4674468528731798250?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.africainfoethics.org' title='Ethische Herausforderungen im Informationszeitalter'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/4674468528731798250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=4674468528731798250&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4674468528731798250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/4674468528731798250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2007/01/ethische-herausforderungen-im.html' title='Ethische Herausforderungen im Informationszeitalter'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-116369193868908954</id><published>2006-11-16T16:14:00.000+01:00</published><updated>2006-11-16T16:45:38.760+01:00</updated><title type='text'>Freier Zugang zu Informationen durch Bibliothekare?!</title><content type='html'>&lt;em&gt;Vortrag gehalten auf dem 95. Bibliothekartag, Dresden, 21.-24. März 2006 &lt;br /&gt;Barbara Schleihagen, DBV Geschäftsführerin &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Karikaturenstreit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt hier wohl kaum jemand, der sich in den letzten Wochen nicht Gedanken über die Grenzen der Meinungsfreiheit gemacht hat. Die dänischen Mohammedkarikaturen haben ein komplexes Thema in die öffentliche Diskussion zurückgebracht. Auch in der Mailingliste inetbib fragte kürzlich ein Kollege, ob unter dem Eindruck der politischen Ereignisse eine öffentliche Bibliothek die Satire-Zeitschriften Eulenspiegel, Titanic oder eine Zeitung mit Karikaturen nicht mehr öffentlich auslegen darf. Und er stellte auch gleich die grundsätzliche Frage: &lt;br /&gt;was heisst für die Bibliothek „politisch neutral“ in dieser Beziehung? Leider konnte er eine Diskussion darüber nicht entfachen. Nur ein Kollege wies darauf hin, dass man mit anderen „Problemfällen“ wie NS-Literatur ja auch nicht „hausieren“ ginge, und dass es doch hier von Vorteil sei, dass „Bibliotheken eher nicht so lautstark wahrgenommen werden“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im IFLA/FAIFE Ausschuss, der sich mit dem freien Zugang zur Information und &lt;br /&gt;Meinungsfreiheit in Bibliotheken befasst, wurde das Thema auf der letzten Sitzung vor zwei Wochen ausführlich besprochen. Was bedeutet es für die Meinungsfreiheit, wenn durch eine Veröffentlichung Millionen von Muslime sich und ihre Religion beleidigt sehen? Soll man gegebene Freiheiten wirklich in Gänze ausreizen? Sollte man sich nicht bei dem zurückhalten, was den Menschen heilig ist? Und was bedeutet das für Bibliotheken und ihren Bestand? Wie sollten sich Bibliothekare verhalten? Eine kubanische Kollegin hatte den Abdruck der Karikaturen aus dem Internet heruntergeladen, und konnte den Aufruhr nicht nachvollziehen. &lt;br /&gt;Ein Kollege aus England wies auf die Verantwortung hin, die mit Informationsfreiheit &lt;br /&gt;verbunden sei. Ein Kollege aus Schweden zitierte aus einer weltweiten Untersuchung zu unterschiedlichen Wertevorstellungen und plädierte für eine Stellungnahme. Ein Kollege aus China kannte die Karikaturen offenbar nicht, was mit der eingeschränkten &lt;br /&gt;Informationsfreiheit in seinem Land zu tun haben könnte. Eine Kollegin aus Dänemark berichtete, dass die Nachfrage in Bibliotheken nach den entsprechenden Zeitungen sehr groß sei, und man sie vor Diebstahl schützen müsse, es aber keine Berichte von Problemen in Bibliotheken gäbe. Die Vertreterin des Office for Intellectual Freedom des amerikanischen Bibliotheksverbandes berichtete von drei Anfragen von Bibliothekaren, wie sie mit der Forderung von Benutzern, bestimmte Bücher über den Islam aus dem Bestand zu nehmen, verfahren sollten. Ihr Rat lautete: so wie immer, wenn Zensurversuche unternommen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch scheint der Karikaturenstreit keine Auswirkungen in Bibliotheken zu zeigen, aber es gibt Unsicherheiten unter den Bibliothekaren. Nach ausführlicher Diskussion hat sich der IFLA/FAIFE Ausschuss daher entschlossen, noch keine formale Stellungnahme abzugeben, sondern die Gelegenheit zu nutzen, um auf der kommenden IFLA-Konferenz in Seoul das Thema mit all seinen Facetten in einem Offenen Forum für die breite Diskussion zu öffnen, und dabei die konkrete Umsetzung der Prinzipien der Informationsfreiheit in Bibliotheken zu verdeutlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn der Karikaturenstreit ist ein gutes Beispiel für die Komplexität, die mit dem Thema „geistige Freiheit“ verbunden ist. Es werden im Karikaturenstreit drei Aspekte deutlich: ein kultureller Aspekt, bei dem religiöse und säkularisierte Wertegemeinschaften aufeinander treffen, ein politischer Aspekt, bei dem Menschenmengen mit religiösen Begründungen gezielt für bestimmte Zwecke manipuliert werden, und ein informationsbezogener Aspekt, bei dem es um Fragen nach den Grenzen der Informationsfreiheit geht, und um Fragen der Informationsethik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es Grenzen der Toleranz? Ja. Natürlich darf eine Karikatur scharf kritisiert und für moralisch fragwürdig erklärt werden. Gibt es Grenzen für die Informationsfreiheit? Ja. Aber diese Grenzen setzt in einem demokratischen Staat nicht der gute Geschmack oder das moralische Empfinden Einzelner oder auch größerer Gruppen, sondern einzig das geltende Strafrecht. Wo aber die strafrechtlich relevante Schmähung beginnt, ist nicht von den Betroffenen selbst festzulegen, sondern, falls notwendig, von unabhängigen Gerichten. Denn Meinungsfreiheit ist ein universelles Grundrecht, das durch Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen geschützt ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Grundlagen von IFLA/FAIFE &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Artikel 19 lautet: „Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit der Meinung und der &lt;br /&gt;Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die unbehinderte Meinungsfreiheit und die Freiheit, ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut durch Mittel jeder Art zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist die Grundlage der internationalen Arbeit, darauf stützt sich der IFLA/FAIFE &lt;br /&gt;Ausschuss, der vor fast 10 Jahren durch einen Beschluss der IFLA-Mitgliederversammlung eingesetzt wurde. Der FAIFE Ausschuss erarbeitet für die IFLA allgemeine Strategien im Bereich der Informationsfreiheit. Der Ausschuss schlägt Stellungnahmen zur Verabschiedung durch die IFLA Mitgliederversammlung vor, und führt verschiedene Projekte auf nationaler und internationaler Ebene durch. FAIFE reagiert auf Verletzungen des freien Zugangs zu Informationen und der Meinungsfreiheit immer dann, wenn Bibliotheken oder Bibliothekare betroffen sind. Auf Anfrage bietet FAIFE Rat und Unterstützung an. Der IFLA/FAIFE Ausschuss ist letztlich damit beauftragt, IFLA in allen Bereichen des freien Informationszugangs und der Meinungsfreiheit zu beraten, und zwar einschließlich, aber nicht &lt;br /&gt;begrenzt auf: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• Zensur von Bibliotheksmaterialien oder &lt;br /&gt;• Ideologischen, wirtschaftlichen, politischen oder religiösen Druck, der zur &lt;br /&gt;Einschränkung des freien Zugangs zu Informationen in Bibliotheken oder zu &lt;br /&gt;Einschränkungen für Bibliothekare führt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freier Zugang zu Information in Bibliotheken &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber schon der Ausdruck „freier Zugang zu Information“ wirft viele Fragen auf. Jan Ristarp, der erster Direktor des FAIFE-Büros war, stellte solche Fragen: Über welche Art von Information sprechen wir eigentlich, und wer entscheidet überhaupt darüber? Soll wirklich „jede“ Information zugänglich sein? Und wenn nicht jede Information relevant ist, welche Information braucht dann nicht zugänglich zu sein? Muss es nicht Grenzen geben, z.B. aus politischen, religiösen, ethischen oder aus bestimmten Sicherheitsgründen? Und was bedeutet überhaupt „freier Zugang“, soll es nicht eine Kontrolle geben, wer welche Informationen zu welchem Zweck nutzt, und spielt dabei die Bezahlung nicht eine wichtige Rolle? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rolle der Bibliothek in einer offenen Gesellschaft als Ort des ungehinderten Zugangs zu Information beinhaltet dabei immer, wie Ristarp weiter ausführt, auch ein „demokratisches Paradox“. In einer wirklich demokratischen Gesellschaft sei es notwendig, so argumentiert er, auch Bücher und andere Materialien, die undemokratische Ansichten zum Ausdruck bringen, und die den meisten Bürgern wohl widerstreben würden, in öffentlich finanzierten Bibliotheken frei zugänglich zu machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zensur in Bibliotheken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist das Ziel von IFLA/FAIFE, das Bewusstsein dafür zu wecken, wie die Werte der &lt;br /&gt;Informationsfreiheit mit dem Konzept der öffentlich zugänglichen Bibliothek in &lt;br /&gt;grundlegender Wechselbeziehung stehen. Die IFLA Erklärung zu Bibliotheken und geistige Freiheit von 1999 fordert von Bibliotheken, das „die Auswahl und Verfügbarkeit ihrer Bestände und Dienstleistungen nur von fachlichen Überlegungen und nicht von politischen, moralischen und religiösen Anschauungen getragen werden.“ Diesem Satz stimmt eigentlich jeder gerne zu. Wenn es aber mit der rein fachlich basierten Auswahl und Verfügbarkeit ganz konkret wird, beginnen meistens die Schwierigkeiten. Was heißt das, die Auswahl und Verfügbarkeit soll nicht von politischen Anschauungen getragen werden: ist es also richtig, in öffentlichen Bibliotheken links- und rechtsextreme Literatur anzuschaffen, um ein &lt;br /&gt;entsprechendes Informationsbedürfnis zu befriedigen? Was heißt, die Auswahl und &lt;br /&gt;Verfügbarkeit soll nicht von moralischen Anschauungen getragen werden: ist es also &lt;br /&gt;angemessen, in öffentlichen Bibliotheken Publikationen mit erotischen Fotografien, wie z.B. den „Playboy“ auszulegen? Was heißt das, die Auswahl und Verfügbarkeit soll nicht von religiösen Anschauungen getragen werden: ist es also angebracht, in öffentlichen Bibliotheken auch Bücher aufzustellen, die die Sichtweise von nicht verbotenen religiösen Gruppen und Sekten wie z.B. Scientology wiedergeben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gegenteil von freiem Zugang zu Informationen ist Einschränkung, Kontrolle und Zensur. &lt;br /&gt;In der internationalen Bibliotheksforschung wurden verschiedene Schlüsselfaktoren, mit deren Hilfe sich das Phänomen der Zensur in öffentlichen Bibliotheken beschreiben lassen, herausgearbeitet. Danach lassen sie sich in drei Kategorien einteilen: &lt;br /&gt;•in die politischen Faktoren, wozu auch die Beziehungen zu den politischen Trägern, wie z.B. dem Stadtrat, gehören &lt;br /&gt;•in die gesellschaftlichen Faktoren, zu denen auch der Einzelne oder die Gruppen &lt;br /&gt;gehören, die Zensurversuche in Bibliotheken unternehmen, und in die institutionellen Faktoren, zu denen auch Bibliotheksleitlinien und Bibliothekspraktiken gehören, sowie &lt;br /&gt;•die Einstellungen, Werte und das Verhalten des Bibliothekars selbst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit in den 1950er Jahren Marjorie Fiske erstmals in einer amerikanische Studie &lt;br /&gt;herausgefunden hat, dass es im untersuchten Zeitraum bei der Buchauswahl nur wenige &lt;br /&gt;Einschränkungen von außen für die befragten Bibliothekare gab, sondern sich diese &lt;br /&gt;Bibliothekare die meisten Einschränkungen selbst auferlegt hatten, wurde die Rolle des Bibliothekars immer wieder Thema in der Zensurforschung. Die Ergebnisse der dann &lt;br /&gt;folgenden Studien ähneln sich in einem Punkt: einerseits unterstützen Bibliothekare &lt;br /&gt;Informationsfreiheit in Bibliotheken nachdrücklich als ein wichtiges Konzept, andererseits wenden sie entsprechende Prinzipien in ihrer täglichen Arbeit nicht immer an. Häufig zeigt sich in der Ablehnung bestimmter umstrittener Medien ein ungelöstes Dilemma zwischen persönlichen Wertvorstellungen und professioneller Verantwortung. Tatsächlich ist der wichtigste Konflikt, dem wir bei Zensurfragen begegnen, der zwischen persönlichen Überzeugungen und professionellen Handlungen. So werden, wie Ian Malley es in einer Untersuchung im Auftrag des britischen Bibliotheksverbandes ausdrückte, im Namen der Allgemeinheit und im Namen der sozialen Verantwortung Entscheidungen zu zensieren gefällt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sehr bei diesen Fragen auch das gesellschaftliche Umfeld wirkt, zeigen die &lt;br /&gt;unterschiedlichen Kulturen der Meinungsfreiheit auch in westlichen Ländern. Während &lt;br /&gt;beispielsweise der britische Autor David Irving kürzlich in Österreich wegen Leugnung des Holocaust zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, und dies auch in Deutschland unter Strafe steht, wäre er in den USA oder Großbritannien straffrei ausgegangen. Während amerikanische Kollegen es als Zensur ansehen, wenn deutsche Bibliotheken „Mein Kampf“ nicht in die offenen Regale stellen, wundern wir uns vielleicht darüber, warum ein Film über zwei schwule Cowboys solch hohe Wogen der moralischen Entrüstung in den USA schlagen kann. Letztlich drücken sich diese unterschiedlichen gesellschaftlichen Meinungskulturen auch in den entsprechenden Gesetzgebungen des jeweiligen Landes aus. Bei allen Variationen ist aber die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit dem für Bibliotheken so wichtigen &lt;br /&gt;Artikel 19 in fast allen Ländern der Welt anerkannt und bietet daher eine solide Grundlage für alle internationalen Aktivitäten der IFLA auf diesem Gebiet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einige konkrete Aktivitäten von IFLA/FAIFE &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend möchte ich Ihnen einige der konkreten Aktivitäten von IFLA/FAIFE vorstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Weltberichte &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Fragen von Informationsfreiheit und Zensur, die rechtlichen Bedingungen der &lt;br /&gt;Bibliotheksarbeit und mögliche Problemfelder sind seit fünf Jahren Gegenstand der &lt;br /&gt;Weltberichte zu Bibliotheken und geistiger Freiheit. Die IFLA/FAIFE Weltbericht-Serie ist einmalig. Es ist die einzige Quelle, die einen Überblick darüber gibt, wie Bibliotheken weltweit mit Einschränkungen des freien Zugangs zu Information und Meinungsfreiheit umgehen. Die letztjährige Ausgabe enthält Berichte aus 84 Ländern. Der Weltbericht 2005 ist nach den Weltberichten in 2001 und 2003 sowie den thematischen Kurzberichten in 2002 und 2004 der fünfte Band in der Serie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Internet und Bibliotheken &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;In den letzten Jahren hat sich IFLA/FAIFE verstärkt mit dem Thema Internet und &lt;br /&gt;Bibliotheken befasst, zum einen durch ein Forschungsprojekt, zum anderen durch ein &lt;br /&gt;Manifest. Die gemeinsam von FAIFE und der Bibliotheksschule in Kopenhagen begleitete &lt;br /&gt;Dissertation von Stuart Hamilton zum Thema „To what extend can libraries ensure free, equal and unhampered access to Internet-accessible information resources from a global perspective?“ ist seit Anfang 2005 frei im Netz verfügbar. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich mit der Verbesserung der Internet-Infrastruktur und der Nutzung des Internet in einem Land gleichzeitig auch immer mehr Hindernisse für den Zugang zu online Informationen auftun. Inwieweit Bibliotheken in der Lage sind, diese Hindernisse zu überwinden, hängt von ihrer Fähigkeit ab, den politischen Entscheidungsprozess auf allen Ebenen zu beeinflussen. &lt;br /&gt;Das IFLA Internet Manifest aus dem Jahr 2002, dass die Prinzipien des freien Zugangs zu Informationen im Internet für Bibliotheken beschreibt, wurde in mehreren Workshops, die in den letzten zwei Jahren in verschiedenen Ländern durchgeführt wurden, auf seine praktische Umsetzung hin ausführlich diskutiert. In diesem Monat noch kommt eine Expertengruppe zusammen, um diese Diskussionen auszuwerten. Im Sommer dieses Jahres sollen daraus konkrete Richtlinien für das Internet Manifest veröffentlicht werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Interventionen &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Auf der Basis der Recherchen für die Dissertation und anderer abgesicherter Quellen hat IFLA/FAIFE im letzten Jahr auf eine Reihe von Missständen bezüglich der Informations- und Meinungsfreiheit aufmerksam gemacht: &lt;br /&gt;IFLA/FAIFE protestierte gegen die Schließung von Bibliotheken und die Verletzung der &lt;br /&gt;Menschenrechte in Turkmenistan. IFLA/FAIFE war im Vorfeld des Weltgipfels zur &lt;br /&gt;Informationsgesellschaft beteiligt an einer Untersuchung zur Situation der Meinungsfreiheit in Tunesien und mahnte die tunesische Regierung, den Zugang zur Information zu verbessern, indem bestehende Beschränkungen bei der Verbreitung von Büchern und von Online-Informationen aufgehoben werden. IFLA/FAIFE protestierte während des Weltgipfels in Tunis gegen die Behinderung von Journalisten und Vertretern der Zivilgesellschaft durch die tunesische Regierung. IFLA/FAIFE forderte zweimal die Regierung in China auf, die Zensur des Internet zu beenden und Meinungsfreiheit im online Bereich zuzulassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zugang zu Information und Entwicklung &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Meinungsfreiheit und freier Zugang zu Informationen im internationalen Raum sind keine Luxusthemen von reichen Ländern. Sie sind Grundbedingung demokratischer Staaten. Der indische Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen konnte nachweisen, dass noch nie eine nennenswerte Hungersnot in einem unabhängigen und demokratischen Land mit relativ freier Presse aufgetreten ist. Bibliotheken können bei der demokratischen Entwicklung eines Landes eine wichtige Rolle spielen. Mit Hilfe von Projektgeldern des schwedischen Entwicklungsministeriums wird sich IFLA/FAIFE in den kommenden Jahren verstärkt für die Rolle der Bibliotheken im Kampf gegen HIV/AIDS einsetzen, sich mit den damit verbundenen Auswirkungen auf die Gleichbehandlung der Geschlechter befassen und versuchen, mit Informationen dazu beizutragen, das Leben der Armen zu verbessern. Eine zweite Veranstaltung von IFLA/FAIFE während der IFLA-Konferenz in Seoul im Sommer 2006 soll Beispiele dafür vorstellen, die unter dem Motto stehen: „Access to HIV/AIDS Information: A Matter of Life and Death.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Liebe Kolleginnen und Kollegen, &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Weltweit tragen Bibliothekare Verantwortung bei der Auswahl und Bereitstellung von &lt;br /&gt;Medien aller Art, beim Angebot von öffentlichen Internetplätzen, beim Umgang mit den &lt;br /&gt;Informationsbedürfnissen der Bibliotheksbenutzer. Leicht wird es ihnen dabei nicht immer gemacht. Auch nicht in demokratischen Gesellschaften. Unterstützung können Sie sich aber auch von Ihrem internationalen Bibliotheksverband IFLA erwarten. &lt;br /&gt;Vielen Dank! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Literaturangaben: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/faife/index.htm"&gt;IFLA/FAIFE Website&lt;/a&gt;: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ifla.org/faife/policy/iflastat/iflastat_de.htm"&gt;IFLA Erklärung zu Bibliotheken und geistige Freiheit 1999 &lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Bundy, Mary Lee and Teresa Stakem. “Librarians and intellectual freedom: are opinions changing?” Wilson Library Bulletin 56.8 (1982): 584-589. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Busha, Charles, H. Freedom versus Suppression and Censorship. With a Study of the &lt;br /&gt;Attitudes of Midwestern Public Librarians and a Bibliography of Censorship. Littleton: Libraries Unlimited, 1972. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Curry, Ann. The Limits of Tolerance: Censorship and Intellectual Freedom in Public &lt;br /&gt;Libraries. Lanham &amp; London: Scarecrow Press, 1997. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fiske, Marjorie. Book Selection and Censorship: a Study of School and Public Libraries in California. Berkeley &amp; Los Angeles: University of California Press, 1968. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Malley, Ian. Censorship and Libraries. London: The Library Association, 1990. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ristarp, Jan. „Libraries and Intellectual Freedom“. A keynote paper at the conference „Literature to Politics – Politics to Literature“, Copenhagen, 10-11 November 2000. &lt;a href="http://www.ifla.org/faife/index.htm"&gt;online&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rohde, Bernd: „Wie weit darf Zensur gehen?“ 15. Februar 2006. &lt;a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg29682.html"&gt;Online Posting&lt;/a&gt;. INETBIB &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Schleihagen, Barbara. „Censorship and Intellectual Freedom: Attitudes of German Public Library Directors with Special Reference to Berlin.“ MScEcon Thesis, University of Wales, 2004. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sen, Amartya. „Democracy as a universal value“. Journal of Democracy 10 (1999), 3-17. &lt;a href="http://muse.jhu.edu/demo/jod/10.3sen.html"&gt;online&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiler, Johannes: „Wie weit darf Zensur gehen?“ 15. Februar 2006. &lt;a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg29680.html"&gt;Online Posting&lt;/a&gt; INETBIB&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-116369193868908954?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/116369193868908954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=116369193868908954&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/116369193868908954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/116369193868908954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2006/11/freier-zugang-zu-informationen-durch.html' title='Freier Zugang zu Informationen durch Bibliothekare?!'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-115442809983496417</id><published>2006-08-01T12:26:00.000+02:00</published><updated>2007-04-17T13:49:27.641+02:00</updated><title type='text'>Die Aufgaben einer Arbeitsgruppe für Informationsethik</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:95;"&gt;&lt;p&gt;Eine Arbeitsgruppe für Informationsethik im Rahmen der VÖB hat die Aufgabe sich besonders mit der neuen Verantwortung der Bibliotheken in der Informationsgesellschaft zu beschäftigen. Durch den vermehrten Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik sind neue Aufgaben für die Bibliotheken entstanden bzw. es haben sich die bisherigen Aufgaben von Grund her verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Informationsethik beschäftigt sich mit dieser neuen Verantwortung und diesen neuen Aufgaben. Rainer Kuhlen beschreibt in seinem Buch "Informationsethik – Umgang mit Wissen und Information in elektronischen Räumen" die Prinzipien der Informationsethik:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Gerechtigkeit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; – damit ist ein fairer Zugang zu Wissen und Information für alle Menschen gemeint besonders in Hinblick auf die Kommerzialisierung des Wissens.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Inklusivität&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; – womit ein Zugang zum Wissen für alle sichergestellt werden soll, man denke besonders auch an Barrierefreiheit und die digitale Spaltung, die vielen Menschen den Zugang zu Wissen und Information versperrt. Als weiteren Punkt führt Rainer Kuhlen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Selbstbestimmung&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; als Prinzip der Informationsethik an. Er meint damit, dass jeder Mensch selbst entscheiden können muss, was mit seinen Daten geschieht. Das Prinzip des universalen Zugriffs auf Wissen und Information meint weiters, dass der Zugriff auf Wissen und Information für jedermann zu fairen Bedingungen offen und gesichert sein muss. Informationsautonomie ist von grundlegender Bedeutung für eine demokratische Gesellschaft. Weiters führt Rainer Kuhlen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Nachhaltigkeit&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; als Prinzip der Informationsethik an. Damit ist vor allem die Verantwortung gegenüber der nächsten Generation gemeint. Relevante Information und wertvolles Wissen muss auch für die kommende Generation bewahrt und dokumentiert werden. Es müssen Normen und Kriterien entwickelt werden um den Zugang zu diesem Wissen dauerhaft zu gewährleisten.&lt;br /&gt;Bibliothekarinnen und Bibliothekare erhöhen durch ihre Erschließungs- und Vermittlungsfähigkeit den Informationswert der von ihnen bearbeiteten Dokumente, wie es auch in der Berufsethik der Schweizer Bibliothekarinnen und Bibliothekare heißt. Damit kommt die Bedeutung der Informationsvermittler besonders ins Blickfeld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bedarf in der Informationsgesellschaft Institutionen, die sich mit dem wichtigsten Gut der Informationsgesellschaft - dem Wissen - beschäftigen.&lt;br /&gt;Sie leisten damit einerseits gegenüber ihrer Trägerorganisation andererseits gegenüber der Gesellschaft wichtige Dienste. Transparenz und freier Zugang zu Wissen und Information sind damit auch wichtige demokratische Aufgaben. Die Ablösung der Schriftkultur durch eine Multimedia-Kultur stellt auch für Bibliotheken eine große Herausforderung dar. Die damit verbunden sozialen Umwälzungen und die wichtigen Aufgaben der Bibliotheken sind Thema einer Arbeitsgruppe für Informationsethik im Rahmen der VÖB.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeitsgruppe soll ein Forum darstellen, in dem Fragen der Informationsethik für Österreich und ganz speziell für das Bibliothekswesen diskutiert werden können. Auch die Mailingliste, die Website und das Weblog sollen die Anliegen der Informationsethik bekannt machen und zur Bewusstseinsbildung beitragen. Veranstaltungen und Vorträge sollen innerhalb der Berufsgruppe für diese Themen sensibilisieren und auf die Problematik aufmerksam machen. Ein Ethikkodex könnte auch ein wichtiges Instrument darstellen um das neue Selbstverständnis zu dokumentieren. Die Beobachtung und Untersuchung, inwieweit die Anliegen der Informationsethik in Österreich positiv umgesetzt werden, ist auch zentrale Aufgabe dieser Arbeitsgruppe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sonja Fiala&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-115442809983496417?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/115442809983496417/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=115442809983496417&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/115442809983496417'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/115442809983496417'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2006/08/die-aufgaben-einer-arbeitsgruppe-fr.html' title='Die Aufgaben einer Arbeitsgruppe für Informationsethik'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31489148.post-115355640968087361</id><published>2006-07-22T10:00:00.000+02:00</published><updated>2006-11-15T12:29:47.646+01:00</updated><title type='text'>Wir sind alle Medieninhaber!</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,822306&amp;SUCHE=J&amp;amp;_dad=portal&amp;_schema=PORTAL#"&gt;Mediengesetz Novelle ab 1.7.2005 &lt;/a&gt;*)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;(* Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über die Presse und andere publizistische Medien (Mediengesetz) geändert wird - 784 d.B. (XXII. GP)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;Die Novelle zum Mediengesetz, am 12.5. von allen Parteien einstimmig beschlossen, trat am 1. Juli 05 in Kraft. Wir erfahren daraus, dass Emails, Diskussionsforen-Beiträge und Homepages Medien sind – wir also alle Medieninhaber sind und damit verantwortlich und haftbar für unsere Erzeugnisse – sofern sie geeignet sind „die öffentliche Meinung zu beeinflussen“.&lt;br /&gt;- Wobei aber Produktwerbung ausgenommen ist – Werbung ist Werbung und beeinflusst nicht die öffentliche Meinung (...?)&lt;br /&gt;Es gibt nun eine Impressums- und Offenlegungspflicht für periodisch erscheinende elektronische Medien, bzw. für kommerzielle Websites. Auf welche Weise „periodisch erscheinend“ interpretiert werden kann, welche Nuancen zwischen Offenlegung und Impressum-Angabe bestehen, ist sicher nicht ganz leicht herauszufinden. Wie weit die Verantwortung für rechtswidrige Einträge in Foren oder die journalistische Sorgfaltspflicht bei Schüler-Homepages geht, ist noch lange nicht klar.&lt;br /&gt;Dass es – je nach Interpretation der Begriffe – saftige Strafen setzen kann, im Falle von Verleumdung, übler Nachrede, Beschimpfung bis zu 100.000 €, im Falle von Verletzung der Impressums- bzw. Offenlegungspflicht bis zu 2.180 € (täglich?)&lt;br /&gt;(Quelle: WCM 234, Juni 2005) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;„Endlich ein zeitgemäßes Mediengesetz“ (Karin Hakl, ÖVP)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Noch nicht ausjudiziert...“ (Franz Schmidbauer, Jurist, &lt;a class="external" title="http://www.internet4jurists.at" href="http://www.internet4jurists.at/" rel="nofollow"&gt;[1]&lt;/a&gt; (http://www.internet4jurists.at) )&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;Worüber sich kritische Juristen einig sind ist die Tatsache, dass der Gesetzestext in manchen Bereichen sehr unklar ist und nicht unterscheidet zwischen Websites, Newsforen, FTP-Servern, P2P-Netzen &lt;/span&gt;&lt;a class="external" title="http://p2p.at-web.de/" href="http://p2p.at-web.de/" rel="nofollow"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;[2]&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; (http://p2p.at-web.de/). Für wen gilt das Gesetz? Für alle ÖsterreicherInnen, egal in welcher Domain ihre Website zu Hause ist? Oder nur für NutzerInnen österreichischer Domains und Kunden österreichischer Provider, unabhängig von Staatsbürgerschaft und Wohnort? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im Netz herumschnüffeln?&lt;/strong&gt; &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/6974/3410/1600/spy_icon.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/6974/3410/200/spy_icon.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;Und wie werden Sünder gegen das neue Mediengesetz gefunden? Wird von Staats wegen Spyware installiert, die ständig das Netz nach österreichischen Websites oder österreichischen Foren-TeilnehmerInnenn durchsucht und wie? Oder wird nach Begriffen gefahndet, die wenn sie auf österreichischen Websites, Mails oder Kommentaren vorkommen, auf widerrechtliche und anonyme Beeinflussung der öffentlichen Meinung hinweisen, wie z. B. die Worte: Streik, Coup, Demonstration, … ? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;&lt;br /&gt;Berichte über Zensur in China, Tunesien, Iran, Zimbabwe zeigen, dass diese Regierungen die nötige Spyware bei amerikanischen Firmen kaufen können, oder so wie es China vorzieht – sie selbst nach eigenen Bedürfnissen entwickeln und Regierungen, mit denen gute Beziehungen bestehen, so wie beispielsweise Zimbabwe, damit beliefern ...&lt;br /&gt;Es ist nicht ganz einfach, das chaotische, unstrukturierte, sich nach allen Richtungen unhierarchisch erstreckende Netz zu kontrollieren und zu regulieren, aber in manchen Ländern, die die Freiheit der Meinung und ihres Ausdrucks nicht gerade an erster Stelle in ihrer Verfassung stehen haben, und die wahrscheinlich berechtigt Angst vor kritischen Stimmen und einem gewissen Einfluss von unkontrolliert geäußerten Meinungen auf ihre Öffentlichkeit haben, hat die Frage der Kontrolle und der „Sicherheit“ des Internets Priorität. Dafür gibt es dann doch Ressourcen an finanziellen Mitteln, Arbeitskräfteeinsatz und Zeit – auch wenn die Regierungen dieser Länder sonst gewiss noch andere, ev. größere Sorgen haben (sollten). &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;Aber zurück zur Frage: wie findet man Sünder gegen das Mediengesetz?&lt;br /&gt;Vielleicht ist man ja auch auf Hinweise und Anzeigen angewiesen.&lt;br /&gt;Vielleicht aber soll einfach nur einmal ein Anfang gesetzt werden, der Beginn des Ordnens eines anscheinend ungeordneten, anscheinend anarchischen Raums. Ein Ort, der bis jetzt noch für jeden zugänglich ist, und wo noch jeder seinen Vorlieben folgen kann und seine Zeit verbringen kann, ohne unbedingt nur konsumieren und für jeden Schritt zahlen zu müssen. Wer möchte, kann in Foren und Plattformen verschiedene Identitäten ausprobieren oder er kann er selbst sein und gehört und gesehen werden, wie sonst nirgends. Er kann sich sein eigenes kleines Schaufenster bauen, seine Homepage und Selbstpräsentation oder er kann sich mit mit Gleichgesinnten austauschen, streiten, schimpfen, erfinden, ausprobieren, lügen, behaupten, sich informieren und seinen Beitrag zum Wissen der Welt leisten ...&lt;br /&gt;Ist nur zu hoffen, dass die möglicherweise geplante österreichische Art des Be-Schrebergärtnerns des Netzes nicht funktionieren wird. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:95%;"&gt;Zum Thema „Beeinflussung der öffentlichen Meinung“ noch ein kleiner Ausschnitt aus einem interessanten Buch:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;... unser Herr ging von der Annahme aus, daß man den Menschen selbst die loyalste Presse nicht im Übermaß geben sollte, denn wie leicht könnte sich daraus die Gewohnheit des Lesens entwickeln. Und von da wäre es dann nur mehr ein Schritt zum gewohnheitsmäßigen Denken, und wir wissen ja alle, was für Unannehmlichkeiten, Probleme, Sorgen und Kümmernisse das mit sich bringt. Nehmen wir einmal an, etwas wird loyal geschrieben, dann aber illoyal gelesen; jemand fängt an, loyale Dinge zu lesen, verspürt aber dann Lust auf illoyale, und so folgt er dem Weg, der ihn vom Thron und vom Fortschritt wegführt, hin zu den Unruhestiftern.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Ryszard Kapuscinski: König der Könige. Frankfurt/M.: Eichborn, 1995) &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Eva Kumar (veröffentlicht 05/07 auf: &lt;a href="http://wsisaktiv.mond.at/page/Wir_sind_alle_Medieninhaber!_Mediengesetz_neu_ab_1.7."&gt;WSIS-aktiv-Wiki&lt;/a&gt;)&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;Site Feed URL http://infoethic.blogspot.com/atom.xml &lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31489148-115355640968087361?l=infoethic.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://wsisaktiv.mond.at/page/Wir_sind_alle_Medieninhaber!_Mediengesetz_neu_ab_1.7.' title='Wir sind alle Medieninhaber!'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://infoethic.blogspot.com/feeds/115355640968087361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31489148&amp;postID=115355640968087361&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/115355640968087361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31489148/posts/default/115355640968087361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://infoethic.blogspot.com/2006/07/wir-sind-alle-medieninhaber.html' title='Wir sind alle Medieninhaber!'/><author><name>Eva Kumar</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_9swQ7ZQp0J0/SM-lkpTIwwI/AAAAAAAAAL0/YFU1Ge8pnHc/S220/eva.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
